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Weltflüchtlingstag

20.06.2017

Wie das Milliardengeschäft der Schleuser funktioniert

Deutsche Marinesoldaten und das Regensburger Hilfsschiff „Sea-Eye“ retten 60 Kilometer vor der libyschen Küste über hundert Migranten im Mittelmeer aus Seenot. Das Bild entstand am 12. April, als die Bundesmarine an einem einzigen Tag 1180 Bootsflüchtlinge, darunter 430 Kinder, in Sicherheit bringen musste.
Bild: Bundeswehr, dpa

Sie sind oft skrupellos und brutal – trotzdem boomt die Nachfrage: Die Schlepper-Industrie ist so groß wie nie und verdient Milliarden Euro im Jahr. Schlepper, Flüchtlinge und Experten berichten über das kriminelle Gewerbe und den schwierigen Kampf dagegen

2500 Euro hat der Syrer Firas für die Reise aus der Türkei nach Berlin bezahlt. Überlebt hat der 22-Jährige sie nur knapp. Denn die Menschenschlepper, die sein Geld kassierten, schickten ihn in einem überfüllten Boot mit kaputtem Motor aufs Mittelmeer. „Für diese Leute ist es ein Geschäft, es ist keine Hilfsaktion“, sagt Firas über die Männer, denen er sein Geld gab für den Platz im Boot, für falsche Dokumente und nächtliche Märsche von einem Land ins nächste.

Genau solche Schlepperdienste bietet der 31-jährige Omar an: Er bringt Menschen illegal über die syrisch-türkische Grenze: „Also, theoretisch ist es falsch, so einen Beruf zu haben, und illegal“, sagt Omar. „Aber praktisch gesehen tue ich Gutes. Ich helfe den Menschen, die seit sechs Jahren leiden, aus Syrien herauszukommen und friedlich zu leben, bis dieser Krieg vorbei ist.“

Beide Männer tragen in Wirklichkeit andere Namen. Sie sprechen nur im Geheimen über das, was sie verbindet: Die zwei sind – als Kunde und Anbieter – Teil des illegalen Milliardengeschäfts der Schlepper. Das Risiko ist klein, die Profite sind hoch. Es ist ein Geschäft, in dem sich die Netzwerke professionalisieren, wie Sicherheitsexperten berichten. Zugleich agieren Schmuggler skrupelloser. Darüber klagen Experten in Afrika ebenso wie die EU-Grenzschutzagentur Frontex. Die Schlepper nehmen in Kauf, dass ihre „Transportware“ Mensch verdurstet oder ertrinkt, dass Frauen vergewaltigt werden. Die Uno-Migrationsbehörde IOM hat errechnet, dass seit dem Jahr 2000 mindestens 60000 Migranten auf der Flucht starben oder vermisst werden.

Nicht immer sind Schlepper schuld am Tod der Flüchtlinge. Und die Migranten selbst wissen häufig, was sie riskieren. Sie nehmen in Kauf, dass sie auf geldgierige Elendsprofiteure angewiesen sind. Sie kennen die Geschichten von Menschen, die zu Zwangsarbeit oder Prostitution gezwungen wurden. Doch sie wollen ihre Chance auf ein besseres Leben nutzen.

Eine von ihnen ist die 30-jährige Schelok aus Nigeria. Sie hat zwei Kinder bei der Mutter gelassen, um in Europa ihr Glück zu suchen. In ihrem Heimatdorf hatte sie eine ältere Frau um Hilfe für ihre Reise gebeten. Wenig später landete Schelok als Prostituierte in einer Stadt in Nigeria, wo sie, wie sie erzählt, ihre Reisekosten abarbeiten sollte. Nach einiger Zeit entkam sie. Andere Schmuggler brachten Schelok in einem Monat durch die Sahara mit dem Ziel Mittelmeerküste. Kurz nachdem sie von dort abgelegt hatten, stoppte die libysche Küstenwache ihr Boot. Jetzt sitzt Schelok in einem Lager am Rand der libyschen Hauptstadt Tripolis fest. Sollte sie es noch mal auf ein Schlepperboot schaffen, wäre sie längst nicht in Sicherheit: Das Mittelmeer gilt als die tödlichste Fluchtroute weltweit – nirgendwo sterben mehr Flüchtlinge und Migranten. Seit Jahresbeginn zählten die IOM-Experten dort bereits über 1800 Tote. Alles Menschen, die nach Italien, Griechenland, Spanien oder Zypern wollten. Zwar ist die Zahl der Überfahrten im Vergleich zu 2016 stark gesunken. Doch das Risiko steigt: Im Vorjahr wurde pro 88 Menschen, die die Küste erreichten, ein Toter gezählt. In diesem kommt ein Toter auf 44 Ankömmlinge.

Die Schleuser-Industrie kassiert, auch wenn Flüchtlinge nie ans Ziel gelangen. Der Uno-Migrationsexperte Frank Laczko schätzt, dass Schmuggler-Netzwerke weltweit aktuell pro Jahr zehn Milliarden Euro umsetzen. „Es könnte auch noch mehr sein. Wir haben keine gesicherten Zahlen“, berichtet der Direktor des in Berlin angesiedelten IOM-Datenzentrums. Die europäische Polizeibehörde Europol schätzt, dass bei etwa einer Million Menschen, die 2015 nach Europa kamen, jeder im Schnitt 3000 bis 6000 Euro für die Flucht bezahlt hat. Sicherheitskreise vermuten, dass 70 bis 80 Prozent der Umsätze der Schleuser als Gewinn übrig bleiben. Gezahlt wird großteils in bar.

Geldwäsche und Kuriere, die große Summen über Grenzen schaffen, gehören zum System. Das Geld wird laut Europol in legale Branchen wie Autohandel, Gemüseläden, Immobilien und Transportfirmen investiert. Doch vieles liegt im Dunkeln. Den Ermittlern fehlt konkretes Wissen über Geldströme, Strukturen und Hintermänner. Ein Aspekt macht ihnen die Arbeit besonders schwer: Die Ankömmlinge schweigen häufig eisern, wenn Behörden sie zu Schleppern befragen. Selbst wenn sie auf ihrer Reise misshandelt wurden. Viele wollen Freunde und Familienangehörige nachholen – oft mithilfe der gleichen Schmugglernetze. Auch deshalb verraten sie die Schlepper selten.

