Weiter mit Tracking durch Dritte

Besuchen Sie unsere Website mit externen Inhalten, personalisierter Werbung und Werbetracking durch Dritte. Details und Informationen zu Cookies, Verarbeitungszwecken sowie Ihrer jederzeitigen Widerrufsmöglichkeit finden Sie in der Datenschutzerklärung und in den Privatsphäre-Einstellungen.

Weiter mit dem PUR-Abo

Nutzen Sie unser Angebot ohne Werbetracking durch Dritte für 4,99 Euro/Monat. Kunden mit einem bestehenden Abo (Tageszeitung, e-Paper oder PLUS) zahlen nur 0,99 Euro/Monat. Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des PUR-Abos finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Zum Angebot Bereits PUR-Abonnent? Hier anmelden

Einwilligung: Durch das Klicken des "Akzeptieren und weiter"-Buttons stimmen Sie der Verarbeitung der auf Ihrem Gerät bzw. Ihrer Endeinrichtung gespeicherten Daten wie z.B. persönlichen Identifikatoren oder IP-Adressen für die beschriebenen Verarbeitungszwecke gem. § 25 Abs. 1 TTDSG sowie Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO durch uns und unsere bis zu 220 Partner zu. Darüber hinaus nehmen Sie Kenntnis davon, dass mit ihrer Einwilligung ihre Daten auch in Staaten außerhalb der EU mit einem niedrigeren Datenschutz-Niveau verarbeitet werden können.

Tracking durch Dritte: Zur Finanzierung unseres journalistischen Angebots spielen wir Ihnen Werbung aus, die von Drittanbietern kommt. Zu diesem Zweck setzen diese Dienste Tracking-Technologien ein. Hierbei werden auf Ihrem Gerät Cookies gespeichert und ausgelesen oder Informationen wie die Gerätekennung abgerufen, um Anzeigen und Inhalte über verschiedene Websites hinweg basierend auf einem Profil und der Nutzungshistorie personalisiert auszuspielen.

Externe Inhalte: Zur Ergänzung unserer redaktionellen Texte, nutzen wir in unseren Angeboten externe Inhalte und Dienste Dritter („Embeds“) wie interaktive Grafiken, Videos oder Podcasts. Die Anbieter, von denen wir diese externen Inhalten und Dienste beziehen, können ggf. Informationen auf Ihrem Gerät speichern oder abrufen und Ihre personenbezogenen Daten erheben und verarbeiten.

Verarbeitungszwecke: Personalisierte Werbung mit Profilbildung, externe Inhalte anzeigen, Optimierung des Angebots (Nutzungsanalyse, Marktforschung, A/B-Testing, Inhaltsempfehlungen), technisch erforderliche Cookies oder vergleichbare Technologien. Die Verarbeitungszwecke für unsere Partner sind insbesondere:
Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen

Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Gerätekennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.

Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen

Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.

▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌ ▉▌▌▉▍▉▌▌▉▍▉▍▉▍ ;▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌
  1. Startseite
  2. Politik
  3. Kommentar: Die Wehrpflicht ist mehr als ein Waffendienst

Die Wehrpflicht ist mehr als ein Waffendienst

Kommentar Von Stefan Lange
18.05.2024

Die Diskussion über einen verpflichtenden Dienst in der Bundeswehr wird viel zu kurz geführt. Und mit dem Thema Gleichberechtigung sollte sie zunächst einmal gar nichts zu tun haben.

Die Debatte über die Einführung einer Wehrpflicht für Frauen hat etwas leicht Bizarres. Die CDU fordert diesen Schritt und führt als ein Argument die Gleichberechtigung an. Gleichzeitig bekommt sie beispielsweise im Bundestag keine Parität bei ihren Abgeordneten hin und über die Partei hinaus ist es mit der Gleichheit zwischen Mann und Frau ebenfalls schlecht bestellt. Es gäbe in der Gleichberechtigungsdebatte deshalb zunächst lohnendere Felder als das Schlachtfeld, das im Extremfall die Konsequenz einer Wehrpflicht ist. 

