Newsticker
Italien meldet 100.000 Corona-Tote, Niederlande verlängert Lockdown, Österreich riegelt Stadt ab
  1. Startseite
  2. Politik
  3. Trump will mit Spenden für Rechtsstreit Wahlkampfschulden bezahlen

US-Wahl 2020

07.11.2020

Trump will mit Spenden für Rechtsstreit Wahlkampfschulden bezahlen

Donald Trump braucht Geld und bittet seine Unterstützer um Spenden.
Bild: Evan Vucci, dpa

US-Präsident Trump will mit einem Rechtsstreit den nahenden Sieg von Joe Biden verhindern. Dafür braucht er Geld. Die Spenden nützt er aber auch noch für einen anderen Zweck.

Donald Trump braucht Geld. Den nahenden Erfolg seines Konkurrenten Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl will der Amtsinhaber mit Rechtsstreitigkeiten verhindern. Seit Tagen kritisiert er die Auszählung der Briefwahlstimmen und droht mit einer Klagewelle, ohne jedoch Beweise für eine eventuelle Manipulation der Wahl vorzulegen.

US-Wahl: Trump will Bidens Sieg mit Rechsstreit verhindern

Angesichts Trumps drohender Niederlage verschickt sein Team derzeit Spendenaufrufe, um die Kassen für den juristischen Kampf gegen das Wahlergebnis zu füllen. Und dabei wählt Team Trump mitunter besonders harsche Töne. "Bislang hast Du alle unsere E-Mails ignoriert, in denen Du gebeten wurdest, gemeinsam mit uns die Wahl zu verteidigen", heißt es etwa in einer Mail an Unterstützer.

 

Man solle bitte "sofort" dazu beitragen und spenden. Beim Klick auf einen Link in der Mail wird der Nutzer auf eine Internetseite geleitet, auf der es heißt: "Die Demokraten werden versuchen, diese Wahl zu stehlen! Bitte spende jetzt jeden Betrag, um die Integrität unserer Wahl zu verteidigen."

Wie das Wall Street Journal berichtet, lohnt jedoch ein Blick ins Kleingedruckte. Dort findet sich der Hinweis, dass 60 Prozent der Spendenbeiträge auf ein Konto fließen, mit dem Trumps Wahlkampfschulden bezahlt werden sollen.

Auch Joe Biden rüstet sich für Rechtsstreit

Indes rüstet sich auch Herausforderer Joe Biden für einen anstehenden Rechtsstreit. Über eine Internetplattform hat der demokratische Präsidentschaftskandidat begonnen, Geld zu sammeln. Der eingerichtete "Biden Fight Fund" solle das Wahlergebnis schützen, schrieb Biden auf Twitter. Schließlich dürfe nicht Präsident Trump, sondern das amerikanische Volk über den Ausgang der Wahl entscheiden. 

Damit wird der ohnehin schon teuerste Wahlkampf der Geschichte weitere Summen verschlingen. Wie das Center for Responsive Politics errechnet hat, flossen in den Wahlkampf 2020 knapp 14 Milliarden Dollar. 6,6 Milliarden entfielen demnach allein auf das Rennen zwischen Donald Trump und Joe Biden. Weitere 7,25 Milliarden gaben die Kandidatinnen und Kandidaten im Kampf um Sitze im Senat und Repräsentantenhaus aus. (mit dpa)

Alle Entwicklungen rund um die US-Wahl können Sie in unserem Live-Blog verfolgen.

Zu dem Thema auch interessant:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren