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Kommentar
19.08.2016

Warum die Burka ein Problem ist

Eine Frau mit Burka.
Foto: Jalil Rezayee

Wer sich von einem Burka-Verbot mehr Sicherheit erhofft, liegt daneben. Trotzdem ist das "Burka-Verbot light" ein guter Kompromiss.

Eines ist doch klar: Den Kampf gegen hasserfüllte Fundamentalisten werden wir garantiert nicht gewinnen, indem wir muslimischen Frauen vorschreiben, was sie anziehen dürfen. Die Burka steht zwar ohne Zweifel für ein antiquiertes Rollenverständnis, das mit westlichen Werten nicht in Einklang zu bringen ist. Ein Sicherheitsrisiko ist sie aber definitiv nicht.

Dass die Debatte um die Vollverschleierung trotzdem so hart geführt wird, hat mit einem latenten Unbehagen zu tun, das viele Menschen in Deutschland inzwischen überkommt, wenn es um den Islam geht. Deshalb eignet sich das Thema ja so gut für den Wahlkampf. Obwohl sich die Union damit haarscharf an der Populismus-Grenze bewegt, ist das „Burka-Verbot light“, mit dem sie nun Stimmen holen will, ein guter Kompromiss. Denn vollverschleierte Frauen senden – ob bewusst oder unbewusst – ein zweifelhaftes Signal. Die Burka symbolisiert sehr plakativ die fehlende Bereitschaft oder, wie es die Kanzlerin formuliert, die fehlende Chance, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren.

In Kitas und Schulen, in Behörden und erst recht vor Gericht hat sie deshalb nichts verloren. Dort müssen Frauen Gesicht zeigen, egal an welchen Gott sie glauben. Wer sich davon allerdings mehr Sicherheit erhofft, liegt daneben.

In Deutschland ist eine Diskussion um ein Burka-Verbot entbrannt. Die Burka ist aber nur die bekannteste Form der Verschleierung. Es gibt auch Nikab, Hidschab und Tschador.
8 Bilder
Burka, Nikab, Tschador: So verhüllen sich die Frauen im Islam
Foto: Frank Leonhardt, dpa
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Die Diskussion ist geschlossen.

20.08.2016

In der Schweiz geht’s doch auch.

http://web.de/magazine/panorama/polizisten-schleierluefter-burka-verbot-tessin-31816996

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20.08.2016

das heißt doch noch lange nicht, dass wir den Unsinn auch mitmachen.

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21.08.2016

Nur weil Ihnen etwas nicht gefällt, ist es noch kein Unsinn.

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21.08.2016

Aus meiner Sicht ist es Unsinn.

Damit werden doch nur die bedient, welche unnötigerweise Angst und Schrecken verbreiten. Wie scheinheilig ist es denn, die Frauen schon wieder zu einer bestimmten Kleiderordnung zu zwingen. Lassen Sie doch den Frauen endlich die Freiheit, ihre Entscheidungen selbst zu treffen.

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21.08.2016

Da haben sie ausnahmsweise mal recht. Ich glaube, die wenigsten Burkaträgerinnen machen dies aus eigenem Antrieb!

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21.08.2016

Sie glauben also ernsthaft, die betroffenen Frauen hätten die Wahl? Da wäre mal ne repräsentative Umfrage interessant.

In Kabul sah man in den 70ern und 80ern so gut wie keine Bhurka. 2003 (kurz nach den Taliban) sah man dort so gut wie keine Frau ohne Bhurka. Die Mädels dort sind recht schnell orthodox geworden, finden sie nicht?

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22.08.2016

Wir reden und leben in Deutschland und nicht in Kabul. Natürlich wurden viele Frauen dort gezwungen eine Burka zu tragen.

Und jetzt wollen Sie die Frauen zwingen keine Burka zu tragen?

Es laufen doch eh fast alle Muslim Frauen ohne Burka. Außerdem gibt es viel wichtigere Dinge zu tun als die Burka zu verbieten.

Nehmen Sie es einfach gelassen und Sie werden sehen, dass ein Burka Verbot so überflüssig wie ein Kropf ist.