„Das Schmugglerwesen ist durch die Nachfrage ein boomendes Business“, sagt der österreichische Experte Michael Spindelegger. Noch nie waren so viele Menschen auf der Flucht und der Markt für die Schlepper größer. Auf dem Weg nach Europa bedienen sich neun von zehn Flüchtlingen krimineller Hilfe.

Die Nachfrage entsteht aus vielerlei Gründen: Weil Krieg, Gewalt und Unterdrückung – wie in Syrien oder Teilen Afrikas – heftig wüten. Oder weil junge Männer und Frauen in Afrika, Asien und der Karibik auf großen und kleinen Bildschirmen mittels Internet vorgeführt bekommen, welche Lebenschancen sie andernorts hätten. Und weil historisch schon immer ein Anteil von Menschen auswanderte – bei einer steigenden Zahl von Erdbewohnern wächst auch diese Zahl automatisch mit. Zugleich versuchen begehrte Zielländer die illegale Einwanderung zu stoppen. Angesichts der Abschottungsversuche gewinnen Schleuser, die den heimlichen Transport und falsche Dokumente organisieren, für die Flüchtlinge noch mehr an Bedeutung.

Eine Komplettausstattung mit gefälschten oder illegal beschafften Dokumenten für den Weg nach Europa inklusive neuem Führerschein und Geburtsurkunde kann 5000 bis 10000 Euro kosten. Der Preis für den Landweg aus der irakischen Stadt Mossul in die Türkei kostet 1500 Dollar. Wohlhabende kaufen sich für 20000 Dollar Dokumente mit einem passenden Lebenslauf plus Überfahrt per Jacht aus der Türkei nach Italien.

Fachleute wie der Uno-Experte Frank Laczko sehen in der gesamten Schmuggelbranche wirtschaftliche Faktoren am Werk: „Es ist ein Geschäft, in das man relativ leicht einsteigen kann.“ Und es gibt die Chance auf steigende Gewinne.

Aus Libyen berichten Migranten, sie würden mit Waffen gezwungen, in überfüllte Boote zu klettern. Wo Platz ist für 15, würden 150 Leute hineingequetscht. Für den Boots-„Service“ schwanken die Kosten zwischen 600 und 1200 Dollar. Alle Versuche, das Risiko für die Schlepper zu erhöhen oder deren Gewinne zu schmälern, scheiterten bislang.

Im Gegenteil: Europas Politiker verheddern sich im Streit. Soll jeder EU-Staat seine Grenzen stark schützen oder lieber alle zusammen die Außengrenzen? Wer nimmt wie viele Flüchtlinge auf? Wie sinnvoll ist der Einsatz von Militärschiffen und Hilfsgruppen vor der Küste Libyens? Welche Effekte hätte ein Mauerbau zwischen Mexiko und den USA? Würde er die Gewinnaussichten für Kriminelle noch steigern?

In Afrika beobachten Sicherheitsexperten, dass Schlepper inzwischen Werbung für eine Flucht machen und die Menschen aktiv zur Abreise auffordern: „Die Schmuggler suchen jetzt selbst ihre Kunden“, sagt Uno-Experte Laczko. „Sie gehen hin und preisen ihre Dienste über Facebook und andere soziale Medien an.“ Solche Methoden passen zur wachsenden Professionalisierung der Schlepperbranche in mehreren Regionen der Welt.

Die Ermittler von Interpol und Europol warnen, dass eine Handvoll krimineller Organisationen in Form größerer Netzwerke das Geschäft an sich reißen, zusammenarbeiten und sich den Markt aufteilen könnten. Diese Tendenz sei bereits in der Türkei, Ägypten und Libyen erkennbar. Es gebe Überschneidungen zu Organisiertem Verbrechen wie Menschenhandel, Zwangsarbeit, Drogen- und anderem Schmuggel wie Treibstoff.

Derzeit dominieren lose Netze mit klarer Aufgabenteilung das Geschäft: Es gibt Anwerber, Organisatoren für Transport und Unterkunft, Passfälscher, Fahrer, Bootsführer und Bosse im Hintergrund, die mitkassieren. Die Ringe reagieren schnell und flexibel auf Polizeiaktionen und geänderte Politik. Ist ein Netz aufgeflogen, bildet sich sofort ein neues. Wird eine Route abgedichtet – wie der Weg über den Balkan nach dem „Deal“ zwischen der EU und der Türkei im Frühjahr 2016 –, leiten die Kriminellen ihre Kunden auf neue Routen um. Und erhöhen die Preise.

In vielen Regionen der Welt sind korrupte Beamte Teil des Systems. Grenzschützer kassieren von Schleppern, weil sie wegschauen. Botschaftsmitarbeiter handeln mit Pässen. In Afghanistan werden angeblich auch Drohbriefe der Taliban gefälscht, etwa um sie den Behörden in Europa als Beleg für den Fluchtgrund vorzulegen. Wegen der hohen Nachfrage kommen sich die Schleuser kaum ins Gehege, sondern schanzen sich Aufträge zu, berichten Experten. Interpol und Europol versuchen mit Spezialisten-Netzwerken gegenzuhalten. Doch angesichts der flexiblen Strukturen hinken die Ermittler oft weit hinterher.

Polizei und Justiz klagen über stockenden Informationsaustausch und teils wenig Kooperationswillen einiger anderer Länder. Solange die Kriminellen davon ausgehen können, dass Politiker und Strafverfolger in Europa und Afrika nicht in der Lage sind, ihnen das Geschäft zu verderben, fühlen sie sich im Vorteil. (dpa)

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Die Diskussion ist geschlossen.

02.07.2017

Wenn der Staat bei mir, wenn ich einen Bußgeld- oder Steuerbescheid einfach ignoriere, genauso großzügig wäre, käme ich vielleicht nicht auf die Idee, daß hier mit zweierlei Maß gemessen wird.

