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Was in der Golfregion geschieht, muss uns Angst machen

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Kommentar Von Margit Hufnagel
16.05.2019

Die USA und der Iran schaukeln sich gegenseitig hoch. Doch wer in der Golfregion zündelt, muss sich auf einen Flächenbrand einstellen.

Es könnte so etwas wie die berühmte sich selbst erfüllende Prophezeiung werden: Alle rasseln mit dem Säbel, um vor der Aggression des jeweils anderen zu warnen. Und am Ende herrscht ein Krieg, den angeblich keiner wollte. Was derzeit in der Golfregion geschieht, muss uns Angst machen.

Die USA und der Iran schaukeln sich gegenseitig mit Drohungen und Machtdemonstrationen hoch, bar jeder diplomatischen Vernunft. Die tief empfundene Feindschaft wird mit immer schmerzhafteren Nadelstichen befeuert.

Der Iran hat bewiesen, wie er seinen Feinden schaden kann

Den Rest der Welt kann das nicht kalt lassen, die Europäer warnen zu Recht. Und das liegt nicht nur daran, dass sie am Ende selbst in einen Konflikt gezwungen werden könnten. Auch wenn der US-Präsident im Falle eines militärischen Konfliktes auf ein Waffenarsenal zurückgreifen kann, von dem Teheran nur träumt - wehrlos ist der Iran keineswegs.

Schon mehrfach hat das Land bewiesen, wie es mithilfe von Milizen seinen Feinden schaden kann. Auch terroristische Anschläge im Westen sind nicht mehr ausgeschlossen. Vom Flächenbrand, der die ohnehin fragile Region im Nahen Osten dann bedroht, ganz zu schweigen.

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16.05.2019

Eine mutige Gesellschaft lässt sich keine Angst machen!

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16.05.2019

In einem Jahr wäre der Iran in Schutt und Asche gehüllt ohne große Hilfe irgendwelcher lausigen Alliierten-Verbände. Es wird auch Zeit, dass diese Schwerverbrecher und Massenmörder von Mullahs neutralisiert werden von den US-Boys.

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16.05.2019

Da wäre ich nicht so euphorisch. Die US-Boys waren bisher vor allem höchst erfolgreiche Geburtshelfer für islamistische Terrorgruppen, wie z. B. den IS. Nichts anderes nämlich war das Ergebnis ihres mit hanebüchenen Lügen begründeten völkerrechtswidrigen, mörderischen Angriffes auf den Irak. Indirekt bomben sie gerade mit saudischer Hilfe den Jemen in Grund und Boden. Besser, die Amis bleiben wo der Pfeffer wächst oder kümmern sich um ihren eigenen Laden.

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16.05.2019

Deutschland haben die Bomben auch gut getan!

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16.05.2019

Bilanz des "humantitären" Eingreifens für mehr Freiheit und Massenvernichtungsstop der USA im Nahen und mitteleren Osten:

Irak - keine zentrale Regierungsgewalt - eher ethnische und religiöser Fleckenteppich - ohne iranischen Einfluss schon längst ein kompletter "Failed State" - weiterhin Pulverfass (Sunniten - Schiiten - Kurden)
Syrien - nur durch Russlands und Irans eingreifen wurde ein kompletter "Failed State" bisher verhindert - Ausgang wegen Kurden und Türkei offen
Lybien - "Failed State" - dadurch mehr Flüchtlinge übers Mittelmehr
Somalia - "Failed State"
Afghanistan - "Failed State"

Im Jemen sind die USA zumindest nicht direkt beteiligt ... nur der Iran und der US-Verbündete Saudi-Arabien ... übrigens mit einer ganz humanitäre Regierung ohne Schwerverbrecher und Massenmörder.

Gemeinsam haben sie zudem eine höchst korrupte "Zentralregierung". Die Bevölkerung in den Staaten denkt oft in Clan- und Stammesgemeinschaften. Ähnlich wie bei uns im frühen Mittelalter. Das Zusmmengehörigkeitsgefühl innerhalb der Staatsgrenzen ist teilweise gar nicht vorhanden.

Militärisches Eingreifen macht nur Sinn wenn man ein Nachkriegskonzept hat.
Hier fehlt es den USA. Den Dominio-Effekt (Bush) gab es aufgrund des 3. Golfkrieges. Nur haben sich nicht westliche Freiheit und Demokratie in dem Vakuum ausgebreitet, sondern Bürgerkrieg, Chaos und Islamismus.

Mir fehlt der Glaube, dass es im Iran anders ablaufen sollte. Besonders nachdem Trump bereits öfters "Fingerspitzengefühl" (Verlegung der US-Botschaft in Israel) bewiesen hat.
Ein Zusammenbruch des Staatswesens im Iran hätte kathastrophale Auswirkungen auf den Irak, wenn nicht sogar auf andere Teile des Nahen und mittleren Ostens.

Und Bomben haben Deutschland nicht gut getan. Sie waren leider eine Nebenwirkung des von Nazi-Deutschland begonnen Krieges. Von einem Einfall fremder Mächte bzw. aufgezwungenem Krieg reden nur ein paar Verwirrte ....

In Kriegen werden zu 98 % Unschuldige getroffen und keine bösen Schurken! Leiden trifft es in erster Linie die Schwächsten wie Kinder und Zivilisten.
Das Mullag-Regime braucht den bösen äußeren Feind zum Überleben. Als Sündenbock. Ohne den werden die von Ihren Jugend früher oder später hinweg gefegt.

Sehe schon die nächste Flüchtlingswelle rollen ... von den wirtschaftlichen Folgen eines großen und langen asymetrischen Krieges im (ganzen) Nahen und Mittleren Osten ganz zu schweigen.

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16.05.2019

Die Pläne für den Regimechange im Iran liegen schon lange in der Schublade der US-Administration. Gut möglich, dass im Iran immer noch eine Demokratie herrschen würde, wenn die USA nicht bereits 1953 den demokratisch gewählten Präsidenten Mossadegh gestürzt hätten.

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