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24.02.2018

Merkel nominiert ihr Personal

CDU: Wer kommt als Minister zum Zug?

Am Sonntag, einen Tag bevor sich die CDU zu ihrem Bundesparteitag in Berlin trifft, will Parteichefin Angela Merkel die Spekulationen um die Besetzung der sechs CDU-Ministerposten beenden.

Für das Wirtschaftsministerium als gesetzt gilt der Merkel-Vertraute Peter Altmaier, bisher Kanzleramtsminister. Der Saarländer soll ein Ziel verfolgen, das im Mittelpunkt des künftigen Grundsatzprogramms der CDU stehen wird: eine grundlegende Reform der Sozialen Marktwirtschaft. Altmaier soll damit praktisch das Erbe des großen CDU-Wirtschaftspolitikers Ludwig Erhard, dem „Vater der Sozialen Marktwirtschaft“, antreten.

Altmaiers Erbe im Kanzleramt antreten dürfte wiederum Helge Braun aus Hessen werden. Der 45-jährige Mediziner gehört bereits jetzt als Staatsminister im Kanzleramt zum engeren Kreis der Merkel-Vertrauten.

Obwohl durch Bundeswehr-Skandale und gravierende Ausrüstungslücken bei der Truppe mächtig unter Druck geraten, kann Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ihr Amt wohl behalten.

Das Landwirtschaftsministerium, das die CDU von der CSU übernimmt, dürfte mit einiger Wahrscheinlichkeit an Julia Klöckner gehen. Die bisherige Oppositionsführerin in Rheinland-Pfalz war bereits Staatssekretärin in diesem Ressort.

Spannend wird es bei den zwei verbliebenen Ressorts Bildung und Gesundheit. Bildungsministerin Johanna Wanka strebt keine weitere Amtszeit mehr an. Zeitweise hieß es, Hermann Gröhe, geschäftsführender Gesundheitsminister, werde sein Amt seiner bisherigen Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz überlassen und das Bildungsministerium übernehmen. Doch inzwischen sind die Aktien von Jens Spahn gestiegen, dem 37-jährigen Wortführer der Konservativen in der CDU. Weil Merkel angekündigt hat, die Hälfte der Kabinettsposten an Frauen zu vergeben, könnte der nüchtern-zurückhaltende Hermann Gröhe trotzdem im Gesundheitsministerium Platz für die 51-jährige Annette Widmann-Mauz machen müssen. Und am Ende mit leeren Händen dastehen.

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