So allerdings ist das:

- Ein weiterer Beleg für das (vorsätzliche?) Versagen des Staates/der Behörden in den Asyl- und Einwanderungsbelangen.

- Alternativ ein Beleg für den Bruch bzw. das Ignorieren geltenden Rechts. Also Bananenrepublik statt der vielbeschworene "Rechtssstaat"

- Ein weiterer selbstverursachter "Pull-Faktor" für Wohlstandssuchende, denn das Signal nach aussen ist dadurch: Wer erst einmal hier ist, bleibt auch hier, eine Ablehnung ist faktisch ohne Folgen.

Am eigenen Bürger, der beispielsweise die Friedhofssatzung bei der Grabgestaltung nicht exakt einhält, wird geltendes Recht rigoros durchgesezt, der illegale Einwanderer ist sakrosankt.

Bunte Republik Deutschland...

PS: Die Zahl "550 000 abgelehnte Asylbewerber" halte ich für dreist geschönt:

Bereits im Januar 2015 waren es laut Innenministerium 600 000:

http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2015-01/32606174-600-000-abgelehnte-asylbewerber-in-deutschland-003.htm

Nach dem Run im 2. Halbjahr 2015 und 2016 können wir von mindestens dem Doppelten ausgehen.

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21.06.2017

Man kann es sehr kurz fassen: dieses Geschäft funktionuert wie jedes andere nach dem Prinzip: Angebot und Nachfrage

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20.06.2017

Wieso klären die Eu-Länder diese Menschen ihn ihren Heimatländern nicht auf, dort hat fast jeder TV und es müßte doch einfach sein, dort täglich einen Aufklärungsbericht in der Landessprache zu senden, wie gefährlich der Weg ist und das sie keine Hoffnung auf ein Dauerbleiberecht haben und ohne Papiere kommt keiner rein. Das würde einen Bruchteil dessen kosten, was die Migranten täglich kosten. Wer kurz nach Lybien aus dem Meer gefischt wird, soll nach Lybien gebracht werden und nicht in die EU. Die Migranten aus Afrika, sind ja in ihren Ländern reiche Leute, wieso bauen sie sich damit keine Existenz damit auf?

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21.06.2017

86 % der Flüchtlinge weltweit leben in Entwicklungsländern und haben überhaupt keine Chance nach Europa zu kommen.

Es gibt mittlerweile viele glaubhafte Berichte über den Zustand von Flüchtlingslagern. Dass diese Menschen sogar den Tod in Kauf nehmen nur um aus einem katastrophalen Zustand zu flüchten, sagt im Grunde schon sehr viel aus.

Außerdem wäre eine Ausbildung in Europa wahrscheinlich die beste Entwicklungshilfe.

"Wer kurz nach Lybien aus dem Meer gefischt wird, soll nach Lybien gebracht werden und nicht in die EU"

Dummerweise stammen die wenigsten Flüchtlinge aus Libyen selbst. Warum sollte Libyen diese Menschen zurücknehmen, wenn schon das finanziell viel stärkere Europa diese Menschen nicht aufnimmt?

"Die Migranten aus Afrika, sind ja in ihren Ländern reiche Leute, wieso bauen sie sich damit keine Existenz damit auf?"

Es sind weder reiche Leute, noch gibt es die geringste Chance sich damit eine Existenz aufzubauen. Wenn das tatsächlich so wäre, gäbe es viel weniger Flüchtlinge.

Woher bekommen Sie denn eigentlich diese Fehlinformationen?

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21.06.2017

Wenn sie denken, mit ihrer Einstellung Afrika zu retten, liegen sie auf dem Holzweg. Ich hoffe sie sind noch jung und bekommen die Folgen noch zu spüren. Sinnvolle Argumentation ist mit ihnen nicht möglich, wenn ich ihre Kommentare so lese.

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21.06.2017

"Es sind weder reiche Leute, noch gibt es die geringste Chance sich damit eine Existenz aufzubauen."

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Arbeitspapier der Hans Seidel Stiftung "Flucht und Migration in Afrika":

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""Die meisten derzeit in Europa ankommenden afrikanischen Flüchtlinge und Migranten gehören nicht zu den „Ärmsten der Armen“. Es sind häufig Personen, die oberhalb der Armutsgrenze leben oder mitunter gar der afrikanischen Mittelschicht angehören. Ansonsten könnten sie sich die Kosten der Schlepper und Schleuser oft gar nicht leisten."

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:http://www2.hss.de/fileadmin/media/downloads/Publikationen/160712_AMEZ_18_Afrika_1..pdf

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Ach so, die sind ja CSU-nah, also Rassisten.

Dann Fragen wir doch mal einen deutsch-libanesischen Filmemacher:

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"Hierzu muss man wissen, dass eigentlich kaum Menschen aus den eigentlichen Kriegsgebieten zu uns kommen, denn die können sich die Schlepper nicht leisten. Es kommen vor allem Menschen hierher, die sich seit Jahren in den Anrainerstaaten, Libanon, Jordanien und der Türkei eine Existenz aufgebaut haben. Sie verkaufen alles und machen sich auf dem Weg nach Deutschland. Auch viele Gastarbeiter in den Golfstaaten, die aus Syrien, dem Libanon oder Pakistan und Afghanistan stammen, und dort seit Jahren mit ihren Familien leben, machen das. Denn es lohnt sich. Dazu kommen unzählige Klein-und Groß-Kriminelle aus den Slums der nordafrikanischen Metropolen, die sich die Schlepper leisten können, und als Flüchtlinge hierherkommen. Sind sie erst einmal hier, werden sie von ihren Heimatländern verständlicherweise nicht mehr wieder zurückgenommen."

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http://cicero.de/innenpolitik/migrationspolitik-jedes-unrecht-beginnt-mit-einer-luege

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Also was sind jetzt hier Fehlinformationen?

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20.06.2017

Guter Artikel, der nur 2 Lücken aufweist:

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Unter:

"Die Nachfrage entsteht aus vielerlei Gründen:..."

führen Sie nur die "Push"-Gründe für Migration aus.

