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Österreich

18.05.2019

Stimmen zur Ibiza-Affäre: "Mit heruntergelassenen Hosen"

Heinz-Christian Strache ist über ein dubioses Video gestolpert - und Österreich in eine Regierungskrise. Die Pressestimmen.
Bild: Erwin Scheriau

Ein Video bringt Österreichs Vizekanzler Strache das Aus - und zugleich wirft die "Ibiza-Affäre" viele Fragen auf. Die Pressestimmen zur Regierungskrise.

Regierungskrise in Österreich: Ein am Freitag von deutschen Medien veröffentlichtes Video zeigt, wie Österreichs Vizekanzler Strache einer angeblichen russischen Oligarchin auf Ibizia diverse ZUgeständnisse für den Fall macht, dass sie ihn finanziell unterstützt. Das Strache-Video schlug ein wie eine Bombe. Strache trat heute zurück - und in Österreich wackelt die Regierung. Die Pressestimmen:.

"Das Paradoxe ist, dass Strache seit der Regierungsbeteiligung sein Image und wahrscheinlich auch seinen Lebensstil gewandelt hat. Nun gab er sich als Familienmensch, fürsorglicher Vater und Staatsmann. Doch ein letztes Zeugnis seines früheren Ichs hat ihn eingeholt und seine Karriere beendet." Der Standard (Österreich)

"Strache war bereit, für den eigenen Vorteil sein Land zu verschachern. Dass er auch noch darüber schwadroniert, wie man sich eine Zeitung kaufen und damit Parteifreunde pushen und Gegner abservieren kann, zeigt, wessen Geistes Kind er ist. Ausgerechnet die FPÖ, die dauernd von angeblich gesteuerten Medien phantasiert, die kritische Journalisten wie den ORF-Moderator Armin Wolf absetzen will, ausgerechnet jene Partei versucht, Stimmen mit manipuliertem Journalismus kaufen. Das ist durch nichts zu entschuldigen. Es zeigt die ganze Demokratieverachtung der Rechtspopulisten." Augsburger Allgemeine

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"Heinz-Christian Strache hätte an diesem Abend aufstehen können und gehen, als die beiden Lockvögel zum ersten Mal Gegenleistungen forderten, die ein ehrlicher und an Recht und Gesetz interessierter Politiker in einer Demokratie nicht geben darf. Niemals geben darf. Nie, nie, nie. Aber Strache ist sitzen geblieben." Süddeutsche

Pressestimmen zum Strache-Video: "Ein Sittengemälde der FPÖ-Führung"

"Strache und Gudenus beteuern, dass das nur Worte gewesen seien: alles nur Gerede, unseretwegen Aufschneiderei, aber keine Taten. Ob das stimmt, wird sich erst zeigen. Es gilt ein begründeter Misstrauensvorbehalt. Das Video bietet ein Sittengemälde der FPÖ-Führung. Die Partei steht auf dem Video mit heruntergelassenen Hose da." Wiener Zeitung

"Angesichts dieses Skandals wird einem gleich mehrfach mulmig: Wie kann ein Spitzenpolitiker erstens so dreist und zweitens so dumm sein? Da ist im lockeren Ibiza-Geplauder von Staatsaufträgen, Krone-Übernahme und Parteispenden die Rede, als wäre das alles ein Monopoly-Spiel. Allerdings stellt man sich auch Fragen zu den anonym gebliebenen Auftraggebern, die diese Falle schon vor zwei Jahren aufgestellt haben. Wer steckt dahinter? Warum wurde das Video nicht schon vor der jüngsten Nationalratswahl gebracht?" Kurier (Österreich)

"Russisches Geld, feuchtfröhliche Abende, geheimnisvolle Frauen, das ist das Umfeld, in dem sich Szenen abspielen, die jetzt geeignet sind, die Regierung zu sprengen." Kronen-Zeitung (Österreich)

"Das Ibiza-Video macht es deutlich: Die selbsternannten Schützer österreichischer Interessen sind für Geld bereit, sich in russische Hände zu begeben. Um noch mehr Macht zu erlangen, ziehen sie nicht nur gegenüber Fremden über Bundeskanzler Sebastian Kurz und den Koalitionspartner ÖVP her. Nein, sie gebärden sich vor allem als vaterlandslose Gesellen, die nicht davor zurückschrecken, Unternehmen und Verlage im eigenen Land zu schädigen." n-tv

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19.05.2019


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