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Finanzkrise in Island

23.04.2012

Nach Bankenpleite: Ex-Premierminister Geir Haarde muss nicht ins Gefängnis

Dem Gefängnis entgangen: Wegen grober Pflichtverletzung durch Untätigkeit unmittelbar vor der Finanzkrise musste sich Islands Ex-Ministerpräsident Geir Haarde in Reykjavik vor Gericht verantworten.
Bild: (Archivbild) dpa

Islands ehemaliger Premierminister muss nicht in Haft. Ein Sondergericht hat den 61-Jährigen freigesprochen.

Islands früherer Regierungschef Geir Haarde muss wegen der verheerenden Bankenpleite seines Landes im Jahr 2008 nicht ins Gefängnis. Ein Sondergericht sprach den 61-Jährigen am Montag nur in einem von vier Anklagepunkten schuldig.

Bankenpleite: Haarde hatte versäumt, die Regierung zu informieren

Haarde hatte es demnach damals versäumt, die Regierung ausreichend über den Zusammenbruch des heimischen Bankensystems im Zuge der weltweiten Finanzkrise zu informieren. Dieses Vergehen sei aber nicht ausreichend gewesen, um ihn zu einer Gefängnisstrafe zu verurteilen. Im Falle eines Schuldspruchs in allen Anklagepunkten hätten ihm bis zu zwei Jahre Haft gedroht. Haarde war im Januar 2009 zurückgetreten.  dpa

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