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21.08.2016

Hm, wenn ichs mir recht überlege: Warum eigentlich nicht? ;-)

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22.08.2016

Ist die Schweiz ein Vorbild für uns?

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20.08.2016

Der heutige SPIEGEL, 34/2016, bringts in seinem Leitartikel auf S. 6 echt auf den Punkt, so echt habe ichs noch nirgendwo (außer bei mir) gelesen, einiges daraus

... es geht auch nicht wirklich um Integration, denn durch ein Burkaverbot wird niemand integriert ...

... es geht nicht mal um ein real existierendes Problem ...

... es geht eher um Parteipolitik und Wahlkampf ...

... man kann gesellschaftlichen Fortschritt nicht erzwingen, inden man Symbole von Religion und Tradition verbeitet ...

.... man kann mit dem Burkaverbot weder den islamistischen Fundamentalismus bekämpfen noch die muslimische Frau befreien...

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20.08.2016

Das will doch auch gar keiner. Man möchte nur mit den Trägerinnen normal kommunizieren können.

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20.08.2016

Haben Sie Angst?

Kommunizieren Sie doch mit den Trägerinnen einer Burka? Diese Frauen würden sich sicher über mehr Kontakte freuen. Vielleicht kommen Sie dann auch auf andere Gedanken und freuen sich mit den Trägerinnen über die Freiheit der Kleiderordnung.

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21.08.2016

Nein ich habe keine Angst. Wie kommen Sie darauf?

Aber reden Sie denn mit Ihrem Vorhang?

Ein Kleidungsstück ist auch ein Signal. Und das Signal, der Vollverschleierung ist ziemlich eindeutig: Ich nehme mich raus aus der öffentlichen Gesellschaft. Ich will nicht als Person erkannt werden. Ich möchte mich nicht interessierten Blicken von Mitmenschen aussetzen.

Wenn Sie zu einer Einladung gehen und die Hände zur Begrüßung auf dem Rücken verschränken, wird man Ihnen nicht die Hand reichen, weil Sie signalisieren, dass sie das nicht wünschen.

Ebenso ist es mit Burka und Niqab.

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21.08.2016

Also haben Sie doch Angst. Versuchen Sie wengistens mal.

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21.08.2016

Diese Frauen würden sich sicher über mehr Kontakte freuen.

.

"sicher" - glauben Sie das wirklich?

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21.08.2016

Ja

Diese Frauen ratschen und tratschen genau so gerne mit anderen Frauen wie unsere Frauen.

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21.08.2016

Diese Frauen würden sich sicher über mehr Kontakte freuen. Vielleicht kommen Sie dann auch auf andere Gedanken und freuen sich mit den Trägerinnen über die Freiheit der Kleiderordnung.

Ich empfehle Ihnen, mal das Buch "Das verbotene Gesicht" zu lesen, da schreibt eine Autorin namens "Latifa" aus erster Hand, wie das in einer fundamentalistisch geprägten Gesellschaft so läuft mit unbefanger Kommunikation und Bhurka, und "Freiheit der Kleiderordnung".

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21.08.2016

Allerdings leben wir in Deutschland in einer freien demokratischen Gesellschaft ohne Kleiderzwang. Lassen wir es doch dabei.

Ich empfehle Ihnen einfach mit den Leuten zu reden, anstatt Vorurteile zu bilden.

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20.08.2016

... es geht auch nicht wirklich um Integration, denn durch ein Burkaverbot wird niemand integriert ...

.

Vollverschleierung verhindert Integration - das hat sogar schon Frau Merkel erkannt.

.

Es ist absurd zu glauben, dass es irgendeine Möglichkeit gibt eine Frau mit Burka in unser europäisches Leben zu integrieren.

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20.08.2016

O.k., ich versuchs eloquenter zu formulieren, um Ihre NUB nicht zu verletzen:

Die Bhurka in der Öffentlichkeit in Deutschland deutet in der Tat ein auf Problem hin, aber auf einer anderen Ebene, als derzeit diskutiert wird:

Mein Eindruck ist: Bis vor ca. 10 Jahren hat man, obwohl der Anteil der Muslime in D nicht wesentlich geringer war als heute, so gut wie keine vollverschleierten Frauen auf der Straße gesehen.