Die Diskussion über die Wehrpflicht wird erst dann wirklich zielführend, wenn man das Schlagwort Gleichberechtigung herausnimmt. Denn alle Menschen sollten sich fragen, was sie ihrem Land zurückgeben und wie sie es schützen können. Viele tun es ohnehin schon, engagieren sich beispielsweise in einem Ehrenamt. Die anderen müssen überzeugt werden. Jede Wehrpflicht macht schließlich nur Sinn, wenn sie von einer Mehrheit akzeptiert und befolgt wird. Anderenfalls werden Umgehungsmöglichkeiten wie vorgetäuschte Krankheiten genutzt, um sich dem Dienst in der Armee zu entziehen. 

Schweden macht es bei der Wehrpflicht vor

In Schweden, das gerade oft als Beispiel für ein funktionierendes Wehrpflicht-Modell herangezogen wird, muss niemand mehr überzeugt werden. Die Verschärfung der geopolitischen Lage, die militärische Bedrohung durch das nahe Russland, hat dort bei jungen Leuten längst zu der Einsicht geführt, dass die Pflicht eine Ehre ist. Der Einberufungsbescheid wird nicht als Drohung wahrgenommen, sondern als Chance begriffen. Der schwedische Staat bekommt deshalb regelmäßig genügend Freiwillige zusammen und kann die Pflichtkarte für den Notfall in der Tasche lassen. 

In Deutschland ist dafür erst noch eine breit geführte Debatte nötig. Nicht nur Militärfachleute und die Politik sollten sich daran beteiligen, sondern alle relevanten Gesellschaftsgruppen, die Kirchen etwa. Denn hinter der Wehrpflicht steht viel mehr als nur der Dienst an der Waffe. Sie kann mit einem Zivildienst einhergehen, der den Pflegemangel abmildert. Sie kann zu einem Bürgerdienst führen, wie es Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vorschwebt. Sie kann Strukturen schaffen und jungen orientierungslosen Menschen ein Ziel geben. Am Ende hat die Wehrpflicht, wie auch immer sie ausgestaltet und genannt wird, das Zeug zu einer Stärkung des Gemeinschaftssinnes, der vielen in den letzten Jahren abhandengekommen ist. Wenn das zu mehr Gleichberechtigung führt, umso besser.

Lesen Sie dazu auch
Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

18.05.2024

Echt lustig, dass diese Debatte irgendwie immer nur von alten Männern geführt wird, die mit dem Laden eh nichts mehr zu tun haben (werden). Es klingt dieses »dem Staat was zurückgeben« im Artikel an. Was denn? Man hat gerade sein Leben angefangen, hat gelinde gesagt genug mit dem eigenen Vorankommen/Leben zu tun und so unfassbar viel von diesem Staat hat man außer dem (auch verkorksten) Schulsystem eigentlich noch nicht mitbekommen. Nicht mal irgendwas drüber entscheiden durfte man. Man wird da gewissermaßen einfach rein geboren, ohne je gefragt worden zu sein. Und dann passiert's: Man wird aus seinem Leben raus gerissen und in eine Situation gesteckt, auf die die meisten von sich aus absolut keinen Bock haben, auch nicht diese Diskutanten, die jetzt wieder mit dem Thema andere belasten wollen.

Ich meine, wer bitte hat Lust drauf, sich anschreien, beleidigen und allgemein wie ein Stück *zensiert* behandeln zu lassen? Die Bezahlung ist ein Witz, die Willkür kennt manchmal keine Grenzen. Wird man so im Job behandelt, ist schnell eine Kündigung drin und oft genug auch noch das Arbeitsgericht oben drauf. Der Wehrdienst hält schon von sich aus Herausforderungen bereit, nicht nur körperlicher Natur. Aber das was dann in der Praxis daraus gemacht wird, ist einfach meistens eine Unverschämtheit. Es gibt harte Gründe, warum jemand es ablehnt, sich in so eine Situation zwingen zu lassen. Oder anders ausgedrückt, wenn die Leute freiwillig keine Lust haben, in unserem Militär zu dienen, dann ist doch das Militär bzw. seine Arbeitsweise ein Problem, oder nicht? Gerade in Friedenszeiten hätte man meinen können, dass die Bereitschaft gar nicht so klein sein dürfte. (Wenn der Gegner vor der Tür steht, schaut's ggf. anders aus.)

