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Charlie Hebdo

14.01.2015

Wo gibt es in Augsburg "Charlie Hebdo" zu kaufen?

Die ersten 700 000 Exemplare von «Charlie Hebdo» wurden innerhalb weniger Stunden verkauft. Am Samstag beginnt auch der Verkauf in Deutschland.
Bild: Eddy Lemaistre (dpa)

"Charlie Hebdo" war in Frankreich nach wenigen Minuten vergriffen. Die Chance in Augsburg an das Satireblatt zu kommen ist sehr gering.

Die erste Ausgabe der Satirezeitschrift "Charlie Hebdo", nach dem Anschlag in Paris, war schon nach wenigen Minuten ausverkauft.  Mit einer Auflage von zwei Millionen, statt normalerweise 60.000 Exemplaren, ging das Exemplar in Druck. Insgesamt 27.000 Zeitungsläden in Frankreich verkauften das Heft. Doch bereits am Morgen war die neue Ausgabe vergriffen. Wie der Vertrieb mitteilte, wird die Auflage nun auf fünf Millionen Exemplare erhöht.

Bei der Auktionsplattform Ebay wurden Exemplare teils zu horrenden Preisen feilgeboten. Ein Anbieter gab als Preis für die Option "Sofort- Kaufen" 15.000 Euro an. Ob es sich um ein ernst gemeintes Angebot handelte, war freilich zunächst nicht klar.

"Charlie Hebdo" binnen Minuten ausverkauft

"Es war unglaublich, ich hatte eine Schlange von 60 bis 70 Leuten, die schon dort warteten, als ich geöffnet habe", sagte die Verkäuferin an einem Pariser Zeitungsstand, wie die Nachrichtenagentur berichtet.  "So etwas habe ich noch nie gesehen, alle meine 450 Exemplare waren in 15 Minuten ausverkauft." Der Ansturm war riesig. Viele Stammkunden hatten sich im Vorfeld Exemplare reserviert, berichteten Verkäufer.

Die Macher der neusten Ausgabe machen sich in dem Blatt unter anderem über die islamistischen Terroristen lustig, die letzte Woche die Redaktion des Magazins angegriffen und dabei zwölf Menschen getötet haben.

650 Euro für "Charlie Hebdo"

Auch international wollen die Macher das Blatt vertreiben. Dafür soll die Zeitschrift in fünf Sprachen übersetzt werden, unter anderem auch auf Arabisch und Türkisch. In 20 Ländern wird die Ausgabe dann verkauft.

Auf Ebay überschlagen sich die Angebote. Mittags gingen die Gebote für die Ausgabe vom 14. Januar schon bis zu 650 Euro. Auch alte Ausgaben der Zeitschrift sind gefragt. Interessenten bieten zum Teil bis zu 300 Euro für die alten Exemplare. Das Exemplar vom 7. Januar wird teilweise zum Startpreis von mehreren Tausend Euro angeboten. 

"Charlie Hebdo" ab dem 17. Januar in Deutschland

Nach Deutschland sollen gerade mal 5000 Exemplare geliefert werden. Auch diese dürften schnell vergriffen sein. Eine Ausgabe am Kiosk kostet 4 Euro. Dort werden die französischen Exemplare ab Samstag, dem 17. Januar verkauft. Die größten Chancen ein Exemplar der Zeitschrift zu ergattern, hat man in Deutschland an Bahnhofskiosken. Aber auch das ist sehr unwahrscheinlich. Der normale Einzelhandel bekommt von den wenigen Exemplaren nichts ab.

Die Bahnhofsbuchhandlungen am Augsburger Hauptbahnhof sowie am Oberhauser Bahnhof bekommen jeweils 10 bis 15 Exemplare. Normalerweise werden dorthin jeweils ein bis zwei "Charlie-Hebdo"-Blätter geliefert. Diese werden aber nur spärlich verkauft. Größere Firmen versuchen schon vergeblich, sich ein Exemplar zu reservieren. Wer sich also eine Ausgabe dieser "historischen Ausgabe" sichern möchte, der sollte am Samstag früh aufstehen, um sich in Augsburg eine der 30 umkämpften Exemplare zu sichern.

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