Mittlerweile wird deren Zahl höher und das Phänomen selbstverständlich, was auf zunehmendes Selbstbewußtsein der orthodoxen Muslime deutet, und die Reaktion der "Herkunftsdeutschen" (nämlich eine Diskussion, ob man denn sowas nicht mögen darf) rechtfertigt dies indirekt.

Doch das tragen der Vollverschleierung in einem westlich geprägen Land ist im Grunde ein klares und selbstbewußtes Signal der Abgrenzung an die Einheimischen: Seht her, wir sind anders als Ihr und wir sind stolz drauf.

Das Problem an sich ist jedoch bei den Deutschen zu suchen, die nicht den Mut aufbringen, klar zu artikulieren, daß sie das für einen Affront halten und hier nicht sehen wollen, weil es "ihre kulturellen Gefühle beleidigt". Während sie selbst auf Reisen in muslimische Länder wie selbstverständlich deren Sitten respektieren, erkenne sie es als Zumutung an, das gleiche von muslimischen Gästen/Mitbürgern zu verlangen.

Interessanterweise war heute ein Artikel in der Printversion der AZ über die Schweiz, in dem stand, daß das Durchsetzen des Verschleierungsverbotes dort selbst bei saudischen Gästen völlig problemlos ist und anerkannt wird.

Was lernen wir daraus? Selbstvertrauen und Prinzipientreue heißen die Zauberwörter...

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20.08.2016

"Während sie selbst auf Reisen in muslimische Länder wie selbstverständlich deren Sitten respektieren, erkenne sie es als Zumutung an, das gleiche von muslimischen Gästen/Mitbürgern zu verlangen."

Oft genug wurden von deutschen Urlaubern die Sitten eines Landes ignoriert. Länder wie Tunesien, Marokko, Thailand, Kenia sind wohl die Bekanntesten, wo viele Berichte dieses bestätigen.

"Was lernen wir daraus? Selbstvertrauen und Prinzipientreue heißen die Zauberwörter..."

Die Realität sieht wohl so aus, dass durch Zwang noch nie etwas besser wurde, ganz im Gegenteil.

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21.08.2016

Oft genug wurden von deutschen Urlaubern die Sitten eines Landes ignoriert.

Touché. Was den Massentourismus betrifft, haben Sie wohl recht.

Die Realität sieht wohl so aus, dass durch Zwang noch nie etwas besser wurde.

Das dachten die Verfechter der antiautoritären Erziehung auch. Was dabei herauskam wissen wir. Es kommt auf das richtige Maß an.

Das Argumtent derjenigen, die hier Schleier tragen ist, daß sie traditionsbewußt sind, was in der Regel für die meisten Muslime gelten dürfte. So, für unsere eigene Kultur und "Tradition" ist aber die Vollverschleierung ein Affront in mehrerlei Hinsicht, und ich denke, diejenigen, die sie zur Schau tragen, wissen das.

Wenn wir Integration wollen, dann müssen wir auch diejenigen in einem gewissen Maße "ausgrenzen", welche sich nicht integrieren. Denn wozu soll sich jemand an einheimische Sitten und Gebräuche anpassen wollen, wenn er

a) keinen Vorteil dadurch hat und

b) wenn er das Gefühl hat, daß die Einheimischen selbst keinen Wert auf ihre Sitten und Gebräuche legen?

Gleichmacheritis und übersteigerte Toleranz sind in Wahrheit Feinde jeglicher Integration.

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21.08.2016


>>" Was lernen wir daraus? Selbstvertrauen und Prinzipientreue heißen die Zauberwörter..." Die Realität sieht wohl so aus, dass durch Zwang noch nie etwas besser wurde, ganz im Gegenteil.<<

Sie sind ein argumenteresistenter Diskutant.

Wenn man Ihnen einen Bericht vorlegt, wonach im Tessin das Vollverschleierungsverbot überwiegend eingehalten wird und wo nicht es gut durchgesetzt werden kann, befinden Sie einfach mal, dass Verbote nichts bewirken.

