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Schule
13.12.2016

Lehrerverband will Abiturienten strenger benoten

Der Lehrerverband will Abiturienten strenger benoten.
Foto: Ina Fassbender, dpa (Symbolbild)

Gibt es eine „Inflation“ guter Noten? Bayern soll Zeugnisse aus "anspruchslosen Bundesländern" wie Berlin oder Nordrhein-Westfalen nicht anerkennen, sagt der Lehrerverbandschefs.

Immer mehr Schüler erreichen beim Abitur einen Einserschnitt. In Bayern hatten zuletzt zwei Prozent der etwa 38.000 Abiturienten die Traumnote 1,0. Das sind doppelt so viele wie vor zehn Jahren.

In anderen Bundesländern ist der Trend noch extremer. In Berlin etwa hat sich die Zahl dem Deutschen Lehrerverband (DL) zufolge vervierzehnfacht. DL-Präsident Josef Kraus hat den Freistaat deshalb am Montag in der Bild-Zeitung dazu aufgefordert, Abiturzeugnisse „anspruchsloser Bundesländer“ wie Berlin, Hamburg oder Nordrhein-Westfalen nicht mehr anzuerkennen.

"Nichts als Populismus"

Aus der Hauptstadt kam heftige Kritik. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft nannte Kraus’ Forderung „nichts als Populismus“. Der Chef des Landeselternausschusses, Norman Heise, sprach von einem „Affront“.

Kraus, der bis 2015 das Maximilian-von-Montgelas-Gymnasium in Vilsbiburg bei Landshut leitete, präzisierte gegenüber unserer Zeitung seine Idee: Er fordert, dass Kultusminister aus Ländern mit anspruchsvollem Abitur „Flagge zeigen und sagen, dass in den nächsten drei Jahren in puncto Qualitätssicherung etwas passieren muss“. Gelinge der Konsens nicht, sollten die Minister Konsequenzen ziehen.

Anforderungen seien kontinuierlich herabgesetzt worden

Kraus sieht die Ursache für die „Inflation“ an guten Noten nicht etwa darin, dass die Gymnasiasten besser werden. Vielmehr seien die Anforderungen kontinuierlich herabgesetzt worden. Bayern ist ihm zufolge eines der wenigen Bundesländer, in dem Grundschüler einen bestimmten Notenschnitt brauchen, um aufs Gymnasium zu wechseln.

Die Schulpolitik habe höhere Abiturientenquoten zum Ziel – auch auf Druck aus der Wirtschaft. Außerdem müsse sie „das G8 als Erfolg verkaufen“. Schulleiter und Verbandschefs in Bayern bestätigen, dass es im G8 leichter ist, gute Noten zu erlangen: Denn mündliche Leistungen zählen mehr als im G9 – und die Schüler tun sich leichter, einen Patzer in der schriftlichen Prüfung im Abfragen auszugleichen.

Ziel: Gemeinsames Niveau für Abschlussprüfungen

Aus dem bayerischen Bildungsministerium hießt es dazu, man habe nicht vor, Abiturzeugnisse aus anderen Ländern nicht mehr anzuerkennen. Ziel sei aber sehr wohl, ein gemeinsames Niveau für Abschlussprüfungen zu finden und die Ergebnisse vergleichbar zu machen – nicht nur am Gymnasium, sondern auch bei allen anderen Schultypen.

Die Grundlagen seien schon geschaffen, seit sich die Länder auf gemeinsame Bildungsstandards geeinigt hätten, die bis zu einem festgelegten Zeitpunkt erreicht sein müssten. Ein erstes Resultat: In den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch stammen die Prüfungsinhalte 2017 erstmals für alle 16 Bundesländer aus derselben Aufgabensammlung. Komplett identisch sind die Bögen nicht, denn die Länder wählen selbst, welche und wie viele Aufgaben aus diesem Topf sie stellen.

Mehrheit der Deutschen will Zentralabitur

Für Kraus ist das „Schaufensterpolitik“. Er fordert regelmäßige Tests in der Oberstufe, um den Leistungsstand der Schüler zu vergleichen. Ein Zentralabitur mit denselben Aufgaben für alle aber will er nicht. Das sei nur ein Kompromiss auf einem niedrigen Niveau. Die Mehrheit der Deutschen sieht das anders: Beim Ifo-Bildungsbarometer sprachen sich über 80 Prozent für einheitliche Prüfungen aus.

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Die Diskussion ist geschlossen.

13.12.2016

Das ist wieder der übliche Kultusbehördenschwachsinn, ausgetragen auf dem Rücken der Schüler.
Unser Hauptproblem in der Bildung sind nicht die Schüler, sondern 16 Kultusministerien mit 16 unterschiedlichen Lehrplänen. In jedem Bundesland werden regelmäßig neue Säue durchs Dorf gejagt, spätestens wenn die Minister und hohen Beamten ausgetauscht werden. Dann müssen sich die neuen immer gleich Denkmäler setzen.

Außerdem gelten offenbar in allen Bundesländern unterschiedliche Naturgesetze, wird in jedem Land ein anderes Deutsch gesprochen und die Fremdsprachen sind auch überall anders.

Anders lässt sich der Schwachsinn von 16 unterschiedlichen Lehrplänen und dutzenden unterschiedlichen Schulmodellen nicht erklären.

Das Problem ist, dass kein Land und kein Politiker bereit ist, auf diese Pöstchen zu verzichten. Auch nicht im Interesse der Schüler und des ganzen Landes.

Die 16 Kultusminister gehören allesamt mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt- zusammen mit ihrem gesamten Beamtenstab.