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Große Koalition

06.02.2018

Vor GroKo-Entscheid: Mitgliederansturm bei Bayern-SPD

In nur 16 Tagen legte die Mitgliederzahl der Bayern-SPD um fünf Prozent zu. Was bedeutet das für den Mitgliederentscheid?
Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Der bayerische Landesverband der SPD wächst in nur zwei Wochen um Tausende Neumitglieder. Fruchtet die Kampagne der GroKo-Gegner?

Vor dem Mitgliederentscheid über die eine neue Große Koalition verzeichnet die bayerische SPD einen sprunghaften Anstieg der Parteieintritte. Seit dem Bundesparteitag am 21. Januar seien über 2900 Mitgliedsanträge allein online eingegangen, sagte Bayern-SPD-Sprecher Vangelis Parasidis unserer Redaktion. Die Zahl entspreche einem Anstieg um rund fünf Prozent der Gesamtmitgliederzahl binnen zwei Wochen. Im abgelaufenen Jahr zählte die bayerische SPD inklusive des „Schulz-Effekts“ nach der Nominierung des Kanzlerkandidaten Martin Schulz binnen Monaten insgesamt 3500 neue Mitglieder. Mit dem Stichtag 6. Februar endet die Frist, mit der Neumitglieder bei dem Mitgliederentscheid mitmachen dürfen. 

Partei reagiert gelassen auf Juso-Kampagne

Der SPD-Sprecher betonte, dass es keine Anzeichen gebe, dass der starke Anstieg auf die Juso-Kampagne „Tritt ein, sag nein!“ zurückgehe. „Gut 70 Prozent der Antragsteller liegen im Alter zwischen 30 und 60 Jahren“, sagte Parasidis. Weitere 15 Prozent seien Rentner. „Wir gehen auch nicht davon aus, dass vor allem Gegner der Großen Koalition beitreten, sondern auch Befürworter“, fügte er hinzu. Angesichts der Zahl von rund 60.000 Mitgliedern der Bayern-SPD vor der Eintrittswelle, sei der Einfluss der Neumitglieder zahlenmäßig begrenzt. Der SPD-Sprecher betonte, dass seine Partei bereits rund um den Mitgliederentscheid von 2013 eine starke Eintrittswelle verbuchen konnte. „Über 90 Prozent der damaligen Neumitglieder blieben damals langfristig in der SPD dabei.“

Aktuelle Entwicklungen der Koalitionsverhandlungen lesen Sie auch hier in unserem News-Blog.

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