Vermutlich sagen Sie auch mantraartig, dass draußen die Sonne scheint, wenn alle mit Regenschirm unterwegs sind.

Behalten Sie die Ihnen eigene Sicht auf die Dinge. Aber maßen Sie sich bitte nicht ständig an, andere aufzuklären und zu belehren.

Das verstößt nämlich gegen Ihre eigenen Prinzipien.

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20.08.2016

zum burka problem

Das Problem der Burka ist, dass die Trägerin nicht identifizeirbar ist. Ansonsten ist der Mensch durch sein Gesicht identifizierbar, insbesondere in aus Sicherheitsgründen Kamera-überwachten Bereichen.

Hier stellt sich ein Gleichheitsproblem, das nur dadurch lösbar ist, dass auch Burka-Trägerinnen identifizierbar gemacht werden. Die Lösung wäre wie in allen vergleichbaren Fällen (Straßenverkehr): eine Registrierungsnummer, die erkennbar auf der Burka anzubringen ist

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20.08.2016

"Hier stellt sich ein Gleichheitsproblem, das nur dadurch lösbar ist, dass auch Burka-Trägerinnen identifizierbar gemacht werden. Die Lösung wäre wie in allen vergleichbaren Fällen (Straßenverkehr): eine Registrierungsnummer, die erkennbar auf der Burka anzubringen ist"

Meinen Sie das nun ernst? Nee, oder?

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21.08.2016

(edit/ Nub. 7.2)

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21.08.2016

Dann fangen wir doch erstmal bei den Fahrrädern an, deren Lenker offensichtlich die StVO und die StVZO nicht kennen.

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20.08.2016


Niemand will mit einem Verbot der Vollverschleierung den Kampf gegen Fundamentalisten gewinnen. Und es ist im Grunde auch egal für was sie steht, denn das lässt sich durch Trägerinnen, die behauptet, sie trügen sie vollkommen freiwillig, es sei einfach praktisch, sich nicht schminken zu müssen und das Geld für den Frisuer zu sparen zu leicht ad absurdum zu führen.

Nein. Burka und Niqab verstoßen eklatant gegen unsere kulturellen Vorstellungen in der Öffentlichkeit und zwar gerade auch im Alltagsleben miteinander zu kommunizieren. Sie sind ein schwerer Verstoß gegen unsere Sitten und dem kann sich unsere Gesellschaft zurecht entgegenstellen.

Umso leichter als europäische Nachbarländer dies schon getan haben und der EGMR diese Verbote für rechtmäßig - also nicht die Menschenwürde oder Religionsfreiheit verletztend beurteilt hat. Man kann die persönlichen Freiheitsrechte insofern einschränken.

Dass man nun wieder kurz vorm Locus in die Hose gemacht hat -sorry- ist typisch deutsch und verschieden Umständen geschuldet, vor allem der Sorge, man könnte vorgeworfen bekommen, den rechten Rand zu bedienen.

Der Sicherheitsaspekt? Eine Scheindebatte. Sprengstoffgürtel trägt man nicht auf Augenhöhe.



@Herr Kamm


Man ist nicht dumm - ganz im Gegenteil - wenn man nicht vor lauter vorauseilender und falsch verstandener Toleranz auf das verzichtet, worauf unsere Gesellschaft zu Recht Wert legt.

Und warum soll man in der Schule einen Anspruch darauf haben, seine Klassenkameradin von Angesicht zu Angesicht zu sehen, aber nicht in einem Wohnhaus die Nachbarin.

Wollen Sie mir das vllt. bitte erklären?

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20.08.2016

@ Maja S.

"Und warum soll man in der Schule einen Anspruch darauf haben, seine Klassenkameradin von Angesicht zu Angesicht zu sehen, aber nicht in einem Wohnhaus die Nachbarin."

Grundsätzlich - das heißt es gibt Ausnahmen - antworte ich in so einem Internetforum niemandem, die nicht mit Namen und Wohnort ihr Gesicht zeigt.

Raimund Kamm, Augsburg

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20.08.2016

Ach Herr Kamm, diese Maschen reiten Sie doch schon seit mindestens 10 Jahren - erfolglos.

Wissen Sie was konsequent wäre?

