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Markus Blume im Interview
24.08.2019

CSU-Parteizentrale soll als erste in Deutschland klimaneutral werden

CSU-Generalsekretär Markus Blume.
Foto: Ulrich Wagner

Exklusiv „Wir wollen jeden zu einem Klimaschützer machen“ sagt CSU-Generalsekretär Blume. Dafür kündigt er einen Umbau der Parteiarbeit bis zu Werbegeschenken an.

Die CSU will künftig auch ihrer Parteiarbeit beim Klimaschutz eine führende Rolle einnehmen und ihre erst kürzlich neubezogene Parteizentrale umrüsten. „Wir wollen die erste klimaneutrale Parteizentrale sein“, kündigte CSU-Generalsekretär Markus Blume in einem Interview unserer Redaktion an. Dies gelte auch für die Parteiarbeit: „Wir sind gerade dabei, die CSU-Landesleitung klimaneutral zu machen, da hängt viel dran, angefangen von Druckerei und Druckprodukten, von Heizung, Fahrten, die nicht vermeidbar sind, und so weiter“, sagte Blume. „Wir reden auch darüber, dass künftig die Werbekugelschreiber aus Holz und nicht aus Plastik sind“, fügte er hinzu. „Wir reden nicht nur darüber, was andere tun können, sondern wir schauen auch auf uns selbst.“

CSU-Klimaschutzkonzept soll deutsche Wirtschaft ankurbeln

Blume bekräftigte zugleich das Ziel, dass das geplante CSU-Klimaschutzkonzept, das die Partei im Herbst vorlegen will, zugleich als Konjunkturprogramm die deutsche Wirtschaft ankurbeln soll: „Die Bekämpfung des Klimawandels wird die Politik auf Jahrzehnte hinaus beschäftigen, das wird auf Dauer ein Top-Thema der Politik bleiben“, sagte der CSU-Generalsekretär. Die zweite große Aufgabe der Politik werde jedoch sein, die deutsche Wirtschaft auf Erfolgskurs zu halten, betonte der CSU-Politiker. „Beides hängt zusammen, deshalb schnüren wir ein großes Klima- und Konjunkturpaket.“

Am Ende werde ein starker Aufschlag stehen, kündigte Blume an. „Zugespitzt formuliert: Wir wollen jeden zu einem Klimaschützer machen“, betonte der CSU-Politiker. „Das bedeutet, dass wir nicht mit Verboten oder Zwang operieren, sondern dass wir kluge Anreize setzen, die das Klima schützen und die Konjunktur stützen“, fügte er hinzu. „Mit der CSU wird es keinen Klimaschutz zu Lasten des ländlichen Raums geben“, kündigte Blume an.

CSU will CO2-Ausstoß über Zertifikate regeln

Zentral sei ein neuer wirksamer Klimaschutzmechanismus: „Wir plädieren dafür, den bestehenden Emissionshandel auf bisher nicht erfasste Sektoren wie Verkehr, Gebäude und Wärmenutzung auszuweiten“, betonte Blume. „Für uns ist entscheidend, die Menge an CO2, so die emittiert wird, in den Griff zu bekommen.“ Das gehe am besten über eine Mengensteuerung mit Zertifikaten. „Das ist der Gegenentwurf zu einer CO2-Steuer: Nicht diejenigen bestrafen, die CO2 ausstoßen, sondern diejenigen steuerlich fördern, die CO2 vermeiden.“

Zudem werde das Konzept zahlreiche Detailvorschläge enthalten: „Ein Austauschprogramm für alte Heizungen, ein Anreizprogramm für energetische Sanierung, für die Anschaffung hocheffizienter Haushaltsgeräte oder für klimafreundliche Formen der Mobilität“, nannte Blume als Beispiels. „Das alles nützt dem einzelnen, hilft der Wirtschaft und schützt das Klima.“

Lesen Sie hier das vollständige Interview: CSU-Generalsekretär Blume: „Wir wollen jeden zu einem Klimaschützer machen"

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