Ich hatte damals das Glück, dass meine Vorgesetzten nicht aus sadistischen Idioten bestanden. Derartige... Individuen habe ich selbst tatsächlich selten erleben müssen (habe ich aber durchaus). Aber ich weiß aus Ansicht der Parallel-Einheiten und von Bekannten um genug anderen Erfahrungen, gerade während der Grundausbildung. So lange der Laden sein Sadisten-Führungsproblem nicht in den Griff kriegt, sollen die Herren und Damen Politiker sich vielleicht erst mal selbst durch diese Mangel drehen lassen. (Wäre generell mal die Frage, wie viele der momentanen Befürworter selbst gedient haben und wissen wovon sie reden. Ausgemusterte und Verweigerer sollten vielleicht einfach den Schnabel halten.) Vielleicht merken sie's dann, warum junge Leute einen Bogen um den »Trachtenverein« machen. Aber die heutigen politischen Befürworter sitzen bequem in irgendwelchen Ausschüssen auf ihren Stühlen und wollen darüber bestimmen, wer sich im zweifel den Hintern weg ballern lassen soll. Sie selbst trifft's ja erst mal nicht.

Wenn man sich ansieht, wie die Karriere-Chancen in unserer schönen BW aussehen, wie oft Bestandspersonal wie Schachfiguren quer durch die Republik verschoben wird und wie oft die Ausstattung jeder Beschreibung spottet, überlegt man sich echt, was man dort eigentlich soll. Warum man sich das geben soll. Macht diesen Laden tatsächlich attraktiver, und ihr braucht auch keine Wehrpflicht mehr. Gibt sicher genug, die sofort dabei wären, sich »gegen den Russen« zu wappnen. (Das Argument wird irgendwie auch nicht alt.) Wenn das Gesamtpaket es wert ist. Aber bitte nicht so, dass der Alltag auch ohne Russe Muster von Kampf gegen die Umstände und vorherrschende Willkür durch Vorgesetzte sämtlicher Ebenen zeigt, die beim Blick von innen nach außen unübersehbar sind.

18.05.2024

Genau mit solchen Einstellungen und Ansichten positioniert sich Deutschland. Das Ganze klingt sehr nach verhätscheln und bemuttern, nur mit Selbständigkeit, Durchsetzungsvermögen, eigene Grenzen und Notwendigkeit hat dies in keiner Weise etwas zu tun. Und wenn man glaubt, dass eine sofortige Kündigung im Zivilen notwendig wäre, dann sollte man zuerst die Realität betrachten. Kein Unternehmen wird es sich bieten lassen, dass ihm Arbeitnehmer auf der Nase herumtanzen. Konsequenz: Entlassung oder Abmahnung. Klingt alles vielmehr nach "aber nicht für mich". So scheint mittlerweile ein Großteil zu denken. Kein Wunder, dass es mit Deutschland mehr und mehr bergab geht.

19.05.2024

@Franz X.: Das hat mit Verhätscheln überhaupt nichts zu tun, sondern mit Respekt und Menschenwürde. Platt gesprochen, wenn ich den Eindruck kriege, dass der Feind mich besser behandeln würde, als meine eigenen Vorgesetzten und Kameraden, dann läuft definitiv was schief. Und ja, so was hätte in der zivilen Welt unter Garantie ein Nachspiel. Nix Entlassung. (Zumal der Laden das ja auch könnte, wenn es denn so wäre. Passiert aber kaum, also so rum läuft's offensichtlich nicht ab.)

19.05.2024

@Martin W.: Das Militär/die Bundeswehr hat nichts mit dem z.B. CVJM zu tun. "Per aspera ad astra" (Seneca). Kennen Sie den Sauwald bei Sonthofen? Ich hab reingeschmeckt.