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"Pull"-Gründe sind aber in Europa ebenfalls und in Deutschland, Schweden, Dänemark und den Niederlanden im besonderen reichlich vorhanden:

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Neben dem hohen Lebensstandard und der Sicherheit ist beispielhaft zu nennen:

- Mangelnde bis keinerlei Grenzkontrollen, Einreisemöglichkeit ohne Papiere durch Asylantrag.

- Ab Ankunft Anspruch auf Unterkunft, Verpflegung + "Taschengeld" ohne Gegenleistung

- Aufwendungen für Unterkunft, Heizung und Hausrat bei wohnen außerhalb einer Sammelunterkunft auf dem Niveau Einheimischer Sozialhilfeempfänger ohne Gegenleistung,

- Kostenlose medizinische Versorgung

- Sprachunterricht und Aussicht berufliche Ausbildung und Förderung (ebenfalls kostenlos)

- Moglicher Familiennachzug

- Möglichkeit der Einlegung von Rechtsmitteln oder Nutzung von Duldungsregelungen.

- Bei Ablehnung minimales Abschiebungsrisiko

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https://de.wikipedia.org/wiki/Push-Pull-Modell_der_Migration

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Die 2. Lücke, eigentlich auch ein Pull-Faktor, ist die Praxis der Seenotrettung mit anschließender Verbringung nach Europa.

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21.06.2017

"Neben dem hohen Lebensstandard und der Sicherheit ist beispielhaft zu nennen:- Mangelnde bis keinerlei Grenzkontrollen, Einreisemöglichkeit ohne Papiere durch Asylantrag."

Wenn Sie schon diese Statements vertreten, dann erklären Sie doch warum die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland allgemein rückläufig ist. Nur ein Bruchteil der Flüchtlinge kommt in die EU. 86 % der Flüchtlinge weltweit leben in Entwicklungsländern. So unbekannt dürfte dies eigentlich nicht sein.

"Ab Ankunft Anspruch auf Unterkunft, Verpflegung + "Taschengeld" ohne Gegenleistung......"

Welche Gegenleistung erwarten Sie von Flüchtlingen?

Kommunen und Sozialkassen schwimmen mehr denn je im Geld. Wir können uns die Finanzierung von Flüchtlingen und deren Ausbildung leisten.

Wenn man auch noch Ihre anderen Argumente betrachtet, dann könnte leichtsam der Eindruck entstehen dass Sie Lager vorziehen, in denen Flüchtlinge eingepfercht werden und Frondienste leisten müssen. Dies alles im Irrglauben damit die Flüchtlingsbewegung aufhalten zu können.

Man kann durchaus behaupten, dass die allermeisten Asylbewerber eine Arbeit suchen und ohne jegliche Almosen oder Zuwendungen auskommen möchten. Meist gelingt es nicht, weil keine Arbeitserlaubnis vorliegt.

Menschen und Menschenrechte in zwei Klassen einzuteilen ist eher die Intension von Rassisten. Bewährt hat sich dieses Verhalten keinesfalls.

"Die 2. Lücke, eigentlich auch ein Pull-Faktor, ist die Praxis der Seenotrettung mit anschließender Verbringung nach Europa."

Zigtausend Flüchtlinge, Familien mit Kindern als Abschreckung ertrinken zu lassen um den Nachzug von weiteren Flüchtlingen zu verhindern ist nicht nur absurd, sondern einer zivilisierten Gesellschaft nicht würdig. Außerdem ist eine Rückführung zum Herkunftsland nur selten möglich.

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21.06.2017

"Die 2. Lücke, eigentlich auch ein Pull-Faktor, ist die Praxis der Seenotrettung mit anschließender Verbringung nach Europa." Zigtausend Flüchtlinge, Familien mit Kindern als Abschreckung ertrinken zu lassen um den Nachzug von weiteren Flüchtlingen zu verhindern ist nicht nur absurd, sondern einer zivilisierten Gesellschaft nicht würdig.

Sind oder waren sie eigentlich Lehrer, weil sie meinen ausnahmslos alles besser zu wissen? Wer hat behauptet, man soll die Leute ertrinken lassen? Es ging darum, die Leute nicht mit NGO-Seetaxis nach Europa zu bringen. Und ist Australien eigentlich ein international geächtetes Land? Die machen genau dies, was sie kritisieren. In großen Medienaktionen wird in den Herkunftsländern der Flüchtlinge bekannt gemacht, dass jeder illegale Flüchtling im Land sofort wieder das Land verlassen muss. Teilweise werden sie dann auf eine Insel gebracht. Und jeder Illegale der in Austarlien aufgegriffen wird, darf nie wieder Australien betreten, nicht mal als Urlauber oder sonstwie. Und es funktioniert!

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21.06.2017

"Sind oder waren sie eigentlich Lehrer, weil sie meinen ausnahmslos alles besser zu wissen?"

Haben Sie denn irgendwelche Komplexe?

"Wer hat behauptet, man soll die Leute ertrinken lassen? Es ging darum, die Leute nicht mit NGO-Seetaxis nach Europa zu bringen."

Jetzt tun Sie mal nicht so scheinheilig und zeigen eine brauchbare Alternative.

Was wollen Sie denn erreichen wenn die Seenotrettungsschiffe die Flüchtlinge nicht mehr aufnehmen und nach Italien bringen? Fakt ist, dass bis heute diese Menschen nicht wieder zurückgenommen werden.

Können Flüchtlinge so lange im Mittelmeer schwimmen bis endlich eine Lösung gefunden wird?

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-02/libyen-fluechtlinge-grenzschutz-kontrolle-eu-gipfel

Im Übrigen war Weltflüchtlingstag und das nicht ohne Grund.

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21.06.2017

"Fakt ist, dass bis heute diese Menschen nicht wieder zurückgenommen werden"

Und ich sehe keinerlei ernsthafen politischen Willen seitens Deutschland bzw. der EU, das zu ändern. Also scheint man ja mit dem derzeitigen Zustand ganz gut leben zu können.

(edit/mod)

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22.06.2017

Es ändert doch nichts an der Tatsache, dass die Flüchtlinge nicht zurückgenommen werden. Auf eine vernünftige Alternative von Ihnen warte ich schon lange ohne dass etwas kommt. Mir scheint Sie wollen die Flüchtlingskrise noch weit mehr auf den schwachen Staat Libyen verlagern, damit Sie Ihre Ruhe haben.

