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Umfrage
28.12.2019

Merz in Kanzlerfrage vor Söder und Kramp-Karrenbauer

Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov wünschen sich 13 Prozent, dass Friedrich Merz bei der nächsten Bundestagswahl antritt.
Foto: Kay Nietfeld, dpa

Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov wünschen sich 13 Prozent, dass Friedrich Merz bei der nächsten Bundestagswahl antritt.

Von den möglichen Kanzlerkandidaten der Union kann Friedrich Merz derzeit auf den größten Rückhalt in der Bevölkerung zählen. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur wünschen sich 13 Prozent, dass der 64-Jährige CDU-Politiker bei der nächsten Bundestagswahl für die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel antritt. Dahinter liegt CSU-Chef Markus Söder mit 8 Prozent. Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer liegt mit 5,2 Prozent nur auf Platz 3, ganz knapp vor dem nordrhein-westfälischen Regierungschef Armin Laschet mit 5,0 Prozent und Gesundheitsminister Jens Spahn mit 4,7. Der größte Teil der Befragten (59 Prozent) befürwortete keinen der fünf potenziellen Kanzlerkandidaten oder machte keine Angaben. 

Auch bei den Unions-Wählern gibt es eine deutliche Präferenz für Merz. 23 Prozent sprachen sich für den ehemaligen Fraktionschef der CDU/CSU im Bundestag aus, 14 Prozent für Söder und nur 10 Prozent für Kramp-Karrenbauer. Dahinter liegen Laschet (7 Prozent) und Spahn (6 Prozent). Merz war Kramp-Karrenbauer bei der Parteivorsitzendenwahl vor einem Jahr knapp unterlegen. Die CDU-Chefin hat für die Klärung der K-Frage nun die beste Ausgangsposition.

Soll die SPD einen Kanzler-Kandidaten aufstellen?

Nur jeder Dritte (32 Prozent) meint, dass die SPD bei der nächsten Bundestagswahl noch einen Kanzlerkandidaten aufstellen sollte. 39 Prozent sagen dagegen, die in den Umfragen weit unter 20 Prozent abgestürzte Partei sollte darauf verzichten. Die Wähler der SPD wollen allerdings mehrheitlich weiterhin einen Kanzlerkandidaten. 56 Prozent sind dafür, 28 Prozent dagegen. 

Auch bei den Anhängern der Grünen (52 Prozent) und der Linken (48 Prozent) ist der Wunsch nach einem SPD-Kanzlerkandidaten verhältnismäßig groß. In einer Koalition dieser beiden Parteien mit der SPD ist ein sozialdemokratischer Kanzler derzeit noch am ehesten vorstellbar. Allerdings liegen im Moment die Grünen in den Umfragen klar vor der SPD. (dpa)

Hören Sie sich dazu auch unseren Podcast mit Friedrich Merz an.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

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Die Diskussion ist geschlossen.

30.12.2019

Entschuldigung, aber ich finde es nahezu lächerlich, angesichts dessen, dass 59% alle genannten Kandidaten ablehnen einen Friedrich Merz von einem "größten Rückhalt" zu sprechen. Dass sich nur 13 von 100% für ihn aussprechen dürfte also Gründe haben. Dazu wird auch gehören, dass er die Klimapolitik (die ja wirklich nur ein Schrittchen in die richtige Richtung ist) der Kanzlerin und Greta Thunberg kritisiert. Der größte Kritikpunkt dürfte allerdings sein, dass er einfach ein Lobbyist ist. Es gibt genug Politiker, die die Nähe zur Wirtschaft übertreiben, da Merz dazu gehört, wäre er als Kanzler wohl eher der größte Unglücksfall.

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29.12.2019

Umfragen soll man nicht überbewerten, aber auch nicht ignorieren.
Die relativ hohe Zustimmung für Merz ist wohl auch Ausdruck des Wunsches vieler Menschen nach mehr Klartext und schnelleren Entscheidungen in der Politik.
Dieser Wunsch ist verständlich, auch wenn die Herausforderungen einer komplexen Welt häufig Antworten erfordern, die nicht schnell und einfach zu geben sind.

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