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Pillen aus Menschenfleisch

08.05.2012

Südkorea kämpft gegen Schmuggel von Kapseln aus Baby-Fleisch

In Südkorea entdeckte der Zoll in den vergangenen Monaten immer wieder Kapseln aus Menschenfleisch.
Bild: Symbolbild, dpa

Kapseln mit Pulver aus Menschenfleisch werden in Südkorea als Medizin und Potenzmittel geschluckt. Legal sind die grausigen Pillen nicht. Doch die Produzenten sitzen in China.

Die südkoreanischen Behörden gehen verschärft gegen den Schmuggel von chinesischen Pillen vor, die aus  dem gemahlenen Fleisch toter Babys hergestellt werden. Flüge aus  bestimmten chinesischen Regionen würden verschärft beobachtet und  Passagiere häufiger kontrolliert, sagte Kim Soo Yeon von der  südkoreanischen Zollbehörde am Dienstag. Die Einfuhr der gruseligen  Kapseln sei eine "Verletzung der gesellschaftlichen Würde" und der Zollvorschriften.

Südkorea: Insgesamt 17.500 Kapseln beschlagnahmt

Der südkoreanische Zoll hatte die Praxis vor wenigen Tagen  öffentlich gemacht. Seit August wurden demnach knapp 17.500  derartige Pillen beschlagnahmt. Die Pillen sind mit dem getrockneten und zerriebenen Fleisch von Föten oder toten Säuglingen gefüllt. Sie werden als Wundermittel gegen verschiedene  Krankheiten oder zur Potenzsteigerung angepriesen. Nach südkoreanischen Angaben sind die Pillen nicht nur ethisch  bedenklich, sondern auch mit gefährlichen Bakterien verseucht.

Die Kapseln werden für umgerechnet 26 bis 33 Euro pro Stück verkauft. Die Zollbehörde warnte davor, dass die Kapseln ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellten. Sie enthielten Substanzen, die eine tödliche Wirkung haben könnten. Die Ware werde von in China lebenden Koreanern entweder bei der Einreise nach Südkorea in ihrem Gepäck eingeschmuggelt oder per Post verschickt. afp, dpa, AZ

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