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Tod des Altkanzlers

21.06.2017

Merkel wird bei Trauerfeier für Helmut Kohl sprechen

Altkanzler Kohl ist am Freitag im Alter von 87 Jahren in seinem Haus gestorben.
Bild: Christoph Schmidt/dpa

Am 1. Juli soll eine Trauerfeier für Helmut Kohl stattfinden. Die Abstimmung der Zeremonie ist nicht einfach. Nun steht die Rednerliste. Der Familienstreit geht aber weiter.

Kanzlerin Angela Merkel und führende Vertreter Europas werden die Verdienste des verstorbenen Alt-Kanzlers Helmut Kohl beim europäischen Trauerakt am 1. Juli würdigen. Bei der Gedenkfeier im Europaparlament in Straßburg würden neben der CDU-Chefin EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani, EU-Ratspräsident Donald Tusk und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker sprechen, teilte das Bundesinnenministerium am Mittwoch in Berlin mit. Außerdem sollen der französische Präsident Emmanuel Macron und der frühere US-Präsident Bill Clinton Reden halten. Der Streit zwischen dem älteren Sohn Kohls, Walter, und der Witwe des Altkanzlers eskaliert unterdessen weiter.

Nach Tod von Helmut Kohl: Familienstreit zwischen Witwe und Sohn eskaliert

Begleitet von zwei Enkelkindern versuchte Walter Kohl vergeblich, in das Haus seines Vaters in Ludwigshafen zu gelangen. Er sagte, er sei von der Polizei auf ein Hausverbot hingewiesen worden. Am Freitag war der Sohn am Sterbebett seines Vaters gewesen. Von dessen Tod hatte er nach eigenen Angaben aus dem Radio erfahren. Kohl war am Freitag im Alter von 87 Jahren nach langer Krankheit in seinem Haus gestorben.

Der Anwalt von Maike Kohl-Richter, Stephan Holthoff-Pförtner, warf Walter Kohl vor, einen Eklat zu inszenieren. Der langjährige Anwalt und Vertraute Kohls sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin, er habe am Dienstag das Gespräch mit dem Kohl-Sohn gesucht, um die Abläufe der Trauerfeierlichkeiten zu bereden und zu klären, wie sich die Söhne und Enkel von Helmut Kohl verabschieden könnten. Ziel sei es gewesen, die Teilnahme der Söhne und ihrer Familien an allen Trauerzeremonien zu besprechen.

Walter Kohl habe eingewilligt, am Dienstagnachmittag ein Telefonat dazu zu führen, sagte Holthoff-Pförtner. Zum verabredeten Zeitpunkt sei dieser dann aber nicht erreichbar gewesen - trotz mehrfacher Kontaktversuche. "Er hat sich diesem Gespräch entzogen." Dass Walter Kohl stattdessen am Mittwoch mit Kohls Enkeln unangemeldet vor dem Haus in Ludwigshafen-Oggersheim auftauche und um Einlass bitte, sei "die gewollte und bewusste Inszenierung eines Eklats". Die Darstellung Walter Kohls, er werde abgeschirmt, sei falsch.

Trauerfeier für Helmut Kohl: Abtimmung der Zeremonie gestaltet sich schwierig

Holthoff-Pförtner dementierte einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", wonach Merkel nach dem Willen von Kohl-Richter auf dem Trauerakt ursprünglich nicht habe sprechen sollen. "Es gab zu keinem Zeitpunkt in der Familie Helmut Kohls Bedenken gegen eine Rede der Bundeskanzlerin beim Trauerakt in Straßburg", sagte der Anwalt der dpa. Der "Spiegel" schreibt, Kohl-Richter habe die Idee präsentiert, dass ausschließlich ausländische Gäste sprechen sollten, darunter der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban, einer der erbittertsten Gegner von Merkels Flüchtlingspolitik. Erst als Vertraute vor einem Eklat gewarnt hätten, sei sie von diesen Überlegungen abgerückt.

Der Anwalt wies auch die Darstellung der "Bild"-Zeitung vom Dienstag zurück, die Witwe habe konkrete Vorstellungen für Gästeliste und Ablauf gehabt, die die Organisation eines offiziellen deutschen Staatsaktes für Kohl schwierig gemacht hätten.

