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Nach TV-Auftritt

05.02.2015

Söder bei "Dahoam is dahoam": Seehofer kritisiert BR-Intendant Wilhelm

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat Kritik an der Entscheidung des BR geübt, künftig keine Politiker in der TV-Serie "Dahoam is dahoam" auftreten zu lassen.
Bild: Frank Leonhardt (dpa)

Nach dem Auftritt von Markus Söder in "Dahoam is dohoam" hat BR-Intendant Willhelm die Heimatserie zur Tabuzone für Politiker erklärt. Horst Seehofer kritisierte die Entscheidung.

Markus Söder durfte in der Heimatsendung "Dahoam is dahoam" des BR noch auftreten. Wegen heftiger Kritik reagierte der BR-Intendant Ulrich Wilhelm mit einer Absage an künftige Politiker-Auftritte in der TV-Serie. Damit hat den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer verärgert. Wie der Focus am Donnerstag berichtete und die Staatskanzlei in München bestätigte, schrieb der CSU-Vorsitzende dem Chef des Bayerischen Rundfunks einen Protestbrief.

Protestbrief an BR: Seehofer empört über Entscheidung des Senders

Wilhelm stelle mit seiner Entscheidung "alle Politiker ins Abseits", sagte Seehofer dem Focus. Wer erkläre, Politiker hätten in Unterhaltungssendungen nichts verloren, der diskreditiere sie. "Ich komme mir da als Politiker vor wie ein infiziertes Geschöpf, mit dem keiner in Berührung kommen soll." Gerade Wilhelm als ehemaliger Regierungssprecher müsse wissen, dass Politiker "ernst zu nehmen und zu respektieren" seien - und nicht als "Outlaws" behandelt werden dürften.

Wilhelm wies die Kritik im BR-Rundfunkrat zurück: "Ich habe nicht entschieden, Politiker hätten generell in Unterhaltungssendungen nichts verloren." Es gehe nur um die Verknüpfung von Drehbuchtexten mit politischen Inhalten. "Das tut am Ende dem Bayerischen Rundfunk nicht gut, das tut der Serie nicht gut."

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Nach Söders Gastauftritt bei "Dahoam is dahoam": BR entschuldigt sich

Nach einem umstrittenen Gastauftritt von Finanzminister Markus Söder ( CSU) in "Dahoam is dahoam" hatte Wilhelm die Heimatserie zur Tabuzone für Politiker erklärt. Bettina Ricklefs, die BR-Programmbereichsleiterin Spiel-Film-Serie, entschuldigte sich vor dem Rundfunkrat. "Ich bedauere zutiefst, dass es zu diesem Wirbel gekommen ist", sagte sie. "Es tut mir leid, dass das passiert ist." Fernsehdirektorin Bettina Reitz fügte hinzu, die Redaktion habe "die Wirkung einer einzelnen Folge unterschätzt".

Söder hatte sich bei seinem Fernsehauftritt ausführlich zu politischen Inhalten geäußert und die Arbeit der Staatsregierung gelobt. Der SPD-Landesvorsitzende Florian Pronold sagte in der Sitzung des Rundfunkrates: "Das Bayerische Fernsehen hat sich damit blamiert bis auf die Knochen." dpa/lby

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