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Regierung

26.11.2017

Mehrheit der Deutschen will Große Koalition

Nach der gescheiterten Sondierung mit FDP und Grünen will die Kanzlerin mit der SPD über eine Neuauflage der Großen Koalition verhandeln.
Bild: Gero Breloer, dpa (Archiv)

Die SPD gibt ihre Blockade auf, treibt aber den Preis für ein neues Bündnis nach oben. CSU-Chef Seehofer spricht derweil über ein Jobangebot der Kanzlerin.

Jetzt drückt Angela Merkel aufs Tempo. Nach der gescheiterten Sondierung mit FDP und Grünen will die Kanzlerin mit der SPD über eine Neuauflage der Großen Koalition verhandeln – und zwar so bald wie möglich. „Es wäre wünschenswert, sehr schnell zu einer Regierung zu kommen – nicht nur zu einer geschäftsführenden“, sagt die CDU-Chefin. Auch die Sozialdemokraten sind inzwischen gesprächsbereit. Die Mehrheit der Bevölkerung hätte ein schwarz-rotes Bündnis jedenfalls hinter sich.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa sprechen sich 52 Prozent der Befragten für eine Fortsetzung der Großen Koalition aus. Unmittelbar nach dem Aus für Jamaika wünschten sich das nur 18,3 Prozent der Deutschen. Die Aussicht auf instabile Verhältnisse hat offenbar viele Menschen ins Grübeln gebracht. Ein Bündnis von Union und SPD hält auch Horst Seehofer jetzt für „die beste Variante für Deutschland“. Nicht ausgeschlossen, dass der CSU-Chef in einer solchen Regierung selbst am Kabinettstisch Platz nimmt. Schon für ein Bündnis mit FDP und Grünen hatte Merkel ihn offenbar nach Berlin holen wollen. „Ich bin gefragt worden, ob ich für den Fall der Fälle ein Ministeramt übernehmen würde“, verriet Seehofer in einem Interview. In der CSU wird schon lange spekuliert, dass er sein Amt als Ministerpräsident abgeben, aber in die Bundespolitik wechseln und Parteichef bleiben könnte. „In dieser Frage bin ich aber noch unentschieden“, sagt Seehofer.

Viele in der SPD zeigen sich demonstrativ skeptisch

Nun hängt es vor allem von der SPD ab, ob eine neue GroKo zustande kommt. Am Donnerstag will Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Merkel, Seehofer und SPD-Chef Martin Schulz darüber sprechen. Die Sozialdemokraten stecken in der Klemme, weil sie noch am Wahlabend ausgeschlossen hatten, weiter mit der Union zu regieren und diese Position nach dem Aus von Jamaika bekräftigt haben. Nun könnte es doch anders kommen. Die Frage ist nur, zu welchem Preis Merkel die SPD überzeugen kann.

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Viele Sozialdemokraten zeigen sich demonstrativ skeptisch: Bundesaußenminister Sigmar Gabriel sagt, die Bildung einer neuen Großen Koalition sei kein Selbstläufer. Fraktionschefin Andrea Nahles betont, die neue Gesprächsbereitschaft bedeute nicht, „dass wir zum Notnagel der gescheiterten Bundeskanzlerin werden“. Und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer stellt klar: „Frau Merkel ist nicht in einer Position, in der sie Bedingungen stellen kann.“ Die Kanzlerin wiederum ist enttäuscht, dass die SPD „kein gutes Wort über die gemeinsame Regierungsarbeit findet“. Zugleich hält sie dem bisherigen und vielleicht auch künftigen Koalitionspartner alle Türen offen. „Man muss in Respekt aufeinander zugehen und dann vernünftige Lösungen finden“, sagt Merkel.

Es gibt übrigens noch eine zweite Umfrage, die Schwarz-Rot Rückenwind liefern könnte: Im „Sonntagstrend“ von Emnid legt die Union im Vergleich zur Vorwoche um zwei Prozentpunkte zu, die SPD gewinnt einen Punkt. Die verhinderten Jamaikaner FDP und Grüne verlieren einen Punkt. Beide wiesen sich am Wochenende gegenseitig die Schuld am Platzen der Sondierung zu.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Umfrageinstitut Civey zusammen. Was es mit den Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

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Die Diskussion ist geschlossen.

03.12.2017

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa sprechen sich 52 Prozent der Befragten für eine Fortsetzung der Großen Koalition aus...

Wen haben die denn befragt? Das glaubt doch kein Mensch, der eine Handvoll politisch interessierter Zeitgenossen im Bekanntenkreis hat.

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27.11.2017

Wenn die Umfragen-Wasserstandsmeldungen immer wieder EINES Institutes als Meinung des Volkes missbraucht werden, stimmt eben etwas nicht.

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Wenn darüber hinaus die FDP mit einer Zustimmung von 12 % erfasst wird. Und einen Tag später dieselbe FDP von Emnid mit 9%, ohne dass dieser Wert öffentlich auftaucht, kann doch jeder erkennen, dass hier eine Völkerverdummung betrieben wird.

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Nicht so sehr von den Instituten. Es sind die politischen Hilfstruppen einer Richtung, einer Patei, die aus der Momentaufnahme einer Befragung eine gezielte FAKE NEWS machen. Journalisten sind sehr hilfswillig.

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27.11.2017

Von welchen Völkern reden Sie denn -> Völkerverdummung?

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28.11.2017

Von den selektiven Völkern, nicht von denen die einst Ernst Reuter beschworen hatte.

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Von Völkern der Anbetung, von Völkern der fundamentalen Ablehnung, von eingebildeten Völkern, von den verschiedenen Abhängigen, die sich so unabhängig wähnen.

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Von deren Beeinflussung sich Meinungsbildende Erfolg erhoffen und versprechen. Regional, national. Bis hin zu internationalen Interpretationen.

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Der Weg der Vereinzelnung ist doch gegenwärtig groß in Mode.

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26.11.2017

Liebe AZ, könnten Sie bitte endlich mit diesen Schlagzeilen ála "Mehrheit der Deutschen will ...." aufhören!?
Es handelt sich im vorliegenden Fall wieder mal um eine Umfrage des INSA-Instituts, unter anderem von der BILD beauftragt, mit etwa 1000 (!) Befragten. Somit stimmten also etwas über 500 Personen für eine GroKo. Der Hinweis auf die eventuelle repäsentative Relevanz der Umfrage auf 60 Mio. *Wahlberechtigte* (was auch nicht unbedingt "Die Deutschen" bedeutet) kann angebracht werden, aber ansonsten handelt es sich definitiv NICHT um die MEHRHEIT DER DEUTSCHEN!
Mich hat im Übrigen niemand befragt, und ich gehöre auch sicher nicht zur Mehrheit "der Deutschen".

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27.11.2017

Diese merkwürdige Mehrheit wollte gestern noch Jamaika - und morgen?

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27.11.2017

Sie haben völlig Recht. Das mit der "Mehrheit" oder "wir Deutsche" oder so ähnich. Ich fühle mich da nicht angesprochen. Völliger Schwachsinn. Aber die Presse darf halt nun mal für alle sprechen oder auch für alle ... die Unwahrheit sagen.

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