Regierungssprecher Steffen Seibert wollte sich zu Berichten über schwierige Abstimmungsgespräche zu den Trauerzeremonien nicht äußern. Auch Informationen, nach denen Kohl-Richter eine Rede von Bundespräsident Franz-Walter Steinmeier habe verhindern wollen, wollte er nicht kommentieren. Seibert sagte: "Allen Beteiligten ist vollkommen klar, welch singulär große Rolle Helmut Kohl bei zwei entscheidenden politischen Aufgaben der vergangenen Jahrzehnte gespielt hat" - der europäischen Einigung und der deutschen Einheit.

Bestattung von Helmut Kohl: Trauerfeier in Straßburg und Ruhestätte in Speyer

Der Trauerakt im Europäischen Parlament in Straßburg wird nach Angaben des Innenministeriums am 1. Juli um 11 Uhr beginnen und etwa zwei Stunden dauern. Kohls Sarg werde dabei mit einer Europafahne bedeckt sein. Anschließend werde dieser per Hubschrauber nach Deutschland gebracht. Nach der Landung in der Nähe von Ludwigshafen werde der Sarg nach Speyer übergeführt, wo im Dom am späten Nachmittag eine Totenmesse geplant sei. Aus gut unterrichteten Kreisen ist bekannt, dass für diese Teilstrecke angedacht ist, den Sarg mit Kohl per Schiff zum Dom zu bringen. Unklar ist noch, ob dies organisatorisch machbar ist.

Das Ministerium teilte weiter mit, im Anschluss an die Totenmesse werde es vor dem Dom ein "militärisches Abschiedszeremoniell mit Ehrenformation" geben. Danach werde Kohl beigesetzt. Kohl wird seine letzte Ruhestätte auf einem Friedhof in Speyer finden und nicht im Familiengrab der Kohls in Ludwigshafen. dpa/AZ

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21.06.2017

Wie soll man es nennen, das Verhalten Helmut Kohls über seinen Tod hinaus. Das seiner Witwe?

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Ein deutscher Staatsakt wurde zu Kohl Begräbnis nicht geplant. Dem stehe der jetzige Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Steinmeier/SPD, damals Kanzleramtsminister von Kanzler Schröder/SPD, entgegen.

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Denn DER sei ja verantwortlich für die 1998 schlechte Behandlung des abgewählten Kanzlers Kohl Die Gerüchte über Aktenvernichtungen.

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Und wie soll man es einordnen, dass auf einer dann europäischen Trauerfeier nur Ausländer sprechen sollten? Ein Viktor Orban aus Ungarn? Und eben KEINE Merkel als Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland und kein Bundespräsident Steinmeier?

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Nun, der Eklat, die Kanzlerin Deutschlands verbal auszusperren, ist schiefgegangen. Der Erste Mann im Staate Bundesrepublik Deutschland hat weiterhin Sprechverbot . Ich meine, diese und andere, familiäre, Unglaublichkeiten in der Vorbereitung der letzten Ruhe Kohls, machen einen sprachlos.

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DAS ist der bittere,piefige, provinzielle Anspruch des Helmut Kohl und seiner Witwe.

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Den normalen Anspruch eines Landes, seine großen Toten zu ehren, wird ein Riegel vorgeschoben. Denn dieser europäische Trauerakt ist ja nichts weiter, als eine weitere,beabsichtigte Selbsterhöhung unter respektlosem Ausschluss von Personen, die ihm, Kohl, vor fast 20 Jahren, angeblich nicht zu Diensten waren.

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Wenn man dann ein, wie ich finde, würdeloses familiäres Schmierentheater im privaten Bereich, und ein solcher ist eben im Moment gleichzeitig öffentlich, abzieht, dann reicht es mir, Herr Kohl.

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Wie schreibt in der SZ Heribert Prantl heute?

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„Es wäre dem großen Kanzler zu wünschen gewesen, dass er noch die Größe und Kraft gehabt hätte, sich über den Grimm, Groll und Hass gegen die, die er für seine Feinde hielt, zu erheben.“

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Was bleibt ist ein kleingeistiger Kohl und eine Witwe, die familiären/politischen Anstand peinlichst vermeidet.

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