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Verkehr
13.10.2021

Bundesverkehrsminister Scheuer fordert Spritpreisbremse bei 1,99 Euro

Andreas Scheuer (CSU), Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.
Foto: Kay Nietfeld, dpa

Die Preise für Benzin und Diesel sind in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Der CSU-Politiker Andreas Scheuer verlangt von einer möglichen Ampelkoalition Gegenmaßnahmen.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sieht die künftige Bundesregierung in der Pflicht, bei zu hohen Spritpreisen gegenzusteuern. "Rund zwei Drittel des Benzinpreises sind vom Staat mit Steuern und Abgaben beeinflusst", sagte der CSU-Politiker der Bild. "Spätestens bei einem Preis von 1,99 Euro pro Liter muss der Staat deshalb eingreifen und im Gegenzug die Steuern senken." Der Staat dürfe nicht Hauptprofiteur von hohen Spritpreisen sein.

Bundesverkehrsminister Scheuer: "Ampel zeigt schon jetzt, wie egal ihr die Sorgen der Bürger sind"

Scheuer forderte FDP-Chef Christian Lindner auf, dies in den Gesprächen mit SPD und Grünen für ein Ampel-Bündnis durchzusetzen. Lindner habe im Wahlkampf ein Gegensteuern beim Benzinpreis gefordert. "Er muss genau das jetzt in einer Ampel-Koalition auch durchsetzen. Ansonsten macht er sich unglaubwürdig. Und die Ampel zeigt schon jetzt, wie egal ihr die Sorgen der Bürger sind", sagte Scheuer der Zeitung.

Scheuers Vorgänger im Amt des Bundesverkehrsministers und CSU-Parteikollege Peter Ramsauer kann sich einen Preisdeckel beim Sprit ebenfalls vorstellen, wie er in der ARD-Sendung "Hart aber fair" sagte. Die Gäste der Sendung diskutierten hitzig über Preissteigerungen bei Sprit, Öl und Gas. Moderator Frank Plasberg sagte, Autofahrer sollten sich besser an Spritpreise jenseits der zwei Euro gewöhnen. (dpa/AZ)

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14.10.2021

Hätte er die Maut eingeführt wäre dafür bestimmt Geld da... Aber selbst dazu war er ja nicht in der Lage...

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13.10.2021

Egal - ich tanke eh immer nur um 40€. :-)

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13.10.2021

Diese Jammerei über die Spritpreise kann man nicht mehr hören.
Schauen wir mal von Freitag bis Sonntag auf die Strassen. Wer da alles unbedingt in überfüllte Ausflugsgebiete fahren muss.
Sprit zu teuer ?

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13.10.2021

Seh ich auch so. 5 - 10 € pro Liter wären okay. Nicht jeder muss Auto fahren. Es gibt Alternativen wie Bus, Bahn, Fahrrad oder zu Fuß gehen, wobei aus ökologischer Sicht auch die ÖPNV Tickets wesentlich teurer werden sollten. Vorrang sollten auf jeden Fall Fahrrad und zu Fuß gehen haben.Und nicht jeder muss Urlaub machen, früher war das etwas Exotisches. Genauso Gas und Heizöl - alles viel zu billig. Den Preis kann man doch locker verzehnfachen. Dann heizt man halt weniger und trägt fünf Pullover übereinander. Warm Duschen dann einmal zu Weihnachten. Das Grüne leben könnte doch so schön sein, man muss es nur wollen.

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13.10.2021

Irgendwie lustig, wer jetzt alles für eine "Bremse" eintritt. Scheuer will eine Sprit-Preis-Bremse, der CEO von Swiss Steel will einen Deckel für Energie -
Eigentlich sind das die Prediger für einen freien Markt, z.B. für die Profiteure im Wohnungsmarkt.

Fazit: "Bremsen" und "Deckel" sind kein sozialistischens Teufelszeug - es kommt immer darauf an (und das ist seit Jahrhunderten eine zentrale Frage des gesellschaftlichen Zusammenlebens) WEM NUTZ ES.

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13.10.2021

Was für Kommentare? Die Zukunftstechnik ist insb auf dem Lande für den Normalverbraucher wirtschaftlich nicht oder nur bedingt verwendbar. Fahrgemeinschaften sind zwar eine gute Sache, aber auch oft nicht darstellbar. Fahrten mit den Öffis mit mehrfachen Umsteigen kosten zu viel Zeit. Und es ist auch nicht jedermanns Sache morgens und abends 10km durch die Stadt oder auf der Landstr. bei Wind und Wetter zur Arbeit zu radeln. Und der Kraftstoff wird sowieso bei der Ampelkoalition für den Normalverbraucher kaum mehr erschwinglich. Nur das grüne Wohlstandsbürgertum in den Städten wird das Alles nicht stören. Als Ausgleich muss man im Privaten wohl halt andere Ausgaben kürzen, wenn das Einkommen nicht wächst..

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13.10.2021

In Ihrem Kommentar vermisse ich Lösungsvorschläge wie z.B. alternative Energien. Diese werden jedoch von der bayerischen Regierung durch eine 10 H - Regelung ausgebremst. Was die Ampelkoalition beschließen wird, bleibt abzuwarten, jedenfalls die CO2 Bepreisung war Beschluss der GROKO und nicht der Grünen.
Nicht zu vergessen, der Energiepreis, auch wenn es noch so schmerzt, wird im Wesentlichen vom Markt geregelt. Angebot vs. Nachfrage. Eine Deckelung der Energiepreise konterkariert diesen Grundsatz, er dient lediglich unfähigen Politikern, sich in Szene zu setzen.

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13.10.2021

Wenn man sich so anschaut, wer im Berufsverkehr im Auto sitzt, stellt man fest, dass fast alle alleine im Fahrzeug sitzen.
Sich mit anderen absprechen würde erstens das Verkehrsaufkommen deutlich reduzieren (im Idealfall auf 1/5), zweitens die Fahrtkosten senken.
Allerdings sollte der ÖPNV deutlich subventioniert werden und nicht scheinbar Co2-arme Hybride mit 2t Gewicht und einer elektrischen Reichweite von gerade einmal 60km und einer fragwürdigen CO2 Bilanz in Herstellung und Laufleistung.
Wenn der ÖPNV z.B 1€ am Tag kosten würde (365€ Ticket), wäre die Nachfrage nach dem ach so teuren Sprit ohnehin bald passe´ und der Preis würde logischerweise wieder runter gehen.
Also endlich mal das Geld, das in den Individualverkehr gepumpt wird sinnvoll für ÖPNV, Radwegenetzausbau, Carsharing in den Städten und wirklich zukunftsfähige Technologien einsetzen!

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13.10.2021

Zum Ende seiner "Schaffensperiode" noch schnell eine Forderung stellen. Viel Zeit bleibt ihm ohnehin nicht mehr, Gott sei Dank!

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