Wenn Sie sich nicht in einem Forum/auf einer Plattform beteiligten, die in ihren NUBen die Anonymität als legitimen Anspruch gewährt. Sie sind da nämlicht einfach falsch am Platz, wenn Sie das nicht akzeptieren könnenwollen.

Ein tragfähiges Argument auf meine Frage könnten Sie genausogut als Raimund K. posten. Merke: Das Argument zählt nicht die dahinter stehende Person.

Vermutlich haben Sie aber hier einfach keines und beschränken Ihre Ausnahmen von der Regel auf die Fälle, wo es argumentativ besser für Sie steht. ;-)

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21.08.2016

(edit/ Nub. 7.2/ Unterlassen Sie Beleidigungen und bleiben Sie beim Thema)

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20.08.2016

Lassen Sie doch die paar Frauen mit Vollverschleierung rumlaufen, so wie sie wollen. Diese Frauen tun doch keinem was. Außerdem sind es meistens die Frauen, welche in den Geschäften für mehr Umsatz sorgen.

Übrigens laufen in Bayern auch ein paar Männer rum mit Lederhosen und Vollbart. Da sehen Sie vom Gesicht, außer Wildwuchs auch nicht viel mehr.

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20.08.2016

Es fällt schwer, jemanden ernst zu nehmen, der zum einen Männer mit Vollbart mit Niqab-Trägerinnen gleichzusetzen können meint und zum anderen, die - die tun noch nix Schiene fährt.

Auch ein Nackter mit Lendenschurz tut keinem was. Trotzdem wird er in der Öffentlichkeit nicht so auftretenkönnen. Zurecht.

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21.08.2016

"Auch ein Nackter mit Lendenschurz tut keinem was. Trotzdem wird er in der Öffentlichkeit nicht so auftretenkönnen."

Warum nicht, solange er den Lendenschurz trägt.

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20.08.2016

Stimmt, Migrantengewalt geht seltenst von vollverschleierten Frauen aus.

Aber darum gehts nicht, Sie müssen zwischen den Zeilen lesen:

In den 70ern, als noch weitgehend die erste Generation "Gastarbeiter", die zweifellos genauso gläubige Muslime wie die heutigen waren, hier lebten, habe ich keine einzige Teil- oder Vollverschleierter Frau in der Öffentlichkeit gesehen. Ein Kopftuch, und auch nur bei den strengeren, war das höchste der Gefühle.

Heute soll das plötzlich eine existentielle Frage für die weiblichen Jünger Mohammeds sein? Oder ist das Teil einer Salamitaktik?

Vollbart tragen nicht nur bayrische Eingeborene. Er soll auch an männlichen Muslimen, schon gesehen worden sein. Insofern Thema verfehlt ;-)

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20.08.2016

Die erste Generation Türken kamen aus einer Türkei, in der das Tragen eines Kopftuches in der Öffentlichkeit schon verboten war. Die 3. Generation orientiert sich dummerweise wieder nach dem Usus in der Türkei, in der die Verbote Kemal Atatürks wieder aufgehoben werden. Diese Rückwärtsbewegung der Türkei ist die Ursache für unsere jetzigen Probleme mit dem Islam.

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20.08.2016

Danke Herr S, völlig richtig, diesen Aspekt hatte ich nicht bedacht.

Aber ich vermute zudem, daß bei der damaligen Generation neben aller Traditionsliebe auch der Wunsch verbreiteter war, dazuzugehören.

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22.08.2016

Ja, das können sie in Literatur zu den damaligen Zeiten auch nachlesen. Zuersta kamen ja bevorzugt nur die Männer, als die Frauen nachkamen, war es für die meisten normal KEIN Kopftuch zu tragen, erst durch den "Gruppenzwang" fingen schon damals Frauen an, plötzlich Kopftuch aufzusetzen, weil die zugehörigen Männer sozusagen mit den Fingern auf diejenigen zeigten, deren Frauen kein Kopftuch trugen. (ich glaub es war Necla Keleks Buch wo sie dies beschreibt)

Dieses Verhalten, der Gruppenzwang funktioiert so auch heute noch...und ist mit verantwortlich dafür, dass die Vollverschleierung so scharf diskutiert wird, und die Kopftuchfrage immer wieder vor Gericht landet.

