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26.05.2019

Pressestimmen zur Europawahl: "Schallende Ohrfeige für die GroKo"

Die Pressestimmen zur Europawahl beschäftigen sich vor allem mit den miserablen Ergebnissen für Union und SPD.
Bild: Wolfgang Kumm, dpa

Die Pressestimmen zur Europawahl beschäftigen sich vor allem mit den miserablen Ergebnissen für Union und SPD - und den Konsequenzen, die nun Folgen müssen.

"Bei der Europawahl haben Union und SPD die Quittung für ihre Konturlosigkeit und die Beschäftigung mit sich selbst bekommen. Die EU muss jetzt beweisen, dass sie bürgernah ist – als erstes bei der Kür des Kommissionspräsidenten." Welt

"Was sind die Folgen dieser Wahl? In Europa hat das Parlament einen deutlichen Machtzuwachs zu verzeichnen. Der nächste EU-Gipfel am Dienstag wird sich wohl nicht trauen, in Hinterzimmern den Kommissionspräsidenten auszukungeln. Und den rechten Europaverächtern sagt die hohe Wahlbeteiligung: Wir sind mehr! In Deutschland sind die Folgen eine weitere Schwächung der Bundesregierung, die keinen plausiblen Anlass zum Ende findet und daher notgedrungen weitermacht." Flensburger Tagblatt

"Die glücklos agierende CDU-Doppelspitze Merkel/Kramp-Karrenbauer wird den Bürgern immer suspekter. Die Unions-Damen erlebten gestern ihr Waterloo - trotz Weber-Bonus. Und die panische SPD findet im Lift nach unten den Halteknopf nicht. Was das alles heißt, muss sich zeigen: Kramp-Karrenbauer ist als Kanzlerkandidatin beschädigt, und Andrea Nahles wird immer mehr zur Theresa May der SPD. Fein raus ist nur die Kanzlerin. Den Wahlkampf hat sie listig ihrer Freundin überlassen." Münchner Merkur 

Pressestimmen zur Europawahl: "Schallende Ohrfeige für die GroKo"

"Dieses Europawahl-Ergebnis gleicht einer schallenden Ohrfeige für die große Koalition in Berlin. Mit einer defensiven, den Niederungen des streitintensiven Wahlkampfes entstiegenen Angela Merkel verliert die Union acht Prozent - ein deutlicher Warnschuss für die neue Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Viel heftiger aber trifft es die SPD, deren Wahlergebnis selbst die schlimmsten Befürchtungen noch übertrifft." Westfälische Nachrichten

"Man kann das als Warnsignal bezeichnen, als Ohrfeige oder als Tiefschlag - den Betroffenen dürfte es fast schon egal sein. Für Union und SPD zeigt sich an diesem Wahlsonntag, wie gravierend ihre Probleme sind, für Wähler noch irgendwie attraktiv zu erscheinen." Süddeutsche

"Bei der Europawahl haben Union und SPD die Quittung für ihre Konturlosigkeit und die Beschäftigung mit sich selbst bekommen. Die EU muss jetzt beweisen, dass sie bürgernah ist – als erstes bei der Kür des Kommissionspräsidenten." Zeit

"Die Parteien der Großen Koalition haben gewaltig Federn lassen müssen - sowohl die SPD als auch die CDU bekamen ihre Quittung für eine ambitionslose und wenig zukunftsfähige Politik in Berlin. Vieles an der Kritik der vergangenen Tage mag unfair sein, manches wie im heiß diskutierten Rezo-Video ist sogar gefährlich vereinfachend. Aber die großen Herausforderungen gehen im großkoalitionären Klein-Klein unter. " Heilbronner Stimme

Pressestimmen zur Europawahl: Am Ende ist diese Union nicht

"War diese Wahl das Schlachtfeld, auf dem sich die Zukunft der EU entscheiden würde? Am Ende ist diese Union, die schon lange mehr als ein Projekt ist, jedenfalls nicht. Die Bäume der Rechtspopulisten wachsen nicht in den Himmel. In Österreich bekam die FPÖ die Quittung für „Ibiza“." FAZ

"Ob sich der andauernde Niedergang der SPD allein mit erneutem Personalwechsel an der Spitze ändern lässt, scheint zumindest zweifelhaft. Vielleicht ist es in der SPD aber auch an der Zeit, mehr die Struktur in den Vordergrund bei der Ursachensuche zu stellen. Denn offenbar findet diese Partei keine Fragestellungen und Antworten, die von Wählern angenommen werden." Mannheimer Morgen

In unserem Podcast "Bayern-Versteher" analysieren wir die Wahl – und sprechen unter anderem über die bröckelnde Macht der Volksparteien. Hier können Sie reinhören:

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