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09.03.2019

Zigtausende Frauen protestieren

Allein in Berlin demonstrierten tausende Frauen für Gleichstellung.
Bild: dpa

Berlin macht Frauentag zum Feiertag mit großer Demonstration

Zehntausende Menschen haben am Freitag in etlichen deutschen Städten für die Gleichstellung von Frauen und Männern demonstriert. Allein in Berlin beteiligten sich mehrere tausend Menschen an einer Kundgebung auf dem Alexanderplatz. In der Bundeshauptstadt war der Frauentag zum ersten Mal ein Feiertag. Auch die Bundesministerien und andere Behörden waren quasi „geschlossen“, während der Rest Deutschlands arbeitete.

Die Berliner Senatorin für Gleichstellung, Dilek Kolat, sprach von einem „Riesensignal“ aus der Hauptstadt. „Berlin ist die Stadt der Frau“, sagte die SPD-Politikerin. Laut einer Umfrage würden sich 54 Prozent der Bundesbürger den Internationalen Frauentag als Feiertag wünschen. Weltweit fordern am Frauentag zahlreiche Organisationen die volle soziale, wirtschaftliche, kulturelle und politische Gleichstellung von Frauen. Der Frauentag wurde auf Anregung der deutschen Sozialdemokratin Clara Zetkin erstmals 1911 organisiert.

Eines der großen Themen in diesem Jahr war die politische Teilhabe von Frauen. Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer erklärte, der Frauenanteil in den Parlamenten und den Parteien – „gerade auch in der CDU“ – sei „für eine repräsentative Demokratie und für uns als Volkspartei peinlich“. Mehrere Politikerinnen wie die Linken-Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau und Grünen-Chefin Annalena Baerbock plädierten für ein Paritätsgesetz. „Parität in den Parlamenten ist das Ziel, von der Kommune bis Europa: 50:50 für Frauen und Männer, fifty-fifty“, sagte auch SPD-Justizministerin Katarina Barley. (dpa)

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