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Taliban: Selbstmordanschlag
12.11.2016

Tote bei Explosion auf US-Stützpunkt in Afghanistan

Afghanische Sicherheitskräfte am Freitag nach dem Angriff auf das deutsche Konsulat in Masar-i-Scharif. Nun gab es Explosionen auf dem US-Stützpunkt Bagram.
Foto: Mutalib Sultani (dpa)

Erst das deutsche Generalkonsulat in Masar-i-Scharif, jetzt der US-Stützpunkt in Bagram - Afghanistan kommt nicht zur Ruhe. Wieder gab es Tote und Verletzte.

Zwei Tage nach dem Anschlag auf das deutsche Generalkonsulat in Masar-i-Scharif ist es am Morgen auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Bagram in Zentralafghanistan zu einer schweren Explosion gekommen.

Nach Angaben lokaler afghanischer Behörden wurden dabei mindestens 4 Menschen getötet und 14 weitere verletzt. Im Kurznachrichtendienst Twitter bekannten sich die radikal-islamischen Taliban zu der Explosion. Ein Sprecher der Islamisten, Sabihullah Mudschahid, erklärte, es habe sich um einen Selbstmordanschlag gehandelt.

Die Nato, die in Afghanistan mit der Ausbildungsmission "Resolute Support" im Einsatz ist, sprach in einer Mitteilung von einer nicht näher genannten Zahl von Opfern. Aus der Mitteilung ging nicht hervor, ob es sich um einen Unfall oder einen Anschlag handelt. Von Seiten des US-Militärs gab es vorerst keine Verlautbarung zu dem Vorfall.

"Es hat Opfer gegeben", heißt es in einer in Kabul verbreiteten Mitteilung von "Resolute Support". Die Explosion habe sich am Morgen gegen 5.30 Uhr Ortszeit ereignet. Medizinische Teams und zusätzliche Sicherheitsverbände seien im Einsatz.

Bagram ist der größte Stützpunkt der US-Truppen in Afghanistan. Dort befindet sich auch das Hauptquartier der US-Streitkräfte in Afghanistan. Gegenwärtig sind noch knapp 10 000 US-Soldaten im Land.

Erst am Donnerstagabend hatten Taliban das deutsche Generalkonsulat in Masar-i-Scharif im Norden Afghanistans angegriffen. Dabei starben mindestens 4 Menschen, weitere 128 wurden verletzt. Deutsche blieben dabei unversehrt. Als Grund für ihren Angriff führten die Taliban später deutsche Unterstützung für einen US-Luftangriff in der Provinz Kundus an, bei dem Anfang November auch rund 30 Zivilisten getötet worden waren. (dpa)

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