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Rente
08.06.2021

Unions-Experte nennt Vorschläge zur Rente mit 68 „Wahnsinn“

Ein Expertengremium schlägt vor, das Renteneintrittsalter zu erhöhen.
Foto: Christophe Gateau, dpa (Symbolbild)

Exklusiv „Das sind Wahnsinnsvorschläge, das kann man vergessen“, sagt Peter Weiß, der Rentenexperte der Unionsfraktion im Bundestag. Gemeint ist die Idee, das Renteneintrittsalter zu erhöhen.

Ein Expertengremium des Bundeswirtschaftsministeriums hat ein Renteneintrittsalter von 68 Jahren ins Spiel gebracht. Das stößt auf scharfe Ablehnung in der Unionsfraktion. „Das sind Wahnsinnsvorschläge, das kann man vergessen“, sagte der Rentenexperte der Unionsfraktion im Bundestag, Peter Weiß (CDU) unserer Redaktion.

Prognose für die Jahre nach 2040 geht laut Peter Weiß (CDU) nicht

„Eine Prognose für die Jahre nach 2040, die kann man in die Tonne treten“, fügte der CDU-Politiker hinzu. „Die Entwicklung heute läuft zum Beispiel auch völlig anders, als der Rentenbericht vor zehn Jahre vorhergesagt hat“, betonte Weiß.

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08.06.2021

Warum kommt von diesen Politkern niemand auf die Idee,daß alle Einbezahlen. Auch Beamte???

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08.06.2021

Weil das deutsche Wahlvolk so bescheuert ist und diese abgehobene Kaste auch noch zu seinen Vertretern wählt . . .

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08.06.2021

Weil dann auch die Beamten Rente kassieren ... ob das Geld nun über die Rentenkasse fließt oder direkt aus dem Staatshaushalt überwiesen wird ist egal. Bezahlt werden muss es so oder so. Dazu kommt, dass während der Übergangsphase doppelt bezahlt wird. Die Pensionäre erhalten ihr Geld weiterhin direkt vom Staat und zusätzlich werden Rentenbeiträge für die noch arbeitenden Beamten fällig. Das ändert unter dem Strich nullkommanull.
Sobald die Boomer komplett in Rente gehen, werden die verbleibenden Arbeitnehmer deren Rente aus den laufenden Beiträgen bezahlen - so funktioniert die "Rentenversicherung" heute auch schon. Nur das dann mehr Rentner von weniger Arbeitnehmern finanziert werden, was höhere Beiträge erfordert. Gleichzeitig reduziert sich durch die höhere Abgabenlast die Möglichkeit der privaten Altersvorsorge. Die Beschlüsse der Regierung der letzten Jahren haben die Situation zusätzlich verschärft. Und nein, es ist nicht die vermeintliche Plünderung der Rentenkasse durch die Politiker oder wen auch immer. Die Rentenversicherung war schon immer eine Rentenumlage ohne nennenswertes Rücklagenmanagement. Der Generationenvertrag lebt davon, dass die Leute (ausreichend) Kinder bekommen, die dann später die Rente der Eltern finanzieren. Blöd ist halt, wenn die Leute keine Kinder mehr bekommen und die Gesellschaft überaltert. Dann trifft es halt die Jungen doppelt. Die Mathematik ist recht einfach, Aussitzen oder Leugnen ist keine Lösung.
Wahrscheinlich braucht es wieder ein BGH-Urteil analog dem Klimaurteil um eine gerechte Verteilung der Lasten zwischen Jung und Alt zu erreichen, was eigentlich die Aufgabe der Politik wäre. Traurig genug.

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08.06.2021

Kann mich nur Dirk T. nur anschließen. In vielen Berufen geht arbeiten bis 68 nicht. Viele Handwerker wie Maurer fangen mit 15 oder 16 an und sollen dann über 50 Jahre körperlich schwer arbeiten? Oder dann mit 60 Umschulung zum Buchhalter?????
Da sind Abschläge einkalkuliert.
Beamte mit einzubeziehen bringt nichts. Es gibt kurzfristig mehr Einzahler aber dann schnell mehr Bezieher. Beamte sollten nur Angestellte mit hoheitlichen Aufgaben (Polizei, Finanzverwaltung, ...)sein. In den 1980igern wurden Hausmeister usw. verbeamtet. Um sich die Sozialabgaben zu sparen. Die Folge sind jetzt hohe Pensionslasten weil kein Rücklagen dafür gebildet wurden ...
Das jetzige Rentensystem funktioniert nur bei (starkem) Bevölkerungswachstum.
Den zukünftigen Rentnergenerationen wird es immer schlechter gehen. Stärkere Belastung durch höhere Beiträge und damit weniger Spielraum zur privaten Vorsorge und gleichzeitig weniger zu erwartende Rente.
Wir brauchen keine Reform des Rentensystems sondern ein neues Rentensystem.

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09.06.2021

@ HARALD V.

"Wir brauchen keine Reform des Rentensystems sondern ein neues Rentensystem."

Und zwar eines, das als einigermaßen gerecht bezeichnet werden kann unter Einbeziehung aller lohnabhängig Beschäftigten, auch von Beamten und Parlamentariern, damit gerade letztere von ihren "klugen" Entscheidungen auch mal selbst "profitieren".
Ein Blick nach Österreich, in die Schweiz oder in skandinavische Länder könnte sehr hilfreich sein . . .

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09.06.2021

@Georg Kr.
Wenn dann alle und ohne Beitragsbemessungsgrenze. Eventuell mit einer Reduzierung des Beitragssatzes ab einer bestimmten Höhe. Eventuell könnte man auch eine Einheitsrente einführen. Wer mehr verdient kann ja privat auch mehr vorsorgen. Das Existenzminimum ist abgedeckt und der Rest ist Eigenverantwortung. Wer sich lieber ein schickes Auto und neueste Smartphones kauft und teure Urlaubsreisen macht statt für später zu sparen ist dann selber schuld und braucht nicht jammern.

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