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Sicher vor Spionen
11.07.2013

Russischer Geheimdienst setzt auf gute alte Schreibmaschine

Geheimdienstler haben es nicht leicht. Oft werden sie selbst ausgespäht. Der russische Geheimdienst hatte da so eine Idee - und setzt auf deutsche Wertarbeit.

Geheimdienstler haben es auch nicht leicht. Während sie Telefonate belauschen und Mails ausspionieren, laufen sie immer öfter Gefahr, selbst ausgespäht zu werden. Schuld ist dieses ominöse Internet, in dem sich selbst Spione nicht unbeobachtet fühlen können.

Und wenn man dann auch noch einen Verräter wie diesen Snowden in den eigenen Reihen fürchten muss – unangenehme Vorstellung. Der russische Geheimdienst FSO zieht jetzt die Reißleine. Die Rettung für ängstliche Agenten, die etwas zu verbergen haben, ist – kein Witz – die gute alte Schreibmaschine.

Marke Triumph-Adler steht bei Spionen offenbar hoch im Kurs

Moskau setzt dabei auf deutsche Wertarbeit. Der nordrhein-westfälische Hersteller Olympia hat auf eine Ausschreibung des Geheimdienstes, der für den Schutz des Präsidenten zuständig ist, reagiert und den Russen kürzlich ein Angebot für 20 Schreibmaschinen samt dazugehöriger Farbbänder zukommen lassen. Auch die Marke Triumph-Adler steht bei den Spionen offenbar hoch im Kurs. Gut 200 Euro pro Gerät sind im Budget der Behörde veranschlagt. Ordnung muss sein.

Geheime Dokumente, die es ausschließlich auf Papier gibt, quasi analog, haben eine größere Chance, geheim zu bleiben, als digitale Dateien auf Computern oder Handys. An einem schreibmaschinengetippten Zettel – so der simple Plan – wird sich selbst der hartnäckigste Hacker die Zähne ausbeißen.

Und überhaupt: Papier stürzt weder ab, noch wird es aus Versehen gelöscht oder von Viren infiziert. Ein echter Geheimtipp eben.

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