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Ukraine

17.06.2014

Tote und Verletzte bei Gefechten - Gasleitung explodiert

Crisis in Ukraine
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epa04262577 Pro-Russian rebels patrol in the village of Stanitsa Luganskaya, which was wrongly shelled by the National Guard of Ukraine destroying two garden houses, outside Luhansk, Ukraine, 17 June 2014. The patrol is trying to prevent looting in the village. National Secutity and Defense Council of Ukraine reports about 80 millitants killed in Luhansk area during the the past day. EPA/IGOR GOLOVNIOV +++(c) dpa - Bildfunk+++
Bild: Igor Golovniov

Bei blutigen Kämpfen in der Ostukraine starben mehrere Menschen, darunter ein russischer Journalist. Für Aufregung sorgt zudem eine Explosion an einer Gaspipeline.

In der Ukraine wird wieder blutig gekämpft. Bei Gefechten zwischen Regierungseinheiten und prorussischen Separatisten starben in der Ostukraine erneut zahlreiche Menschen. Im Raum Kramatorsk seien sechs Aufständische erschossen worden, teilte Armeesprecher Wladislaw Selesnjow am Dienstag mit.

Russischer Journalist in Ukraine getötet

Ein russischer Journalist erlag in einer Klinik in Lugansk seinen Verletzungen, wie Chefarzt Fjodor Soljanik sagte. Der 37-Jährige hatte sich an einer Straßensperre von Aufständischen aufgehalten, als eine Granate einschlug. Das Außenministerium in Moskau forderte eine lückenlose Aufklärung. Das bilaterale Verhältnis wird derzeit auch von einem Gasstreit belastet.

Gasexplosion: 200 Meter hohe Flamme

Am Rande der Kämpfe kam es zu einer Explosion an einer Leitung für den Export von russischem Gas Richtung Westen. Augenzeugen in der Region Poltawa sprachen von einer rund 200 Meter hohen Flamme, die aus dem Rohr geschossen sei. Dem Leitungsbetreiber Ukrtransgaz zufolge hat der Zwischenfall aber keine Auswirkungen auf den Gasfluss in die EU. Ursache war ersten Ermittlungen zufolge ein Druckabfall.

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Das ukrainische Militär erlitt bei Gefechten ebenfalls Verluste. Im Gebiet Donezk seien mehr als 30 Angehörige der Regierungstruppen verletzt worden, sagte Armeesprecher Selesnjow. Die militanten Gruppen berichteten zudem vom Abschuss eines Kampfflugzeugs des Typs Suchoi Su-25. Der Pilot habe sich per Schleudersitz gerettet. Separatistensprecher Alexej Toporow sagte, die "Volkswehr" habe vor Lugansk mehrere Dutzend Panzerfahrzeuge mit Salven gestoppt.

Präsident Petro Poroschenko setzte als Schritt in seinem Friedensplan eine Sonderbeauftragte für die Krisenregionen Donezk und Lugansk ein. Irina Geraschtschenko solle den Dialog mit den Aufständischen vor allem in der selbst ernannten "Volksrepublik Donezk" suchen, die wie die "Volksrepublik Lugansk" nach Unabhängigkeit strebt. Geraschtschenko ist Parteigenossin des Ex-Boxers und Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko.

Die Separatisten erklärten sich grundsätzlich zu Gesprächen bereit, verlangten aber, dass Vermittler Russlands oder internationaler Organisationen hinzugezogen würden. Direkte Gespräche mit Kiew seien nicht mehr möglich, "weil die Regierung jeden Tag ihre Bürger in Slawjansk und anderen Städten tötet", sagte der von Kiew nicht anerkannte Donezker "Vize-Regierungschef" Andrej Purgin.

Die Europäische Union überwies unterdessen 500 Millionen Euro an die Ukraine. Nach Angaben der EU-Kommission in Brüssel handelt es sich um eine Budgethilfe, über deren Verwendung die Regierung in Kiew frei entscheiden kann. Das Geld, das sich die EU auf dem Kapitalmarkt geliehen hat, gehört zum insgesamt 1,61 Milliarden Euro schweren EU-Hilfspaket. Schon vor knapp einem Monat war eine erste Tranche von 100 Millionen Euro überwiesen worden; eine Milliarde soll folgen. dpa/AZ

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