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Rente
25.11.2016

Nahles will Rentenniveau bis 2045 auf 46 Prozent halten

Nahles sagte auf die Frage, ob Rente ein Wahlkampfthema werde, die Rente stehe weiter auf der Tagesordnung.
Foto: Bernd von Jutrczenka/Archiv (dpa)

Sozialministerin Andrea Nahles hat ihrer doppelte Haltelinie benannt - ein ehrgeiziges Ziel, das nicht zum Nulltarif zu haben ist.

Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) will das Rentenniveau bis 2045 auf 46 Prozent halten. Der Beitragssatz solle in dieser Zeit nicht über 25 Prozent steigen, kündigte sie am Freitag in Berlin bei der Vorstellung ihres langfristigen Rentenkonzeptes an. Wenn nichts geschehe, werde das Rentenniveau voraussichtlich auf 41,7 Prozent fallen. Daher wolle sie diese doppelte Haltelinie einziehen. 

Viele wollten das heutige Niveau von 48 Prozent festschreiben und den Beitragssatz bei 24 Prozent halten. Dazu sei aber eine gesamtgesellschaftlichen Anstrengung nötig, sagte Nahles und schlug einen nationalen Aktionsplan vor. Das alles sei nicht zum Nulltarif zu haben. Teile des Rentenkonzeptes waren auch beim Rententreffen der Koalitionsspitze am Vorabend angesprochen worden. 

Die derzeitig gute Konjunktur führe dazu, dass das Rentenniveau höher liege als befürchtet, sagte Nahles weiter. Ihr Rentenkonzept habe drei zentrale Ziel: die Hauptursachen für Altersarmut beseitigen, den Lebensstandard möglichst halten sowie eine nachhaltige und gerecht finanzierte Rente gewährleisten. 

Nahles für "gesetzliche Solidarrente"

Nahles schlug für Geringverdiener eine "gesetzliche Solidarrente" vor. Wer 35 Jahre Beiträge geleistet habe, solle mehr Rente bekommen als nur die Grundsicherung im Alter. Die Solidarrente solle zehn Prozent über dem Betrag liegen, der an Grundsicherung gezahlt werde. 

Nahles sagte auf die Frage, ob Rente ein Wahlkampfthema werde, die Rente stehe weiter auf der Tagesordnung. Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) hatte sich unmittelbar zuvor gegen einen Wahlkampf rund um die Alterssicherung gewandt. Angesichts der Beschlüsse sehe er nun keine Notwendigkeit, einen Rentenwahlkampf zu führen. 

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Allerdings deutete CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt an, dass ihre Partei die Mütterrente im Wahlkampf thematisieren wolle. Die CSU will das Thema in ihr Programm zur Bundestagswahl schreiben. dpa

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Die Diskussion ist geschlossen.

25.11.2016

Das Umlageverfahren ..... das Schneeballsystem Rente,

dadurch das der Rentenbeiträgeüberschüsse nicht in die Deutsche Wirtschaft als Rücklage investiert wurde, sondern für andere Leistungen Zweckentfremdet wurde, von der Berühmten Hand in den Mund .... auf Steuerzahlers kosten.

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Für Sozialschwache ist doch fast egal, ob diese 41,7 oder 48% bekommen, da diese eh zur Grundsicherung aufstocken müssen.

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Diejenigen die höhere Ansprüche an die Rentenkasse haben:

Frage ich mich nur, woher soll das Geld kommen, wenn Faktisch 1,2 Beitragszahler .... 1 Rentner verhalten müssen ?

Woher soll das viele Geld für die Pensionäre kommen, wenn Deutschland nur noch eine Wirtschaftskraft wie Portugal hat (Brüssel gleicht die Wirtschaftsregionen der EU, auf einen Nenner an )

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Da liegt es doch nahe, der wohl möglicherweise der Tag kommt, andem alle Rentner und Pensionäre nur noch eine Grundsicherung bekommen ?

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Die Inflation wird mit ihrem Hebel, den Wohlstand der Bürger langsam aber sicher "auffressen" .......

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21.12.2016

Die Frage mit den 1 zu 1,2 ist doch einfach: Die Produktivität ist inzwischen so weit gestiegen, dass einer locker 2,2 Leute durch bringt. Früher hat man das auch geschafft, da hieß es nur nicht Rente sondern jeder zieht seine eigene Familie durch. Gut damals brauchte auch nicht jeder vier Fernseher und drei Autos. Dann hat man erkannt, dass es leider nicht immer so laufen kann (z. B. alle Kinder tot, was soll man da machen?) und hat die umlagefinanzierte Rente erschaffen, die letztlich genau dasselbe macht, nur dass jeder mit gezogen wird. Was auch weiterhin wunderbar klappen würde, wenn nicht gerade diejenigen, die von der Produktivität anderer am meisten profitieren, anteilig am wenigsten davon an die Allgemeinheit abführen. Bzw. manche sogar gar nichts.

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25.11.2016

«Dazu sei aber eine gesamtgesellschaftlichen Anstrengung nötig, sagte Nahles und schlug einen nationalen Aktionsplan vor.»

Ich habe den wichtigen Teil des Satzes mal hervorgehoben. Da bin ich doch mal gespannt, ob sie irgendwann schnallt, dass es Teile unserer Gesellschaft gibt, die sich bei der Mehranstrengung in Sachen Rente stets zurückhalten bzw. raus halten können.

«Nahles schlug für Geringverdiener eine «gesetzliche Solidarrente» vor. Wer 35 Jahre Beiträge geleistet habe, solle mehr Rente bekommen als nur die Grundsicherung im Alter. Die Solidarrente solle zehn Prozent über dem Betrag liegen, der an Grundsicherung gezahlt werde.»

Kein Wort zur Finanzierung. Das Problem ist doch nicht, dass man nichts auszahlen will. Sondern dass das Geld dazu tatsächlich fehlen wird, wenn man nicht an der Einkunft-Schraube dreht. Und da sind schon einige Möglichkeiten vorhanden. Die Bescheiß-Variante mit der Steuerfinanzierung ist doch auch nur Veräppelung (teils im Wortsinne, man erinnere sich, wie gerne Apple hier Steuern zahlt) auf Kosten der Allgemeinheit.

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