Es ist eben kein einfaches Kleidungsstück, sondern ein Statement, ein Bekennen zu einem Glauben, der sich selbst als höchstes weltliches Recht sieht. Und spätestens da gehen eben auch die Probleme los.

Es gibt genug Muslime,ich kenne welche, die Bier trinken, Schweinefleisch essen etc...die sind aber eben die gut intergrierten, die auch ehrich sagen, "die Deutschen" oder eher Deutschland als Republik ist selber schuld, wenn sie das alles durchgehen lassen. DIE dürfen das auch ohne gleich Nazis zu sein.

Wenn ich als Deutsche das gleiche sage bin ich sofort in der rechten Ecke. komisch oder.

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21.08.2016

"Insofern Thema verfehlt"

Wieso denn, ich habe doch nie etwas gegen die Kleiderordnungen gesagt. Ganz im Gegenteil, ich möchte allen Frauen und Männern die Freiheit lassen, sich so zu zeigen wie sie gerne möchten. SIe müssen ja auch nicht immer alles falsch verstehen.

Schließlich wollen Sie zumindest den Frauen nicht die Freiheit der Kleiderordnung lassen.

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21.08.2016

Ich denke, ich hab Sie schon verstanden. Mit "Thema verfehlt" (Smiley bemerkt?) meinte ich lediglich das, vermutlich scherzhaft gemeinte, Vollbartargument, weil eben nicht nur Gamsbartträger damit rumlaufen, sondern auch Salafisten u. ä.. Und seit einigen Jahren auch zunehmend die einheimische Jugend, falls Sie das schon bemerkt haben ;-)

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21.08.2016

Ja genau rasieren diese Zugewachsenen. Dieser Homalajaschleicher Messner Reinhold sieht eh schon aus wie ein Yeti. Und wenn man sich wochenlang nicht rasiert und sein Spiegelbild in einer Pfütze sieht dann kommt man nicht nur in einer einsamen Bergwelt auf dumme Gedanken. Geht mir selbst manchmal so ... gucke morgens in den Spiegel und sage "egal wer du bist ich rasiere dich erst mal"...

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21.08.2016

Weil die kleinen (edit/ Nub. 7.2) sich auf alles andersartige Stürzen und es quälen und ärgern. Das schafft Konflikte und die stören den Unterricht. Also keine Burka in der Schule. Außerdem weckt etwas verdecktes nur die Neugier. und bevor einer von besagten Terroristen auf die Idee kommt nachzusehen was Frau unter der Burka trägt und damit Bürgerkriegsähnliche Zustände auslöst ... na verstanden? Ist wie mit dem Schottenrock!

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20.08.2016

(edit/ Nub. 7.2)

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20.08.2016

Die Versuche zur Islamisierung Europas sind inzwischen offensichtlich:

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http://www.spiegel.de/politik/deutschland/oeffingen-schwaebisches-dorf-verhindert-salafisten-zentrum-a-1108520.html

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Es ist eine klare Doppelstrategie aus der arabischen Welt - einerseits mit Krieg und Vertreibung armer Menschen die Kraft Europas zu schwächen und gleichzeitig mit dem zweifelsfrei vorhandenen Reichtum Strukturen gegen Freiheit und Demokratie zu schaffen.

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Es ist extrem fatal für Deutschland, dass diese Gefahr frühzeitig von Pegida mit rechtsextremer Ideologie vermengt wurde und man kaum über diese Risiken sprechen kann ohne aus der linksgrünen Ecke als Nazi beschimpft zu werden.

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Die "Burka" ist in diesem Zusammenhang als Türöffner zu sehen; die Klagen für die Vollverschleierung nehmen zu. Man versucht vor einer Vielzahl an Gerichten Teilerfolge zu erreichen bevor Gesetzgeber und oberste Rechtssprechung vielleicht den Weg verstellen.

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http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_78744544/vollverschleierung-muslima-kaempft-gegen-ausschluss-vom-abendgymnasium.html

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Für das Verwaltungsgericht Osnabrück sei das Verfahren das erste dieser Art, es seien aber noch weitere anhängig, sagte die Sprecherin.