Im Übrigen können Sie sich darauf verlassen, dass unsere Politiker sofort einen Kuhhandel mit Libyen machen würden wenn Sie nur könnten.

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22.06.2017

Ob Sie nun einen politischen Willen sehen oder nicht, ändert doch wirklich nichts an der Tatsache, dass Flüchtlinge nicht zurückgenommen werden.

Es ist mal so, Gründe gibt es auch dafür. Dann sagen Sie doch endlich mal, was Rettungsschiffe anderes machen können, als die Menschen vor dem Ertrinken zu retten und nach Italien zu bringen.

So lange es keine bessere Lösungen gibt, ist das Bashing gegen die Seenotrettungsschiffe nur noch makaber und menschenunwürdig.

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22.06.2017

In Afrika wird sich die Bevölkerung bis 2050 fast nochmal verdoppeln, das sind 1,2 MRD Menschen mehr. Dort gibts heute schon keine Arbeit und vielfach nicht genug zum Essen. Soll ihrer Meinung nach Europa, insbesondere Deutschland den Überschuß aufnehmen, damits dem Rest ind Afrika besser geht !

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22.06.2017

"Auf eine vernünftige Alternative von Ihnen warte ich schon lange ohne dass etwas kommt."

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Das ist ganz einfach. Ich zitiere den österreichischen Außenminister:

"Die Einzige Möglichkeit, den Schleppern das Handwerk zu legen, die Masseneinwanderung nach Europa zu Stoppen und das Sterben im Mittelmeer zu beenden ist, dafür zu sorgen, daß niemand, der sich illegal auf den Weg macht, in Europa ankommmt"

.

"...ändert doch wirklich nichts an der Tatsache, dass Flüchtlinge nicht zurückgenommen werden."

.

Ach, und das haben wir einfach so hinzunehmen?

Dann frage ich mich ernsthart, warum wir uns einen gigantischen EU-Apparat leisten, eine Bundesregierung und ein auswärtiges Amt samt diplomatischem Dienst, wenn die alle nichts zustande bringen, was UNSEREN Interessen dient:

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- Wie wärs mit einer Initiative zu einer Resolution der UN, der die Transitstaaten zur Kooperation verpflichtet?

- Wie wärs mit Anreize schaffen? Ein illegaler Einwanderer, der sich als Flüchtling ausgibt, kostet im Schnitt 2000 €/Monat, ein "unbegl. Minderjähriger" 5000 €. Ich bin mir sicher, daß sich für einen Bruchteil des Geldes die "Motivation zur Rücknahme" steigern ließe. Mit einem "Kuhhandel" hätte ich überhaupt kein Problem, das ist international völlig üblich.

- Wie wärs mit Kreativität?

http://www.spiegel.de/politik/ausland/libyen-bittet-bruessel-um-patrouillenboote-a-1144850.html

- Man könnte den Nordafrikanischen Staaten auch Hilfe bei der Überwachung ihrer Küsten "anbieten", Schiffe hätten die Marinen der Mittelmeerstaten genug, Aufklärer sicher auch.

- Wie wärs mit Druck ausüben? Marokko kassierte 2015 430 Mio € Entwicklungshilfe, Tunesien 215 Mio, für Libyen sind heuer 200 Mio € von der EU vorgesehen:

- Gelder einfrieren-
- Sanktionen
- Boykott

- oder: Es einfach mal machen: Mal sehen, was passiert, wenn ein deutsches Marineschiff voller Geretteter in den Hafen von Sirte oder Misrate einlaufen will. Und es ggf. auf einen Eklat ankommen lassen. Als Gaddafi noch lebte, hatte man ja auch kein Problem mit Sanktionen oder noch "robusterem" Vorgehen, nur daß der die illegale Migration unterbunden hat.

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Und da komm ich simpel gestrickter Prolet mit 2 Min nachdenken drauf. Was könnte da erst ein gewiefter Diplomat mit Scharfsinn aus dem Hut zaubern, wenn er nur wollte (oder dürfte)...

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"Es ist mal so, Gründe gibt es auch dafür."

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Sicher, ist so für die afrikanischen Transitländer ja auch viel einfacher: Durchwinken, dann haben andere das Problem, und nebenbei kann man ja noch prächtig an den Migranten verdienen.

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"...ist das Bashing gegen die Seenotrettungsschiffe nur noch makaber und menschenunwürdig.

.

Daß die es gut meinen, mag ja sein. Was die Beweggründe für deren Finanziers ist, sei dahingestellt. Nur diese Seite der Medaille zu sehen, ist aber kurzsichtig, wenn nicht dämlich.

Was bewirkt es denn, wenn die "Retter" schon kurz vor oder sogar in Lybischen Hocheitsgewässsern Operieren und dann den Transfer nach Italien übernehmen?

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"In Libyen selbst schieben die Schlepper die voll besetzten Schlauchboote inzwischen nur noch vom Strand aus kurz über die 12-Meilen-Grenze in internationale Gewässer. Dann setzen sie bei den Schiffen der Nato-Operation Sophia einen Notruf ab, damit deren Besatzungen die Menschen aus dem Mittelmeer fischen. "Das ist mittlerweile eine wohlorganisierte Übergabe", sagt ein europäischer Diplomat"

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http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-03/fluechtlinge-libyen-schlepper

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Die Schlepper können sogar online verfolgen, wo sich die "Retter" gerade befinden:

https://www.vesselfinder.com

https://www.marinetraffic.com

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Sie brauchen also lediglich ein billiges Schlauchboot, Sprit für 20 km und können den Kunden fast schon eine Einreisegarantie für die EU bieten, sofern sie dafür sorgen, daß sie in Sichtweite der "zufällig" anwesenden Retter "plötzlich" in Seenot geraten.

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Also: Gut gemeint, aber schlecht gemacht, da für jeden, der aus dem Wasser gefischt und nach Europa verbracht wird, zwei neue in ein Schlauchboot steigen, und ab und zu geht so einen Aktion halt dann doch schief...

