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  3. Gerichtsprozess soll teure "Gorch Fock"-Reparatur aufklären

Gerichtsprozess
16.04.2024

What the fock? "Gorch Fock"-Reparatur 13-Mal teurer als geplant

Das Segelschulschiff "Gorch Fock" fährt auf der Kieler Förde. Nach mehrjähriger Sanierung kehrte das Schiff 2021 in seinen Heimathafen zurück.
Foto: Axel Heimken, dpa (Archivbild)

Die Elsflether Werft soll die "Gorch Fock" instand setzen. Doch Arbeiten am Schiff verzögern sich, Kosten steigen, Korruptionsvorwürfe werden publik. Ein Prozess soll den Skandal aufarbeiten.

Der Skandal um die teure Reparatur des Marine-Segelschulschiffs "Gorch Fock" beschäftigt ab Dienstag das Landgericht Oldenburg. Sechs Angeklagte zwischen 32 und 67 Jahren müssen zu dem Verfahren erscheinen, wie das Gericht vorab mitteilte. Fünf von ihnen werden vereinfacht gesagt der Korruption verdächtigt. Die Angeklagten arbeiteten für die Elsflether Werft oder mit der Werft zusammen. Die kleine Werft bei Bremen war mit der Instandsetzung der "Gorch Fock" beauftragt worden. 2019 meldete die Werft Insolvenz an und wurde verkauft.

Die Arbeiten an der "Gorch Fock" begannen den Ermittlern zufolge im Januar 2016. In rund vier Monaten sollte der 89 Meter lange Dreimaster ertüchtigt werden. Es dauerte mehr als fünfeinhalb Jahre, bis die Deutsche Marine das Segelschiff zurückbekam. Die Kosten stiegen den Ermittlern zufolge von 9,6 Millionen Euro auf 135 Millionen Euro. Das damals von Ursula von der Leyen (CDU) geführte Bundesverteidigungsministerium räumte erhebliche Fehler ein. Die Bremer Lürssen-Werft stellte die "Gorch Fock" letztlich fertig.

Ex-Vorstände sollen betrogen haben

In dem Verfahren angeklagt sind zwei Ex-Vorstände, beide 55, eine ehemalige Vorstandsassistentin, 32, ein Kostenprüfer des Marinearsenals, 67, ein Ex-Chef eines Subunternehmens, 53, und eine frühere Angestellte oder ein früherer Angestellter des Subunternehmens, 38. Ein Verfahren gegen einen 35 Jahre alten Mann habe das Gericht abgetrennt, weil er erkrankt sei, sagte eine Sprecherin des Landgerichts. 

Die Liste der Vorwürfe ist lang: Die Ex-Vorstände sollen unter anderem gemeinschaftlich Betrug in einem besonders schweren Fall begangen haben. Sie seien für falsche Abrechnungen verantwortlich gewesen, heißt es in einer älteren Mitteilung der Ermittler. Das Marinearsenal soll deshalb zu viel Geld bezahlt haben. Das Arsenal mit Sitz in Wilhelmshaven ist zuständig, dass die Schiffe der Marine einsatzbereit sind.

"Gorch Fock": Werft muss sich für mehrere Projekte verantworten

Auch werfen die Ermittler den Ex-Vorständen und den Vertretern des Subunternehmens Vorteilsgewährung zu, wie die Sprecherin des Gerichts sagte. Der angeklagte Kostenprüfer soll sich dagegen der Vorteilsannahme schuldig gemacht haben. Zwei Darlehen von je 400 000 Euro habe der Mann, der die Kosten der "Gorch Fock"-Reparatur kontrollieren sollte, aus dem Umfeld der Werft erhalten, teilten die Ermittler in der Vergangenheit mit. 

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Das Gericht untersucht nicht allein den Fall der "Gorch Fock". Die Ermittler verweisen in einer älteren Mitteilung auf mehrere Instandsetzungsprojekte der Werft, die Teil einer Anklage seien. Mehrheitlich betroffen sind Schiffe der Marine, wie die Sprecherin des Landgerichts sagte.

Video: dpa

Das Verfahren ist aufgrund der vielen Beteiligten vom Gericht in die Weser-Ems-Hallen in Oldenburg verlegt worden, in der bereits andere prominente Prozesse stattfanden. Zu den ersten zwei Verhandlungen sind laut Gericht keine Zeugen geladen. Zunächst sollen die Anklagen verlesen werden; drei Verfahren wurden für den Prozess zusammengelegt. Außerdem ist Zeit für etwaige Einlassungen reserviert. Das Gericht hat zunächst Termine bis zum 11. Dezember angesetzt. 

Seit ihrer Indienststellung im Dezember 1958 sammelten auf "Gorch Fock" etwa 15 000 angehende Offizierinnen und Offiziere Erfahrungen auf See. Das Schiff besuchte in den vergangenen Jahrzehnten rund 390 Häfen in knapp 60 Ländern und legte dabei mehr als 750 000 Seemeilen zurück. Das entspricht 35 Erdumrundungen.

(von Lukas Müller, dpa)

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16.04.2024

Nur so nebenbei. Es gibt ja noch die Gorch-Fock I, die gerade von der Stadt Stralsund für einen Bruchteil der Kosten der Marine-Gorch-Fock saniert wird.

Da erkennt man doch klar, wie verkommen das Beschaffungswesen der Bundeswehr ist. Gleichzeitig fallen die skandalösesten Entscheidungen zur Fock in die Zeit, in der UvL Verteidigungsministerin war. Und die ist ja selbst für spezielle Geschäfte per SMS bekannt. Da stinkt der Fisch einfach vom Kopf.

16.04.2024

Thoas T., Ihre ehrabschneidenden und verleumderischen Vorwürfe können Sie sicher inhaltlich belegen. Oder stellt Ihr Beitrag wieder einmal nur das übliche und mittlerweile hinlänglich bekannte Auskotzen Ihrer Wut gegen diesen Staat und seine Repräsentanten dar?

16.04.2024

Bund der Steuerzahler Sebastian Panknin 13.08.2022: "100 Mrd. Euro will der Bund zusätzlich zur Stärkung der Bundeswehr einsetzen. Doch leider gibt es ineffiziente Beschaffungsstrukturen – also droht viel Geld zu versickern. Deshalb sind schnelle Reformen gefragt, die Tempo und Kostenkontrolle bei der Bundeswehr endlich mal verbessern."

Es sollte eigentlich bekannt sein, wenn die Ladenkasse voll mit Kohle ist und ständig offen ist für diejenigen, die wissen wie man sich bedienen kann, dann müssen die Kassenfächer ständig mit neuen Scheinen gefüllt werden, damit das in die Taschen-Stopfen-System tadellos funktioniert. Man braucht sich nicht zu wundern, warum die Instandsetzung der Gorch Fock etwas teurer wurde, weil wohl dafür gesorgt wurde, dass der Geldfluss funktionierte. Der Staat kann ständig neue Kohle drucken und so entsteht eine gewisse politisch-bürokratische Sorglosigkeit beim verschleudern.
Gunther Kropp, Basel