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Nordkorea
02.05.2021

Nordkorea wirft den USA "konstante nukleare Erpressung" vor

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist einer der Hauptfeinde für Joe Biden.
Foto: KCNA, dpa

Nordkorea testet weiter Atomwaffen, das führt zu Konflikten mit den USA. Präsident Biden will nun härter gegen die Diktatur vorgehen. Die fühlt sich erpresst.

Die selbst erklärte Atommacht Nordkorea hat US-Präsident Joe Biden wegen seiner Warnung vor ihrem Kernwaffenprogramm einen schweren Fehler vorgeworfen und mit Konsequenzen gedroht. Der Hauptpunkt der neuen Nordkorea-Politik der USA sei jetzt deutlich geworden, erklärte der Leiter der Abteilung für US-Angelegenheiten im nordkoreanischen Außenministerium, Kwon Jong Gun, am Sonntag in Anspielung auf die erste Rede Bidens als Präsident vor dem US-Kongress vor einigen Tagen. Darin hatte Biden Nordkorea als "ernste Bedrohung" für die Sicherheit der USA und der Welt bezeichnet.

Nordkoreanischer Außenminister: "USA werden sich in ernster Situation wiederfinden"

Kwon bezeichnete Bidens Äußerungen als nicht tolerierbar. Biden habe "im Licht der heutigen Sichtweise einen groben Fehler begangen", wurde Kwon von den Staatsmedien zitiert. Nordkorea werde gezwungen sein, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, "und mit der Zeit werden sich die USA in einer sehr ernsten Situation wiederfinden".

Wie es von Pjöngjang üblich ist, warf Kwon den USA eine feindselige Politik und "konstante nukleare Erpressung" vor. Die Entwicklung von Atomwaffen durch sein Land stellte Kwon als Recht auf Selbstverteidigung dar.

USA wollen ihre neue Nordkorea-Politik veröffentlichen

Nordkorea ist wegen seines Atomprogramms harten internationalen Sanktionen unterworfen. Unter anderem entwickelt das Land auch Langstreckenraten, die besonders von den USA als Gefahr wahrgenommen werden.

Bidens Äußerungen zu Nordkorea erfolgten vor der Veröffentlichung einer neuen Politik gegenüber Pjöngjang. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, hatte zuletzt bestätigt, dass die Überprüfung der Politik jetzt abgeschlossen sei. Die neue Politik stelle "einen angemessenen, praktischen Ansatz für die Diplomatie mit Nordkorea dar, mit dem Ziel, die Bedrohung für die USA zu beseitigen", zitierte die Washington Post am Freitag einen hochrangigen US-Regierungsbeamten. Details wurden zunächst nicht bekannt. (dpa)

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02.05.2021

Warum hat man denn heute noch A-Waffen? Sie dienen doch im wesentlichen zur Abschreckung. Und ein gewisses Drohpotential steckt wohl auch dahinter, nach dem Motto: ... wenn du mich angreifst habe ich ein noch bessere Antwort ...

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02.05.2021

@Andreas B.
Nordkorea hat den Korea-Krieg angefangen. Die Behandlung der eigenen Bevölkerung kommt schon fast einem Krieggegendiese gleich.
@Rainer Nödel
Die Atomschläge waren dahingehend nicht sinnlos, da eine Landung der Alliierten auf den japanischen Inseln vermutlich viel mehr Tote gefordert hätte. Auch und besonders in der Zivilbevölkerung. Solche unpersönlichen Statistiken verringern leider nicht das persönliche Leid.
Hätten die USA wirklich versucht die Ausbreitung zu verhindern, hätte es sich deutlich früher viele Möglichkeiten gegeben. Die UdSSR war beispielsweise noch einige Jahre nach dem Kriegsende noch keine Atommacht. Die USA ist kein Engel,aber auch nicht so ein Teufel wie in einigen Köpfen herumspuckt.

Die Sanktionen gegen Nordkorea wurden vom UN Sicherheitsrat beschlossen. Dort haben nicht nur die USA ein Vetorecht.
Aber es ist interessant, dass bei einigen selbst für ein so menschenverachtendes Regime wie in Nordkorea Partei ergriffen wird, wenn man gegen die USA schreiben kann. Als würden die USA ernsthaft Nordkorea einnehmen wollen.
Das Nordkorea immer wieder Südkorea und Japan bedroht, spielt bei der Einschätzung natürlich keine Rolle.
Man könnte denken, dass einigen die Niederlage vor knapp 80 Jahren noch in den Knochen steckt.

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02.05.2021

Seit den ersten Atomschlägen gegen Japan (Hiroshima/Nagasaki), die zudem noch total überflüssig waren, haben sich die USA als die Macht dargestellt, die alleine darüber entscheiden kann, welches Land Atomwaffen hat oder nicht. Bei Verbündeten konnte man natürlich nichts tun.
Aber die anderen sahen nur im Besitz von Atomwaffen einen Faktor, die USA davon abzuhalten sie anzugreifen.
Das Beste wäre alle Atomwaffen zu verschrotten, aber da machen die heutigen Atommächte nicht mit, allen voran, - die USA, die zudem das größte Arsenal haben.

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02.05.2021

Nur mal aus Interesse, wieviele Länder hat Nordkorea bisher angegriffen? Mit welchen Ländern hat es Krieg angefangen?
Kann es sein, dass Nordkorea seit Jahrzehnten mit feindseligen Sanktionen belegt wurde, weil es einfach politisch nicht in das Bild der USA passt?

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02.05.2021

Also ich würde eher befürchten, dass Sie in Nordkorea nicht lange um Grundrechte streiten würden bzw. überhaupt können. Ob dort aggressiv nach außen agiert wird dürfte dabei keine Rolle spielen.

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