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Deshalb gilt, was ich in meinem ersten Absatz geschrieben habe, ohne wenn und aber: Rettung ja, aber keinesfalls Verbringung nach Europa.

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23.06.2017

"Die Einzige Möglichkeit, den Schleppern das Handwerk zu legen, die Masseneinwanderung nach Europa zu Stoppen und das Sterben im Mittelmeer zu beenden ist, dafür zu sorgen, daß niemand, der sich illegal auf den Weg macht, in Europa ankommmt"

Das ist doch wieder mal nur populistisches Geschwätz des Österreichers, denn es fehlt meilenweit an der Durchsetzungsmöglichkeit. Kein Wort wie sein Geschwätz durchführbar wäre.

"Dann frage ich mich ernsthaft, warum wir uns einen gigantischen EU-Apparat leisten, eine Bundesregierung und ein auswärtiges Amt samt diplomatischem Dienst, wenn die alle nichts zustande bringen, was UNSEREN Interessen dient:"

Sie meinen sicher was Ihren Interessen dient, meine und die Interessen von vielen anderen sind es wirklich nicht.

Nicht die EU leistet global am meisten für Flüchtlinge, sondern wenige wirtschaftlich schwächere Länder. Und ausgerechnet die sollen womöglich noch mehr Flüchtlinge aufnehmen. Ihre Intension ist letztlich doch sehr beschämend.

"Und die Hauptlast trägt … nicht Europa und schon gar nicht Deutschland. Das geht aus einem Bericht der Menschenrechtsorganisation "Amnesty International" hervor. 65 Prozent dieser Flüchtlinge wurden demnach von nur zehn Ländern aufgenommen, die direkt an Konfliktgebiete angrenzen. Mit 2,7 Millionen Flüchtlingen hat Jordanien dem Bericht zufolge die meisten Menschen aufgenommen. Es folgen die Türkei (mehr als 2,5 Millionen), Pakistan (1,6 Millionen) und der Libanon (mehr als 1,5 Millionen)." Quelle: Focus

"Sicher, ist so für die afrikanischen Transitländer ja auch viel einfacher: Durchwinken, dann haben andere das Problem"

Sie wollen doch offensichtlich auch dass andere Länder das Problem haben, ist ja auch viel einfacher und bequemer. Wenn man sieht wer die meisten Flüchtlinge aufnimmt, bleibt ihr Argument nun reichlich schwach.

"Dass die es gut meinen, mag ja sein. Was die Beweggründe für deren Finanziers ist, sei dahingestellt. Nur diese Seite der Medaille zu sehen, ist aber kurzsichtig, wenn nicht dämlich."

Wer sind denn nun die Finanzierer der Seenotrettungsschiffe?

Wer soll da so dämlich sein?

Wie wäre es mit den versprochenen Hotspots um auf ganz legalem Weg den Flüchtlingen zu helfen? Dass diese Menschen eingepfercht in Lagern dringend Hilfe benötigen, dürfte mittlerweile durchaus bekannt sein. Schleuser wären damit wohl arbeitslos und das sollte kurzfristig das Ziel sein, denn noch mehr Tote kann Europa sich nun wirklich nicht leisten. Gleichzeitig müssen Anreize geschaffen werden, um die Flucht von so vielen Menschen einzudämmen. Wie wäre es wenn alle Länder vor allem in der EU gleichmäßig viele Flüchtlinge in Bezug auf ihre Wirtschaftskraft aufnehmen und nicht nur die schwächsten Länder außerhalb der EU? Dafür setzen Sie sich so wie es aussieht wohl nicht ein. Warum eigentlich?

"Also: Gut gemeint, aber schlecht gemacht, da für jeden, der aus dem Wasser gefischt und nach Europa verbracht wird, zwei neue in ein Schlauchboot steigen, und ab und zu geht so einen Aktion halt dann doch schief..."

Ab und zu mal geht etwas schief, so ganz lapidar zu zigtausend Ertrunkene Menschen im Mittelmeer. Sind es 10.000 oder 20.000 oder noch mehr Ertrunkene Flüchtlinge?

"Rettung ja, aber keinesfalls Verbringung nach Europa."

Wohin dann, denn Ihre Vorschläge sind zur Zeit einfach nicht durchführbar.

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23.06.2017

"Kein Wort wie sein Geschwätz durchführbar wäre."

Sehen Sie, das ist das, was Diskussionen mit Ihnen so ermüdend macht:

Was Ihnen nicht in den Kram oder in Ihr Weltbild passt, wird einfach ignoriert, und entweder, Sie wiederholen sich, oder sie hauen einfach ein paar weitere Behauptungen raus.

Ich hab 8 Vorschläge gemacht, wie das durchsetzbar wäre, und mit ein wenig nachdenken könnte ich Ihnen zig weitere Möglichkeiten nennen, und mir kann keiner erzählen, daß das unmöglich ist. Also fehlt schlicht und einfach entweder der Wille oder der Mut dazu.

"Wer sind denn nun die Finanzierer der Seenotrettungsschiffe?"

Können Sie beispielsweise hier nachlesen, wird hier haarklein aufgeschlüsselt:

https://de.europenews.dk/Ein-profitables-Geschaeft-im-Mittelmeer-Zusammenarbeit-von-NGOs-und-Schleppern-136437.html

Und hier, welche Interessen möglicherweise dahinterstecken:

https://fassadenkratzer.wordpress.com/2016/04/28/das-netzwerk-des-george-soros-fuer-grenzenlose-migration-in-europa/

"Wer soll da so dämlich sein? "

Für Sie nochmal, ich habs doch bereits geschrieben: Diejenigen, die nicht schnallen, was sie mit der Abholung direkt vor der Küste Afrikas und der Verbringung nach Europa bewirken bzw auslösen. Wollen Sies ncohmal hören?

"Wie wäre es mit den versprochenen Hotspots um auf ganz legalem Weg den Flüchtlingen zu helfen?"

Wie wäre es damit, die Menschen in der Nähe ihrer Herkunftsregion zu helfen?

Zumal sie dann jederzeit zurückkehren können?

Ist es sinnvoll und gerecht, in Deutschland 2000 € / Monat für einen einzelnen Afghanen aufzuwenden, wenn im Nahen Osten eine ganze Großfamilie mit 50 € auskommen kann?

Sind es 10.000 oder 20.000 oder noch mehr Ertrunkene Flüchtlinge?

Laut UNHCR sind es rund 5000 Menschen, die 2016 ertrunken sind.

Hören Sie auf, mir zu unterstellen, das sei mir egal. Ich habe mich nie gegen Seenotrettung ausgesprochen.

Aber mal als Relation: 2015 Betrug das Risiko, bei der Überfahrt zu ertrinken, laut UNHCR ca. 1,5% (zu 2016 hab ich nichts gefunden).

Und die Migranten nehmen das Risiko bewusst in Kauf.

Sie wollen doch offensichtlich auch dass andere Länder das Problem haben

Die Bevölkerungsexplosion Afrikas ist ein afrikanisches Problem. Wir werden das nicht durch offene Grenzen lösen, selbst wenn Europa 10 Millionen pro Jahr aufnimmt.

Sie meinen sicher was Ihren Interessen dient, meine und die Interessen von vielen anderen sind es wirklich nicht.

82 % der Deutschen sehen das wohl so wie ich:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-deutsche-fordern-laut-umfrage-korrektur-der-fluechtlingspolitik-a-1111625.html

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23.06.2017

"Sehen Sie, das ist das, was Diskussionen mit Ihnen so ermüdend macht:"

Für wen sind all die Argumente brauchbar? Es bleibt letztlich nur die AfD, Reichsbürger und Identitäre übrig. Damit meine ich selbstverständlich auch Ihre Argumente, welche absolut nicht in die heutige Gesetzgebung passen.

"82 % der Deutschen sehen das wohl so wie ich:"

Das Rad dreht sich weiter, denn dieser Artikel im Spiegel ist schon ein Jahr alt. Mittlerweile scheint Fr. Merkel so beliebt zu sein wie selten zuvor, warum auch immer.

Durch Abschottung und geschlossenen Grenzen ist das Problem ganz sicher nicht zu lösen.

2016 waren es mindestens 5000 Menschen, die im Mittelmeer unnötigerweise ertrunken sind. Seit der Flüchtlingskrise bis heute können es durchaus 20.000 Menschen sein. Und das sind keine Peanuts, es geht um Menschen und da ist jeder Ertrunkene Flüchtling einer zu viel.

Anscheinend fällt es Ihnen furchtbar schwer, die jetzige Gesetzgebung zu akzeptieren. Bringen Sie deswegen Artikel von Europa News?

Selbst Frontex macht keineswegs Anschuldigungen gegen die NGOs. Ich verlasse mich eher auf seriöse Berichte, die schließlich in genügender Anzahl vorliegen.

"Was Ihnen nicht in den Kram oder in Ihr Weltbild passt, wird einfach ignoriert, und entweder, Sie wiederholen sich, oder sie hauen einfach ein paar weitere Behauptungen raus."

Sie irren sich. Warum sollte ich Ihre Weltanschauung oder wie immer das zu nennen ist, akzeptieren? In dem Fall finden sich sicher einige AfD Anhänger oder auch Identitäre die Ihren Vorschlägen voll zustimmen.

"Für Sie nochmal, ich habs doch bereits geschrieben: Diejenigen, die nicht schnallen, was sie mit der Abholung direkt vor der Küste Afrikas und der Verbringung nach Europa bewirken bzw auslösen. Wollen Sies ncohmal hören?"

Vielleicht haben Sie es bis heute noch nicht geschnallt, was in den Flüchtlingslagern geschieht. Ich bin absolut dagegen dass sich die katastrophalen Zustände noch weiter verschlimmern. In erster Linie muss diesen Menschen geholfen werden, da gibt es kein wenn und aber. Es ist eine Schande, dass Europa so lange diesem Zustand aus dem Wege geht. Eben deswegen nehmen die Flüchtlinge den Tod auf dem Mittelmeer in Kauf.

Und Sie wollen diese Zustände noch weiter verschlimmern in dem sie Flüchtlinge wieder nach Nordafrika zurückschicken. Und wenn nicht ist man dämlich. Gehts noch?

"Wie wäre es damit, die Menschen in der Nähe ihrer Herkunftsregion zu helfen?"

Dieses ist doch im Gange laut Entwicklungsminister Müller und dient dazu, dass der Flüchtlingsstrom nach Nordafrika eingedämmt wird. Für die jetzigen Zustände in den Lagern nützt dies allerdings nichts mehr. Eine Rückführung durch die Seenotrettungsschiffen würde die Situation noch weiter verschlechtern.

So wie der Entwicklungsminister Müller auch sagt, braucht es zwei Dinge. Einmal die Not in den Lagern zu mildern und einmal die Herkunftsländer zu stärken.

Beides kostet Zeit und Geld. Bis dahin ist es nicht möglich Flüchtlinge durch Seenotrettungsschiffe zurüchzuschicken.

Erklären Sie doch mal, warum Ihre Argumente nicht zum Zug kommen? Sie meinen doch nicht ernsthaft, dass es nur Tölpel wären, die Ihre Argumente nicht schnallen.

Ich sehe für mich keinen Grund Ihnen zuzustimmen, warum auch.

"Die Bevölkerungsexplosion Afrikas ist ein afrikanisches Problem."

Ach nee und Sie wollen tatsächlich warten, bis 10 Millionen oder mehr Europas geschlossene Grenzen stürmen. Dann wird es eng, weil die Meisten nicht mehr als unsere Freunde kommen.

Erklären Sie doch mal, warum Ihre Argumente nicht zum Zug kommen? Sie meinen doch nicht ernsthaft, dass es nur Tölpel wären, die Ihre Argumente nicht schnallen. Es mag durchaus so sein, dass Ihre Argumente doch nicht so gut sein, wie Sie es gerne sehen.

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24.06.2017

Also, ihre 82 % der Deutschen sehen das sicher nicht so wie sie, auch hier im Forum sind sie mit Ihrer Meinung fast der einzige und in anderen Foren ist es ebenso. Überschätzen sie sich mal nicht , wenn sie auch viel schreiben.

