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Armin Laschet

06.04.2012

Röttgen holt Konkurrenten in sein Schattenkabinett

Bundesumweltminister Norbert Röttgen Foto: Oliver Berg dpa

Der ehemalige nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin Laschet (CDU) soll nach einem Sieg der CDU bei der Landtagswahl neuer Innenminister werden.

Eine CDU-Sprecherin bestätigte am Freitag eine entsprechende Meldung des "Spiegel". Der Spitzenkandidat Norbert Röttgen holt damit seinen Konkurrenten im Kampf um den CDU-Landesvorsitz in sein Schattenkabinett. Bei einer Mitgliederbefragung im Jahr 2010 hatte sich Röttgen mit 55 zu 45 Prozent gegen Laschet durchgesetzt. In Nordrhein-Westfalen wird am 13. Mai ein neuer Landtag gewählt.

Der 51-jährige Laschet ist das vierte Mitglied im Schattenkabinett. Zuvor hatte Röttgen die parteilose Wirtschaftsprofessorin Claudia Kemfert (für Energie), den bisherigen Landtagsfraktionschef Karl-Josef Laumann (für Arbeit, Gesundheit, Soziales) und die Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Ursula Heinen-Esser (für Bundesangelegenheiten und Europa) nominiert.

Röttgen mit klarer Mehrheit zum Kandidaten gekürt

Am Mittwoch hatte die CDU in Nordrhein-Westfalen ihren Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in knapp sechs Wochen gekürt: Bundesumweltminister erhielt von den CDU-Delegierten deutliche 96,4 Prozent.Auf einem CDU-Kongress in Mülheim an der Ruhr am Mittwoch erhielt Norbert Röttgen 238  Ja-Stimmen, neun Delegierte stimmten mit Nein, einer enthielt sich. Röttgen griff in seiner Bewerbungsrede SPD und Grüne in NRW scharf  an.

Röttgen holt Konkurrenten in sein Schattenkabinett

Scharfe Töne in Röttgens Rede

Norbert Röttgen warf vor den Delegierten einer CDU-Landesvertreterversammlung SPD und Grünen "Inkompetenz" und "politische  Ideenlosigkeit" vor. Das einstige politische Projekt Rot-Grün sei  in NRW "verkommen zu einem inhaltslosen, inhaltsleeren  Machtbündnis". Es gebe Neuwahlen im bevölkerungsreichsten  Bundesland "allein aus dem Grund, weil Rot-Grün in diesem Land  gescheitert ist".

"Rot-Grün hatte eine Chance, Rot-Grün hat die Chance nicht  genutzt, und jetzt geht es darum, Rot-Grün abzulösen, damit unser  Land wieder eine Chance hat", sagte Röttgen unter dem Beifall der  Delegierten. Der Düsseldorfer Ministerpräsidentin Hannelore Kraft  (SPD) hielt Norbert Röttgen vor, sie nehme die Menschen nicht ernst.  "Hochmut kommt vor dem Fall", sagte der Bundesumweltminister.  Scharfe Kritik übte der CDU-Spitzenkandidat auch an der  Haushaltspolitik von SPD und Grünen. "Verschuldung ist unsozial",  sagte Röttgen.dpa

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