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OECD-Studie
19.03.2019

Am meisten Sorgen machen sich die Deutschen über ihre Rente

Die Angst um die eigene Rente ist langfristig die größte Sorge der Deutschen. Das ergab eine Umfrage der OECD.
Foto: Felix Kästle, dpa (Symbol)

Die langfristig größte Sorge der Deutschen ist die um ihre Rente. Das hat eine Umfrage der OECD ergeben. Diese zeigt auch, wovor sich die Deutschen sonst noch fürchten.

Fast vier von fünf Deutschen sorgen sich nach einer repräsentativen Umfrage der OECD um ihre finanzielle Situation im Alter. Langfristig sehen 76 Prozent der rund 1000 Befragten zwischen 18 und 70 Jahren ihre Rente als eine Hauptsorge, heißt es in dem Bericht, der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. 

Fast die Hälfte der Deutschen (45 Prozent) wäre laut Umfrage bereit, für eine höhere Rente zusätzlich zwei Prozent ihres Einkommens als Steuer- oder Beitragszahlung zu leisten. Damit liege Deutschland bei der Befragung in 21 Ländern deutlich über dem Durchschnitt von 38 Prozent, heißt es in der Untersuchung.  

Krankheit, Kriminalität, finanzielle Schwierigkeiten: Davor haben die Deutschen Angst

Kurzfristig fürchtet sich rund die Hälfte der Befragten vor Krankheit und Behinderung (51 Prozent), gefolgt von Kriminalität und Gewalt (47 Prozent). Finanzielle Schwierigkeiten kamen bei den kurzfristigen Ängsten mit 43 Prozent auf Platz 3. 

Eine große Mehrheit der Deutschen (78 Prozent) ist der Meinung, dass die Regierung mehr für die wirtschaftliche und soziale Absicherung des Einzelnen tun sollte. Mit Blick auf 21 andere OECD-Staaten ist das ein Mittelwert. Den Spitzenplatz belegt Griechenland mit mehr als 90 Prozent. Am unteren Ende der Skala rangieren Frankreich und Dänemark mit Werten zwischen 40 und 50 Prozent. 

 

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Nur ein knappes Fünftel (18 Prozent) der Befragten in Deutschland glaubt allerdings, dass sich die Regierung bei der Einführung und Anpassung öffentlicher Leistungszahlungen für die Meinung der Bevölkerung interessiert.

Rund drei Viertel der Deutschen (77 Prozent) sind in der Umfrage der Ansicht, dass die Regierung Reiche stärker als bisher besteuern sollte, um ärmere Bevölkerungsgruppen zu unterstützen. Damit gibt es in Deutschland mehr Befürworter einer stärkeren Umverteilung als in den meisten anderen Ländern.  

Die Abkürzung OECD steht für die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Das Bündnis mit 36 Mitgliedstaaten will Politik unterstützen, die das wirtschaftliche und soziale Wohl der Bevölkerung fördert. Für die Umfrage wurden 2018 in zwei Wellen im Frühjahr und Herbst in 21 OECD-Ländern insgesamt 22.000 Menschen interviewt, darunter neben Europa auch in Israel, Chile, Mexiko und den USA. (dpa)

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