19.05.2024

@ VonMartin W.
"... Respekt und Menschenwüde ..."
Ihnen dürfte schon klar sein, dass wir hier über erforderliche und notwendige Maßnahmen der Verteidigung und letztlich des eigenen Lebens (Überlebens) reden. Und wenn Sie vergleichend heranführen, dass Ihnen evtl. ein potentieller Gegner Besseres bietet, dann scheint bei Ihnen gedanklich einiges falsch zu laufen. Letztendlich ist es immer wieder interessant, bis zu welchen Grade der Mensch belastbar und überlebensfähig ist, obwohl er schon weit vorher Zeder und Mores geschrien hat und definitiv seine Menschenwürde zigmal verletzt sah. Man sollte nie seine eigene Absicht und Ziele für angebliche Menschenrechtsverstöße aufgeben; letztlich zeigen sie doch nur die eigene Unfähigkeit sich in schwierigen bis fast aussichtslosen Situationen durchzusetzen. Erstaunlicherweise merkt man zum Schluss, dass dies doch relativ machbar und einfach wahr. Eine der heutigen Zivilisationskrankheiten ist das Fehl notwendiger Durchsetzungs-/Durchhaltefähigkeit.

19.05.2024

@Martin W.
Antwort von Gunther Kropp, Basel

SZ Barbara Galaktionow, Oliver Das Gupta und Joachim Käppner: 4. Mai 2017, 18:29 So viel Wehrmacht steckt in der Bundeswehr...In den ersten Jahrzehnten bestand die Führung der westdeutschen Armee nahezu ausschließlich aus Wehrmachts-Veteranen sowie einigen ehemaligen SS-Leuten...Historiker Bald sieht im zweiten Verteidigungsminister Franz Josef Strauß (CSU) dann den "eigentlichen Urheber" der allzu nostalgischen Bundeswehr. Auch personell war die Kontinuität zur Wehrmacht sehr groß.

TAZ Ulrike Herrmann 23. 9. 2019, 17:08: "Erhards NS-Vergangenheit ist historisch bestens dokumentiert, wird aber bis heute tatkräftig verschwiegen. Das neue Ludwig-Erhard-Museum in Fürth behauptet etwa, dass er die NS-Diktatur „in einer Art Nische“ überstanden hätte. Dieser ungebrochene Erhard-Kult zeigt beispielhaft, dass die Deutschen die NS-Vergangenheit noch immer nicht vollständig aufgearbeitet haben."

Möglich, dass in der bundesdeutschen Adenauer-Ära versucht wurde die Nazi-Zeit unter einem dicken Betondeckel zu entsorgen. . Und hoffte wohl, die braune Vergangenheit für immer und ewig entfärben zu können,. Auch möglich, dass es in der Bundeswehr-Strukturen erhalten haben, die von Eliten der Wehrmacht und der Reichswehr geprägt und geformt wurden und zur Normalität wurden, weil die schon immer da waren.

19.05.2024

Na und - @Gunther K.? Wo sollten denn beim Aufbau der Bundeswehr die Soldaten mit Erfahrung herkommen? Es muß(te) doch klar sein, daß mit Ungedienten kein Militär aufzubauen ist. Und wenn einige bei der Wehrmacht waren - einerseits war nicht jeder Wehrmachtsangehörige ein Verbrecher und andererseits kann man sichauch ändcern und die Vergangenheit hinter sich lassen.
Übrigens: der allseits beliebte Bundeskanzler Helmut Schmidt war Leutnant (oder Oberleutnant), nicht bei der Bundeswehr, sondern bei der Wehrmacht und hat an der Ostfront Dienst getan.

19.05.2024

@Wolfgang B.
Antwort von Gunther Kropp, Basel

Welt Sven Felix Kellerhoff12.11.2022 Wie aus Hitlers General Adenauers Generalinspekteur wurde -Eine deutsche Karriere: Der Berufs offizier Adolf Heusinger plante die Feldzüge der Wehrmacht gegen Polen 1939 und die Sowjetunion 1941. Ab 1950 wurde er zum Gründungsvater der Bundeswehr und zu deren erstem Vier-Sterne-General.

Zeit Dieter Pohl 24. Mai 2011, 8:00 Uhr: "Ein organisiertes Verbrechen .. Schon während des Vormarsches trieben Einsatzgruppen, Wehrmacht, Waffen-SS und Polizeibataillone die Ermordung der europäischen Juden immer weiter voran..."

