Newsticker

Corona-Pandemie verschlechtert weltweite Ernährungslage
  1. Startseite
  2. Politik
  3. Kommission will Fragestunde für Kinder im Bundestag einführen

Wähler von morgen

24.07.2020

Kommission will Fragestunde für Kinder im Bundestag einführen

Das Verhältnis zwischen den Politikern und den Kindern des Landes ist optimierungsbedürftig, weshalb die Kinderkommission jetzt eine Fragestunde für die Wähler von morgen im Bundestag einführen will: Schüler fragen, Politiker antworten.
Bild: David Ebener, dpa (Symbol/Archiv)

Das Verhältnis zwischen Kindern und Politikern ist optimierungsbedürftig. Nun gibt es eine neue Idee aus Berlin: Schüler fragen, Politiker antworten.

Die kleine Marie wusste, was sie wollte. Immer wieder, notierte ein Reporter des Stern nach einem längeren Gespräch mit Sigmar Gabriel, sei das Interview mit dem damaligen SPD-Vorsitzenden durch dessen vierjährige Tochter unterbrochen worden. „Sie klammert sich an den Vater, will, dass er mit ihr und einem Troll spielt, der blinkt und auf Knopfdruck ruft: Umarme mich!’“

Kinderkommission will Fragestunde im Bundestag einführen

In der Kunst, sich Gehör zu verschaffen, sind unsere Kinder unseren Politikern weit voraus – aber werden sie auch gehört? Kinder sind (noch) keine Wähler und stören, so scheint es, im Zweifel nur. Unter den Gremien, in die Abgeordnete drängen, ist die Kinderkommission des Bundestages eines der weniger populären. Die CDU legt ihre Parteitage gerne in die erste Dezemberwoche, in der viele Väter unter den Delegierten und Besuchern eigentlich zu Hause als Nikoläuse gebraucht werden – und wenn eine Abgeordnete ihr Baby in Ermangelung anderer Betreuungsmöglichkeiten mal mit in den Landtag nimmt, muss sie damit rechnen, des Saales verwiesen zu werden. So geschehen 2018 in Thüringen.

Im Wahlkampf hat Angela Merkel sich schon von Kindern ausfragen lassen

Das Verhältnis zwischen den Politikern und den Kindern des Landes ist also optimierungsbedürftig, weshalb die Kinderkommission jetzt eine Fragestunde für die Wähler von morgen im Bundestag einführen will: Schüler fragen, Politiker antworten. Die Kanzlerin hat das im letzten Wahlkampf mit einer Kinderpressekonferenz schon mal ausprobiert. Seitdem wissen wir, dass sie gerne Spaghetti Bolognese isst und Wert auf bequemes Schuhwerk legt. Dass sie einen Troll hat, der wie Markus Söder aussieht und auf Knopfdruck ruft „Umarme mich!“, ist allerdings nur ein Gerücht.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren