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04.01.2019

Wird Kramp-Karrenbauer als CDU-Chefin auch Kanzlerkandidatin?

Annegret Kramp-Karrenbauer ist neue CDU-Vorsitzende - sowie sie und ihre Vorgängerin Bundeskanzlerin Angela Merkel es letztlich wohl geplant hatten.
Bild: Rainer Jensen, dpa

Annegret Kramp-Karrenbauer hat Angela Merkel als CDU-Chefin beerbt. Ob sie nun auch Kanzlerkandidatin werden soll, darüber wird in der Partei diskutiert.

Für Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus ist die neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer erste Anwärterin auf die nächste Kanzlerkandidatur - allerdings sieht er darin keinen Automatismus. "Es ist absolut klar, dass sie den ersten Zugriff hat", sagte der Christdemokrat dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Wer sich von der CDU tatsächlich für das Kanzleramt bewerben wird, hängt aber vom Momentum ab, wenn die Kandidatur ansteht."

Wird Annegret Kramp-Karrenbauer auch Kanzlerkandidatin?

Kramp-Karrenbauer hatte sich als Nachfolgerin von Angela Merkel an der CDU-Spitze auf dem Parteitag Anfang Dezember knapp gegen Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz durchgesetzt. Merz war unter anderem von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble unterstützt worden.

In der jüngsten Ausgabe des "Sterns" hatte Schäuble im Zusammenhang mit der Kanzlerkandidatur nun den Begriff "Zugriffsrecht" kritisiert und gesagt: "Man wird sich zum gegebenen Zeitpunkt verständigen." Das wurde als abermalige Spitze gegen Kramp-Karrenbauer verstanden.

Bei der Schwesterpartei CSU pocht man aufs Mitspracherecht. "Frau Kramp-Karrenbauer hat mit ihrer Erfahrung als Ministerpräsidentin alle Voraussetzungen, später mal Kanzlerin zu werden.

Auch die CSU will Mitspracherecht bei Frage um Kanzlerkandidatur

Aber entschieden ist noch gar nichts, es wäre auch zu früh", sagte der bayerische Landtagsfraktionschef Thomas Kreuzer der "Bild"-Zeitung (Freitag). "Vor allem wenn es einen gemeinsamen Unions-Kanzlerkandidaten geben soll, wovon natürlich alle ausgehen, muss das Thema zu gegebener Zeit mit der CSU diskutiert werden. Ein Automatismus wird der Bedeutung nicht gerecht." Letztlich hätten die Gremien beider Parteien zu entscheiden.

Brinkhaus mahnte ferner eine stärkere Konzentration auf die Umweltpolitik an. Sie sei in den vergangenen Jahren wegen der Finanzkrise, den außenpolitischen Herausforderungen und der Flüchtlingspolitik in den Hintergrund geraten. (dpa)

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