Sie schreiben: "Und wenn einige bei der Wehrmacht waren - einerseits war nicht jeder Wehrmachtsangehörige ein Verbrecher und andererseits kann man sich auch ändern und die Vergangenheit hinter sich lassen..." Der erste Generalinspekteur der Bundeswehr plante 1939 den Vernichtungsfeldzug gegen Polen und das Ministère des Armées (Frankreich) Chemins de Mémoire schreibt: "Die neue westdeutsche Armee sollte also einen Neuanfang verkörpern. In Bezug auf die Truppenstärke war jedoch eine gewisse Kontinuität erkennbar. 1957 wurden 44 General- und Admiralstabsoffiziere der Wehrmacht in die Bundeswehr" übernommen." Das heisst wohl, die gesamte Generalität der Bundeswehr hat gehorsam den Führereid abgelegt: „Ich schwöre bei Gott diesen heiligen Eid, dass ich dem Führer des Deutschen Reiches und Volkes, Adolf Hitler, dem Oberbefehlshaber der .." und hinterher die Augen, die Ohren und den Mund zugehalten, wenn es um die Vernichtung der Juden ging.

20.05.2024

(edit/mod/NUB 7.3)

18.05.2024

Wer ein wenig Bundeswehrzeit hinter sich hat(über die Wehrpflicht hinaus), wer in verschiedenen Einheiten, insbesondere in hochtechnisierten Einheiten (das dürften heute bis auf die Stäbe bald alle sein :)) kann den Nutzen der Wehrpflicht beurteilen, insbesondere auch wenn man den Weg von der Erfassung über die Mustertung bis zu Entlassung ein wenig verfolgt.

18.05.2024

Habe ich auch nie verstanden. Da wurde man zuletzt 9 Monate durchgeschleust, davon 2 Monate richtige, echte™ Grundausbildung (was hinten und vorn für nichts langt), dann nochmal ein lumpiger Monat Vorbereitung auf irgendwelche Auslandseinsätze, für die der Grundi sowieso nie herangezogen wird. Und und danach landet der dann in einer Einheit, die gar keine Arbeit hat, die seinem Wissens- und Fähigkeitsstand entspricht. Zum Post holen brauchen die niemanden. Und selbst wenn man sich dann dafür entscheidet, weiterhin »mitzumachen«, heißt das noch lange nicht, dass man dann irgendwann »fest dabei« ist. Berufssoldat wird man heute nicht mehr einfach so. BFD & Co. kann man schon in Anspruch nehmen. Aber letztlich bedeutet das für die meisten inhaltlich von vorne anfangen zu müssen. Warum soll jemand den Umweg über die BW nehmen, wenn der Nutzen für ihn so aussieht? Und anders rum ja auch. Was bringt der BW jemand, der in erster Näherung mal nur kostet?

18.05.2024

Es stellt sich doch grundsätzlich die Frage inwieweit man Wehrpflichtige mit doch zeitlich sehr begrenzter Verweilzeit in einer hochtechnisierten Arbeitswelt heute einsetzen kann. Der Logistikbereich bietet an sich und auf allg. Verwaltungsaufgaben Zumeist würde es am Ende aber auch auf Hilfsdienste, oder Wachaufgaben hinauslaufen. Nur bei Weiterverpflichtung bieten sich je nach Eignung und Vorbildung Spezialausbildungen an. Man könnte aber sicherlich damit in begrenztem Umfang Kampfeinheiten von Nebenaufgaben befreien.

18.05.2024

Da war doch absehbar! Jahrzehntelang, bis heute, keine objektive Auseinandersetzung mit möglichen Gegnern, mit militärischer Gewalt bzw. mit notwendigen militärischen Mitteln. Statt dessen nur angeblich Freunde um uns herum, alles Friede, Freude, Eierkuchen, Militär und Soldaten wären ein Relikt der Vergangenheit. Blindheit bis da hinaus; und dies auf oberer politischer Ebene bis hin zum gemeinen Bürger! Und jetzt? Vergangenes lässt sich nicht innerhalb von Monaten zurückholen! Dazu wird es Jahre und Jahrzehnte brauchen! Nicht mal Sofortleistungen der militärischen Unterstützung für z.B. die Ukraine sind ohne größte Anstrengungen möglich. Alles wurde in den Sand gesetzt, weil man durch verantwortliche Politikerinnen und Politiker dachte, es wäre auf Ewigkeit alles Friede, Freude, usw. Die Realität zeichnet ein anderes Bild!

