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Was am Ballermann passiert ist, ist verantwortungslos

Was am Ballermann passiert ist, ist verantwortungslos
Kommentar Von Bernhard Junginger
13.07.2020

Dass sich viele nach den pandemiebedingten Einschränkungen nach Abwechslung sehnen, ist verständlich. Zu einem zweiten Ischgl darf es aber nicht kommen.

Wer jetzt Urlaub macht, macht Urlaub mit der Corona-Gefahr. Und nicht von der Corona-Gefahr. Denn das Virus ist weiter allgegenwärtig. Es kann im Flugzeug lauern, im Hotel, im Restaurant, an der Strandbar. Es reist mit, feiert mit und kehrt mit nach Hause zurück, wenn es nur die Gelegenheit dazu bekommt.

Was am Ballermann passiert ist, ist verantwortungslos

Natürlich dürstet es viele Menschen nach Monaten der pandemiebedingten Einschränkungen jetzt nach Abwechslung, nach Tapetenwechsel. Und manche auch danach, das zu tun, was die Umgangssprache „mal so richtig die Sau rauslassen“ nennt. Doch es ist einfach verantwortungslos, diesem Drang so ungehemmt nachzugeben, wie das deutsche Urlauber schon wieder am Ballermann auf Mallorca tun.

Am Wochenende feierten etliche Touristen ausgelassen am sogenannten Ballermann auf Mallorca.
8 Bilder
Corona-Regeln? So ausgelassen feiern Urlauber auf Mallorca
Bild: Michael Wrobel, dpa

Angesichts der Bilder von alkoholschwangeren Strandpartys ohne Abstand und Maske ist die Warnung vor einem zweiten Ischgl vollkommen berechtigt. Wir erinnern uns: In der alpinen Apres-Ski-Hochburg verbreitete sich das Corona-Virus rasend. Rückkehrende Urlauber brachten es in zahlreiche Länder, steckten Angehörige und Kollegen an. Viele Menschen sind an den Folgen der Corona-Erkrankungen gestorben, die ihren Ursprung in Ischgl hatten.

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Durch eine riesige Kraftanstrengung der ganzen Gesellschaft sind die Infektions- und Todeszahlen in Deutschland nicht so hoch ausgefallen, wie in anderen Ländern. Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie haben Wirkung gezeigt und konnten schließlich wieder gelockert werden. Grenzschließungen wurden aufgehoben, Reisen in viele beliebte Urlaubsländer sind wieder möglich.

Corona-Regeln bleiben alternativlos

Doch im Alltagsleben und erst recht in den Ferien bleibt es alternativlos, die grundlegenden Regeln gegen Corona zu befolgen. Am wichtigsten sind Abstand halten, auf Hygiene achten und in bestimmten Situationen Alltagsmasken tragen. Wer das nicht tut, gefährdet sich selbst und seine Angehörigen zuhause, die anderen Touristen und die Gastgeber. Aus dem Urlaub sollen alle erholt und gestärkt zurückkommen. Nur nicht das Virus.

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13.07.2020

Dann gehen Sie doch mal in diesem unserem Lande mit offenen Augen durch die Lande. Ob 50 oder 5000 relativ "verantwortungslos" sind, ist egal.

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13.07.2020

Zwischen 50 und 5000 ist ein 100-fachet Unterschied.
Mit Coron gibt's keine Sicherheit. Alles nur eine Frage der Wahrscheinlichkeit.
Die Ballermänner und -frauen sollen nach der Rückkehr alle 2 Wochen in Quarantäne.

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14.07.2020

Der 110-fache Unterschied ist bedeutungslos. 1er reicht schon. Wenn schon nicht differenzierte Quarantäne, dann auch alle die z.B. die Maxtrasse durchlaufen. Nein so einfach ist das nicht.

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