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Der europäische Gerichtshof für Menschenrechte ist hier schon weiter:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/burka-verbot-in-frankreich-europaeischer-gerichtshof-a-978503.html

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20.08.2016

Fahren Sie doch mal nach Paris, dort laufen trotz Burka_Verbot mehr Frauen mit Vollverschleierung als in München.

Bin ich froh, dass ich Ihre Ängste nicht teilen brauche.

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20.08.2016

Da können Sie wirklich froh sein.

Aber ich kann Ihre Arglosigkeit gegenüber der Doppelrolle der Scheichs auch gerne gefährden:

"Die weltweite wahhabitische Missionierung, finanziert vom saudischen Ölreichtum und befördert durch Moscheen und Prediger, Schulen und «Wohlfahrtsorganisationen», die auch Terrororganisationen unterstützen, wurde, wie schon in den Jahrzehnten zuvor, munter weiterbetrieben."

http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/die-giftige-saat-der-wahhabiten-1.18665617

Auch hier ein guter Artikel:

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/saudi-arabien-bereitet-den-naehrboden-des-terrors-13934322.html

Die wollen nicht nur reich sein und spielen...

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19.08.2016

Zustimmung

CDU und CSU wollen dem großen dummen Teil der Bevölkerung gefallen. Wie der Redakteur Stifter zutreffend schreibt, sorgt ein Burkaverbot nicht für mehr Sicherheit. Aber es gefällt denjenigen, die vor Jahrhunderten in ähnlichen Situationen gerufen hätten: Aufhängen. Und heute: Rausschmeißen.

So abstoßend Burkas auch auf mich wirken, deswegen brauchen wir keine neuen Gesetze. Auch heute schon kann jeder Richter von einer Angeklagten oder einer Zeugin verlangen, dass sie ihr Gesicht zeigt. Auch heute schon kann jede Schule ihren Schülerinnen untersagen, „gesichtslos“ zum Unterricht zu kommen. Und ich wünsche mir, dass auch in Deutschland Autos mit ringsherum verdunkelten Scheiben aus dem Verkehr gezogen werden.

Doch ein dummer Teil unserer Bevölkerung will sich nicht mit den wahren Gefahren für unsere Freiheit, Sicherheit und unsere Lebensgrundlagen befassen. Autoritäre und Populisten wie Orban in Ungarn, wie Kaczyński in Polen, wie Putin in Russland, wie Le Pen in Frankreich, wie Wilders in den Niederlanden, wie die AfD in Deutschland, wie Erdogan in der Türkei, wie Hofer und Strache in Österreich, und wie Trump in den USA bedrohen unsere Freiheit, unsere Menschenrechte, unsere Demokratie und auch unsere Umwelt.

Reale Gefahr ist die Erderwärmung. Sie wird Lebensräume für hunderte Millionen Menschen vernichten. Und diese werden wandern und in unserer dicht bevölkerten Welt wird es dann zu Konflikten und Kriegen und Terror kommen. Auch die militärische wie zivile Atomkraft hängt wie ein Damoklesschwert über uns. Wir hätten allen Grund uns deswegen Sorgen zu machen. Vor ein paar Wochen haben die Türken der Militärbasis Incirlik, auf der die Amerikaner etwa 50 Atombomben (!) lagern, erst den Strom abgestellt und dann den türkischen Kommandanten festgenommen. Man möge in Ruhe darüber nachdenken, was da alles hätte passieren können. Hoffentlich ziehen die US-Amerikaner schnell von dort die Atomwaffen ab!

Ja, man kann verstehen, dass, obwohl es in Deutschland sehr sicher ist, viele Menschen Angst kriegen. Dann sollten wir ehrlich und mutig besprechen, was uns wirklich bedroht. Und nicht Ablenkungsdiskussionen über Burkaverbote führen. Insofern stimme ich dem Grundtenor von Herrn Stifters Kommentar zu.

