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Umweltschutz

06.03.2019

Vorschläge zum Abschuss des Wolfs reichen Ministerin Klöckner nicht

Naturschützter freut es, Schafhirten sind in Sorge: In vielen Regionen Deutschlands hat sich wieder der Wolf angesiedelt. Foto: Julian Stratenschulte
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Naturschützter freut es, Schafhirten sind in Sorge: In vielen Regionen Deutschlands hat sich wieder der Wolf angesiedelt. Die Koalition müht sich, ein Gesetz zum Abschuss zu schaffen.
Bild: Julian Stratenschulte, dpa

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner wirft Umweltministerin Svenja Schulze vor, nur einen Teil der Absprachen umzusetzen. Sie sieht die Weidehaltung in Gefahr.

Im Bundeskabinett verschärft sich der Streit um den Abschuss von Wölfen: CDU-Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat die Vorschläge von SPD-Umweltministerin Svenja Schulze zum vereinfachten Abschuss von Wölfen als unzureichend kritisiert. „Dass das Bundesumweltministerium nun endlich bereit ist, Gesetze anzupacken und aufgrund der zu erwartenden Schäden erkannt hat, dass es so nicht weitergehen kann mit den Wolfsrissen, ist gut“, sagte Klöckner unserer Redaktion.

„Aber meine Kollegin springt mit ihrem Vorschlag zu kurz, greift leider nur einen Teil der Ergebnisse unserer bisherigen Gespräche auf“, betonte die CDU-Politikerin. Um die Weidetierhaltung auch in Zukunft weiterhin zu ermöglichen, „brauchen wir Maßnahmen, die über das hinausgehen, was das Bundesumweltministerium jetzt angekündigt hat“, fügte sie hinzu. Das gesamte Interview mit Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner lesen Sie hier.

Julia Klöckner kritisiert: Lex Wolf ist so nicht praxistauglich

Im Koalitionsausschuss seien weitergehende Vorschläge zum Herdenschutz von  Schafen und Rindern besprochen worden, kritisierte Klöckner.  „Den Wolfsbestand und die Größe der Rudel müssen wir, unabhängig davon, ob eine konkrete Gefahr besteht, präventiv kontrollieren können – europarechtskonform und rechtssicher für die Jäger“, forderte die Landwirtschaftsministerin.

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„Erst dann kann die Rede sein von einer Lex Wolf, alles andere geht an der Praxis vorbei“, sagte Klöckner. „Zudem setzen wir uns dafür ein, dass entstandene Schäden vollständig ausgeglichen werden“, forderte die Agrarministerin. „Im Sinne der Tierhalter darf das aber nicht die einzige Lösung sein“, fügte sie hinzu.  „Wir wollen nicht, dass die Weidetierhaltung in bestimmten Regionen eingestellt werden muss oder Deichpflege durch Schafe nicht mehr möglich ist.“  Der Ball liege nun bei der SPD-Ministerin.

„Der Wolf hat keine natürlichen Feinde, alle drei bis vier Jahre verdoppelt sich sein Bestand“, warnte die CDU-Politikerin. „Die Menschen in den ländlichen Räumen fühlen sich dadurch verunsichert“, fügte Klöckner hinzu. „Weidetiere werden – trotz bestmöglicher Herdenschutzmaßnahmen – in zunehmender Zahl von Wölfen gerissen, ebenso Rinder und Pferde.“

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