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21.06.2017

"Wenn Sie schon diese Statements vertreten, dann erklären Sie doch..."

Wenn Sie bestreiten, daß, was ich aufgelistet habe, sog. "Pull-Faktoren" sind, schlage ich vor, Sie diskutieren das im entsprechenden Wikipedia-Artikel.

https://de.wikipedia.org/wiki/Push-Pull-Modell_der_Migration

Alles andere von Ihnen geschriebene sind wieder die üblichen Unterstellungen und angedeuteten Beleidigungen, die es mir nicht mehr die Zeit wert sind, darauf zu antworten.

"Kommunen und Sozialkassen schwimmen mehr denn je im Geld. Wir können uns die Finanzierung von Flüchtlingen und deren Ausbildung leisten."

Selbst wenn das so wäre, bin ich der Meinung, daß ein verantwortungsvoller Staat die Plicht hätte, dieses Geld primär dem Volk zugute kommen zu lassen, das es erwitschaftet hat, bzw. deren Kinder, oder noch besser, es diesem erst gar nicht zu nehmen.

Ach, und da waren ja noch die 2 Billionen € Staatschulden, plus die ca. 1,2 Bio Ausstände aus Rettungsschirmen und Target-Salden... Alles Peanuts, wie? Machen wir halt wieder eine Währungsreform.

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23.06.2017

"Wenn Sie schon diese Statements vertreten, dann erklären Sie doch warum die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland allgemein rückläufig ist."

Aber Hallo, es geht um die Rückläufigkeit der Asylsuchenden in Deutschland. Diskutieren Sie das selbst in Wiki.

Leider übersehen Sie eine Verantwortung für Mitmenschen in Not und die ist unabhängig von Nationalität und Religion. Primär muss dort geholfen werden wo Hilfe am dringensten benötigt wird, ganz unabhängig von Ihre Meinung.

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23.06.2017

Aber Hallo, es geht um die Rückläufigkeit der Asylsuchenden in Deutschland.

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Es gibt keinen Rückgang ggü. dem Vorjahr.

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Es gibt einen Zustrom von Asylbewerbern die bereits in anderen EU-Ländern waren und deutlich hochlaufende Zahlen beim Familiennachzug. Es werden in 2017 sicher wieder ca. 400.000 Menschen neu nach Deutschland kommen, die mit Ausnahme von ein paar Show-Abschiebungen auch bleiben werden und Wohnungen benötigen.

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23.06.2017

Auf welche Statistiken beruhen Ihre Zahlen. Machen Sie doch eine Quellenangabe, wenn Sie schon so populistische Behauptungen aufstellen.

Außerdem dürfen Sie gerne selbst nachlesen:

http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Statistik/Asyl/aktuelle-zahlen-zu-asyl-mai-2017.pdf;jsessionid=C1A2EEC4A56985E8C580953A4A825BEE.1_cid368?__blob=publicationFile

"Im bisherigen Berichtsjahr 2017 wurden 86.198 Erstanträge vom Bundesamt entgegengenommen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden 302.209 Erstanträge gestellt; dies bedeutet einen Rückgang der Antragszahlen um 71,5 % im Vergleich zum Vorjahr." Quelle: BAMF

Im Übrigen kann es durchaus sein, dass die Zahl der Asylsuchenden wieder steigt. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Allerdings wäre das alles andere als ein Untergang für Deutschland bzw. Europa.

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23.06.2017

Ich denke Sie kennen den Unterschied zwischen Einreisen (legal und illegal) und gestellten Asylanträgen. Es gibt auch viele Flüchtlinge die keinen Asylantrag stellen.

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https://www.welt.de/politik/deutschland/article151953105/Kaum-Jugendliche-sind-vom-Asylpaket-II-betroffen.html

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Viele unbegleitete minderjährige Flüchtlinge stellen gar keinen Asylantrag, sondern erwirken eine Duldung. Von der umstrittenen Aussetzung des Familiennachzugs sind sie daher gar nicht betroffen.

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Zu den Einreisen (nicht jeder meldet sich bei den Behörden) sind stets die Familiennachzüge hinzuzurechnen.

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http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/fluechtlingskrise-familiennachzug-steigt-um-50-prozent-14695915.html

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23.06.2017

Ich bitte Sie um eine Quellenangabe zu Ihrer Behauptung und Sie bringen nur Ihre eigene frei erfundene Meinung.

Sie behaupten, dass es keinen Rückgang der Asylsuchenden von 2017 zu 2016 gibt.

Leider sind Sie bis jetzt nicht imstande einen Beleg oder eine Quellenangabe zu liefern.

Was wollen Sie denn damit erreichen?

"Ich denke Sie kennen den Unterschied zwischen Einreisen (legal und illegal) und gestellten Asylanträgen. Es gibt auch viele Flüchtlinge die keinen Asylantrag stellen."

Dass es ohne Asylantrag keinen Familiennachzug gibt dürfte auch Ihnen nicht so unbekannt sein.

Im Übrigen sei die Zahl der illegal eingereisten Flüchtlinge rückläufig, so das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf Behördenangaben.

Auch Ihre eingefügten Links zeigen keineswegs, dass Asylanträge nicht Rückläufig sind.

"Laut „Heilbronner Stimme“ liegt die Zahl der Asyl-Nachzüge damit weit hinter den Erwartungen vom Herbst 2015."

Im zweiten Link (Welt-N24 vom Febr. 2016):

"Viele unbegleitete minderjährige Flüchtlinge stellen gar keinen Asylantrag, sondern erwirken eine Duldung. Von der umstrittenen Aussetzung des Familiennachzugs sind sie daher gar nicht betroffen."

Steht doch da, dass es für Duldung keinen Familiennachzug gibt.

Insgesamt gesehen ist es bei der hohen Anzahl von Asylsuchenden doch ganz normal dass die Zahl der Asylnachzüge steigt. Was gibt es da noch auszusetzen, insbesondere nachdem durch das Asylpaket II der Nachzug eh erschwert wurde.

Warum weichen Sie überhaupt auf den Familiennachzug aus, anstatt einen Beweis oder Quelle für Ihre Behauptung zu nennen?

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