18.05.2024

Tagesanzeiger Florian Hasselaus Belgrad14.02.2024, 11:58: "Der ukrainische Generalstab forderte, 2024 bis zu einer halben Million Soldaten einzuberufen – Präsident Selenski lehnt das bis heute ab."

Eine Armee ist nur abschreckend, wenn die voll einsatzfähig ist und dazu braucht es Soldaten. Diese Erfahrung muss der ukrainische Generalstab machen und will mehr Soldaten für die Front. Es entstand eine politische Diskussion, ob das umsetzbar ist. Möglich, dass Militärs und Politiker auf dem Felde die Lage unterschiedlich beurteilen. Der General will den Sieg. Der Politiker will wieder gewählt werden und könnte wohl die Annahme haben: die Durchsetzung einer Wehrpflicht für alle gefährdete die politische Zukunft der Volksvertreter.
Gunther Kropp, Basel

18.05.2024

Zuerst mal bin ich gegen Bundeswehr, NATO und Waffenlieferungen.
Und dann sollte man sich mal Gedanken machen, wie man die Ukraine bei weiteren 500.000 Soldaten, die am Ende nicht mehr als verheizt werden überhaupt wieder aufgebaut werden kann. Aber vielleicht geht es ja gar nicht darum. Es bleiben am Ende noch genug Billigarbeitskräfte, in diesem Fall weibliche, übrig. Den Rest besorgen westliche Firmen, gegen Geld natürlich.
Und irgendwann wird dann nicht mehr verheimlichen lassen, dass die Ukraine ein Bauernopfer und die Menschen "Kollateralschäden" waren. Hütet euch vor euren Freunden.

19.05.2024

@Rainer Nödel
Antwort von Gunther Kropp, Basel

FR: Andrea Jeska 18.10.2023, 11:22 Ausverkauf im Schatten des Ukraine-Krieges... Er würde wohl weiterhin protestieren, wenn das Kriegsrecht Proteste nicht verbieten würde - ....„Wohlwissend“, sagt Scheremeta, „dass nach dem Krieg vielleicht die halbe Ukraine Unternehmen gehört, die die Kleinbauern in den Ruin treiben werden.“...die Ukraine als die Kornkammer Europas hat 33 Millionen Hektar Ackerland, das entspricht einem Drittel der Gesamtackerfläche der Europäischen Union. 30 Prozent des Weltweizens werden auf diesen Böden angebaut..."

Sie schreiben unteranderem: "Aber vielleicht geht es ja gar nicht darum. Es bleiben am Ende noch genug Billigarbeitskräfte, in diesem Fall weibliche, übrig. Den Rest besorgen westliche Firmen, gegen Geld natürlich." Möglich, dass die grossen globalen Agrarkonzerne die Gunst der Stunde nutzen und die Ukraine aufkaufen werden - bedingt durch den Krieg sind Millionen von Ukrainern geflüchtet und so könnten sich die Agrarflächen vergrössern. und "billige Arbeitskräfte" wären für die Grossargrarier auch vorhanden und von der EU könnte erwartet werden, dass Subventionen verteilt werden, weil die Agrar-Grossbetriebe eine globale Hungerskatastrophe verhindern.

19.05.2024

@Herr Rainer Nödel, mit Leuten wie Ihnen, die gegen so ziemlich gegen alles sind, kann man keinen großen Staat machen. Vielleicht sind Sie ja auch "für" was. :)

20.05.2024

@Wolfgang B.
Natürlich bin ich für etwas, z.B. Frieden, Verhandlungen um das unsinnige Töten zu beenden.
Außerdem für Zuschriften, aus denen man ersehen kann, was der jeweilige Schreiber eigentlich will und was er kritisiert.
Dann bin ich noch für Klarnamen, damit auch klar ist, mit wem man es zu tun hat.
Mir würde noch mehr einfallen, aber.....

20.05.2024

Ach @Herr Nödel - muß ich Ihnen da auch noch weiter helfen. Schreiben Sie einen Antrag an @moderator@augsburger-allgemeine.de - und alles wird gut.:))))) Übrigens: die Personen(Plural), die mich kennen dürfen, kennen mich