Raimund Kamm

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19.08.2016

Autoritäre und Populisten wie Orban in Ungarn, wie Kaczyński in Polen, wie Putin in Russland, wie Le Pen in Frankreich, wie Wilders in den Niederlanden, wie die AfD in Deutschland, wie Erdogan in der Türkei, wie Hofer und Strache in Österreich, und wie Trump in den USA bedrohen unsere Freiheit.

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In der arabischen Welt und Afrika läuft vieles ganz ohne diese Herren schief. Bei diesem Thema an Saudi-Arabien vorbei zu schreiben offenbart dann schon eine ganz besonders eigene Sichtweise.

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CDU und CSU wollen dem großen dummen Teil der Bevölkerung gefallen.

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Der Hass einer sich selbst definierenden Elite?

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Und ich wünsche mir, dass auch in Deutschland Autos mit ringsherum verdunkelten Scheiben aus dem Verkehr gezogen werden.

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Dummgrüne Verbotsmentalität - obligatorische Notbremsassistenten wären vielleicht sinnvoller.

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21.08.2016

Klasse Beitrag, dem iist nichts mehr hinzuzufügen, vielen Dank!

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21.08.2016

Sie sollten, auch wenn Sie größtenteils Recht haben, nicht vergessen, daß die Burka ein Symbol der Unterdrückung der Frau ist. Solange es Länder gibt, in denen Frauen, die diese Burka nicht tragen, schwer bestraft, wenn nicht gar getötet werden, dürfen wir nicht zulassen, daß die Frauen bei uns ähnlich unterdrückt werden.

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19.08.2016

Streit um Gesichtsverschleierung Muslimin klagt gegen Abendgymnasium:;

Schon aus diesem Grund muß die Verschleierung grundsätzlich verboten werden. Solche Menschen haben kein Bleiberecht in Deutschland, sie sollten dorthin zurückgehen, wo sie ihren Schleier tragen können.

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19.08.2016

Wohin sollte sie denn gehen, wenn Deutschland ihre Heimat wäre? Nachdem bereits die 3. und 4. Generation von Muslimen in Deutschland wohnt, sind sie hier Einheimische. Der Begriff Einheimischer wird offiziell wie folgt definiert: Einheimischer ist jeder, der keinen Migrationshintergrund hat. Migrationshintergrund hat jeder, der im Ausland geboren ist, oder dessen Eltern im Ausland geboren sind oder ein Elternteil im Ausland geboren ist. D.h. ab der 3. Generation ist man Einheimischer, gleichgültig welcher Religion man angehört oder welchen Pass man hat. Haben Sie irgendwelche Beweise, dass das Mädel nicht in Deutschland geboren ist?

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19.08.2016

(edit/ Nub. 7.2)

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20.08.2016

Ich habe die Definition nicht geschaffen. Nach dieser Definition sind alle Fragen in staatlichen Formularen nach Migrationshintergrund auszufüllen. Ich habe Migrationshintergrund, da mein Vater im Schönhengstgau, Tschechien geboren wurde. Ich finde die Deninition auch nicht prickelnd, aber so ist sie halt.

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19.08.2016

Wenn man ihren Argumenten folgen soll, schon deshalb muß die Verschleierung verboten werden. Sie hat in unserem Kulturkreis nichts verloren. Wollen sie in einen Laden gehen und von einer Verschleierten bedient werden, oder ihre Kinder von einer solchen unterrichtet werden!!!

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20.08.2016

oder ihre Kinder von einer solchen unterrichtet werden!!! nIchts dagegen, solange sie sich an die bayerische Verfassung Artikel 135 Satz 2 hält.

"Art. 135

(1)Die öffentlichen Volksschulen sind gemeinsame Schulen für alle volksschulpflichtigen Kinder. (2) In ihnen werden die Schüler nach den Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse unterrichtet und erzogen. (3) Das Nähere bestimmt das Volksschulgesetz."

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20.08.2016

"Solche Menschen haben kein Bleiberecht in Deutschland, sie sollten dorthin zurückgehen, wo sie ihren Schleier tragen können."

Sie irren sich, denn diese Menschen werden auch in Zukunft ein Bleiberecht in Deutschland haben. Ein paar Ausnahmen sind ja extra geplant, damit alle zufrieden sein können, außer den Radikalen natürlich.

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