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US-Wahl 2016
05.10.2016

Gentlemen auf der Bühne: Vize-Kandidaten debattieren im TV

Die Kandidaten für das Amt des US-Vizepräsidenten, Clintons Partner Tim Kaine (rechts) und Trumps Helfer Mike Pence, lieferten sich ihre einzige Fernsehdebatte des Wahlkampfs.
Foto: Joe Raedle, dpa/epa

Die Kandidaten für das Amt des US-Vizepräsidenten, Clintons Partner Tim Kaine und Trumps Helfer Mike Pence, lieferten sich ihre einzige Fernsehdebatte des Wahlkampfs.

Die wichtigsten Personen des Abends waren nicht da. Hillary Clinton und Donald Trump standen am Dienstagabend im Mittelpunkt einer Debatte, an der sie überhaupt nicht teilnahmen: Die Kandidaten für das Amt des US-Vizepräsidenten, Clintons Partner Tim Kaine und Trumps Helfer Mike Pence, lieferten sich ihre einzige Fernsehdebatte des Wahlkampfs – und verbrachten 90 Minuten damit, den Chef des jeweiligen Gegenübers zu attackieren. Allerdings schlugen sie dabei weit gemäßigtere Töne als die Hauptpersonen.

Kaine, demokratischer Senator und Ex-Gouverneur aus Virginia, sagte schon in seinem Auftakt-Statement über Clinton, er sei froh, mit einer „starken Frau“ zusammenzuarbeiten. „Ich bin so stolz auf sie.“ Und er wurde gleich auch eine Spitze gegen Trump los: Sein Sohn diene in der amerikanischen Marineinfanterie, sagte Kaine – „und der Gedanke, dass Donald Trump der Oberkommandiere sein könnte, ängstigt uns zu Tode“.

Pence, republikanischer Gouverneur von Indiana, warf Clinton vor, für eine schwache amerikanische Außenpolitik verantwortlich zu sein. Zudem beklagte er eine anschwellende Staatsverschuldung, bürokratischen Wildwuchs und Steuererhöhungen unter dem scheidenden Präsidenten Barack Obama. Clinton und Kaine wollten diesen Kurs fortsetze, betonte der Gouverneur.

Kaine wirkte aktiver als sein Gegenüber – mitunter zu aktiv und zu laut, wie viele Kritiker auf Twitter fanden. Pence dagegen trat ruhig und staatsmännisch auf und verdiente sich damit das Lob vieler Beobachter. In ersten Analysen kam Pence besser weg: Viele Republikaner wünschten sich nach der Debatte wohl, Pence – und nicht Trump – wäre der Spitzenkandidat ihrer Partei, sagte ein CNN-Kommentator.

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Foto: Paul Buck (dpa)

Beide sind irischer Abstammung, beide wurden katholisch erzogen

Gemessen an den giftigen Auseinandersetzungen zwischen Trump und Clinton bei ihrem ersten Fernsehduell in der vergangenen Woche war der Schlagabtausch zwischen dem 58-jährigen Kaine und dem ein Jahr jüngeren Pence eine sehr höfliche Angelegenheit: Gentlemen auf der Bühne. Anders als die Präsidentschaftskandidaten saßen sie an einem Tisch, statt an Pulten zu stehen. Und anderes als die Kandidaten gingen sie respektvoll miteinander um. Teilweise stellten sie Gemeinsamkeiten fest und entschuldigten sich, wenn sie einander ins Wort fielen. Am Ende dankten sie sich gegenseitig.

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Beide Politiker sind irischer Abstammung, beide wurden katholisch erzogen. Pence schloss sich später dem evangikalen Christentum an, während Paine als jesuitischer Missionar in Südamerika die Befreiungstheologie entdeckte. In der Debatte räumte Kaine ein, dass ihm als Gouverneur mit christlicher Überzeugung die in Virginia geltende Todesstrafe große Schwierigkeiten bereitet habe.

Als mindestens ebenso frommer Christ fand sich Pence in der unangenehmen Lage, die merkwürdigen Steuerpraktiken seines Chefs zu verteidigen, der von sich selbst sagt, er habe das Steuersystem in „brillianter“ Weise für sich genutzt. „Er ist eben ein Geschäftsmann“, sagte Pence, doch so ganz überzeugt war er von dieser Erklärung wohl selbst nicht.

Die Rolle des Steuer-Erklärers ist ohnehin nicht die wichtigste für Pence im Wahlkampf von Trump. Der Gouverneur soll vor allem die frommen Wähler ansprechen, denen der pöbelige und nicht besonders religiösen Milliardär Trump nicht geheuer ist. In der Debatte bekannte sich Pence zu seinem Nein zur Abtreibung, während Kaine dafür warb, den Frauen die Entscheidung zu überlassen.

Am kommenden Sonntag stehen sich Trump und Clinton gegenüber

Pence nutzte zudem die Gelegenheit, um sich als bescheidener Mann aus dem amerikanischen Kernland zu präsentieren, der vernünftige Vorschläge für schwierige Probleme hat. Doch einfach war das nicht, denn vernünftige Vorschläge für schwierige Probleme gehören nicht zu den Stärken seines Chefs. „Donald Trump hat einen Plan“, war einer der häufigsten Sätze von Pence.

Kaine ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen. „Er versucht, zu verwischen, was Donald Trump sagt“, stellte er fest, als sich Pence bemühte, Trumps Ankündigung von Massenabschiebungen illegaler Einwanderer schönzureden. Während Kaine auf Trumps öffentlich geäußerte Sympathien für Wladimir Putin einging, argumentierte Pence, Clinton sei dafür verantwortlich, dass der russische Präsident sich heute so stark fühle.

Als sich die beiden Politiker am Ende des Abends die Hand schüttelten, schlossen sie damit eine kurze Zwischenphase der Zurückhaltung in diesem Wahlkampf ab. Am kommenden Sonntag stehen sich Trump und Clinton in St Louis bei ihrem zweiten Schlagabtausch gegenüber, und niemand rechnet damit, dass die beiden ähnlich pfleglich miteinander umgehen werden wie ihre Vizepräsidentschaftskandidaten. Trump hat bereits angedeutet, möglicherweise die Seitensprünge von Clintons Ehemann, des früheren Präsidenten Bill Clinton, zur Sprache zu bringen.

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