Weiter mit Tracking durch Dritte

Besuchen Sie unsere Website mit externen Inhalten, personalisierter Werbung und Werbetracking durch Dritte. Details und Informationen zu Cookies, Verarbeitungszwecken sowie Ihrer jederzeitigen Widerrufsmöglichkeit finden Sie in der Datenschutzerklärung und in den Privatsphäre-Einstellungen.

Weiter mit dem PUR-Abo

Nutzen Sie unser Angebot ohne Werbetracking durch Dritte für 4,99 Euro/Monat. Kunden mit einem bestehenden Abo (Tageszeitung, e-Paper oder PLUS) zahlen nur 0,99 Euro/Monat. Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des PUR-Abos finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Zum Angebot Bereits PUR-Abonnent? Hier anmelden

Einwilligung: Durch das Klicken des "Akzeptieren und weiter"-Buttons stimmen Sie der Verarbeitung der auf Ihrem Gerät bzw. Ihrer Endeinrichtung gespeicherten Daten wie z.B. persönlichen Identifikatoren oder IP-Adressen für die beschriebenen Verarbeitungszwecke gem. § 25 Abs. 1 TTDSG sowie Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO durch uns und unsere bis zu 220 Partner zu. Darüber hinaus nehmen Sie Kenntnis davon, dass mit ihrer Einwilligung ihre Daten auch in Staaten außerhalb der EU mit einem niedrigeren Datenschutz-Niveau verarbeitet werden können.

Tracking durch Dritte: Zur Finanzierung unseres journalistischen Angebots spielen wir Ihnen Werbung aus, die von Drittanbietern kommt. Zu diesem Zweck setzen diese Dienste Tracking-Technologien ein. Hierbei werden auf Ihrem Gerät Cookies gespeichert und ausgelesen oder Informationen wie die Gerätekennung abgerufen, um Anzeigen und Inhalte über verschiedene Websites hinweg basierend auf einem Profil und der Nutzungshistorie personalisiert auszuspielen.

Externe Inhalte: Zur Ergänzung unserer redaktionellen Texte, nutzen wir in unseren Angeboten externe Inhalte und Dienste Dritter („Embeds“) wie interaktive Grafiken, Videos oder Podcasts. Die Anbieter, von denen wir diese externen Inhalten und Dienste beziehen, können ggf. Informationen auf Ihrem Gerät speichern oder abrufen und Ihre personenbezogenen Daten erheben und verarbeiten.

Verarbeitungszwecke: Personalisierte Werbung mit Profilbildung, externe Inhalte anzeigen, Optimierung des Angebots (Nutzungsanalyse, Marktforschung, A/B-Testing, Inhaltsempfehlungen), technisch erforderliche Cookies oder vergleichbare Technologien. Die Verarbeitungszwecke für unsere Partner sind insbesondere:
Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen

Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Gerätekennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.

Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen

Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.

▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌ ▉▌▌▉▍▉▌▌▉▍▉▍▉▍ ;▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌
  1. Startseite
  2. Politik
  3. Krieg in der Ukraine: Wolodymyr Selenskyj, der einsame Kämpfer

Krieg in der Ukraine
24.11.2023

Wolodymyr Selenskyj, der einsame Kämpfer

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, braucht einen Erfolg im Kampf gegen den Aggressor Russland.
Foto: Michael Kappeler, dpa

An der Front gibt es kaum Erfolge, es fehlt an Mensch und Material. Und dann muss der ukrainische Präsident auch noch um die internationale Hilfe bangen. Wohin driftet dieser Krieg?

Seinen Mund umspielt ein leichtes Lächeln, die Stirn ist wie so oft in Falten gelegt. Es schwingt leichter Spott mit, als Wolodymyr Selenskyj auf die Frage antwortet. Wie viele Anschläge er eigentlich seit Ausbruch des Krieges überlebt habe, will ein britischer Reporter der Sun wissen. Selenskyj winkt ab. Fünf oder sechs seien es wohl gewesen, erzählt der ukrainische Präsident, genau könne er das gar nicht sagen. „Es ist ein bisschen wie mit Corona“, sagt er. „Beim ersten Mal weiß man nicht, wie man damit umgehen soll, und alles wirkt sehr beängstigend, aber mit der Zeit nimmt man die Nachrichten der Geheimdienste, dass es wieder eine Gruppe gegeben hat, eben wahr.“ Er habe gelernt, mit der Bedrohung zu leben. Der 45-Jährige sitzt im Präsidentenpalast in Kiew, hinter sich die Flagge, die Wände goldverziert. Und tatsächlich ist dies an Tag 638 dieses Krieges eine der größten Erfolge, den die Ukraine vorweisen kann: dass an der Stelle Selenskyjs eben kein russischer Statthalter Platz genommen hat. Er ist der Stachel im Fleisch des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Doch der starke Mann aus Kiew steht mächtig unter Druck. An den Fronten gibt es kaum Fortschritte, innenpolitisch gibt es Streitereien. Zwar kann er in diesen Tagen wieder hochrangige Gäste in der ukrainischen Hauptstadt empfangen: US-Verteidigungsminister Lloyd Austin war da, genauso sein deutscher Amtskollege Boris Pistorius und der Brite David Cameron. Sie alle betonen, dem Land weiterhelfen zu wollen.

Doch was die großen Versprechen wirklich wert sind, das kann im Moment niemand sagen. In den USA lauern Donald Trump und ein Präsidentschaftswahlkampf. In Deutschland klafft ein Milliardenloch in der Haushaltskasse. Mit einer Zusage für die dringend benötigten Taurus-Marschflugkörper ist ohnehin nicht zu rechnen. Dabei braucht Selenskyj dringend einen Erfolg, mit dem er die Moral auch im eigenen Land hochhalten kann. Wer mit Experten über die Lage der Ukraine spricht, der hört hinter vorgehaltener Hand düstere Szenarien. Die Ukraine blute langsam aus, heißt es. Die Frage, die über allem thront: Wie lange wird Selenskyj noch durchhalten? Was ist, wenn die Ukraine am Ende ist? 

Norbert Röttgen macht dem Westen im Ukraine-Krieg schwere Vorwürfe

„Die Ukrainerinnen und Ukrainer sind nicht bereit, ihr Land aufzugeben“, sagt Norbert Röttgen. „Sie werden weiterkämpfen.“ Im Land liegen die Zustimmung für Selenskyj und seinen Kurs bei immer noch 76 Prozent, wie das Kiewer Internationale Institut für Soziologie gemessen hat. Doch der Außenpolitikexperte der CDU weiß auch, dass allein das kaum reichen wird. Ein Stellungskrieg ist mit hohen Opferzahlen verbunden, je länger er andauert, umso mehr Soldaten werden sterben.

„Es wäre das historische Versagen des Westens, die Ukraine durch nicht ausreichende Waffenlieferungen in diese Lage gebracht zu haben“, mahnt Röttgen. Während Russland auf eine Kriegswirtschaft umstelle und sich auf einen Stellungs- und Abnutzungskrieg vorbereitet habe, schaffe Europa es nicht einmal, der Ukraine die zugesagte Munition zu liefern. „Nicht die Motivation der kämpfenden Ukrainer ist das Problem, sondern Deutschland, die anderen großen europäischen Staaten und die USA sind es“, sagt der Unionspolitiker. 

Lesen Sie dazu auch

Wieder mehren sich die Stimmen, die einen raschen Friedensschluss beschwören. Wieder würde der auf Kosten der Ukraine gehen. „Das wäre dann der Gipfel einer kurzsichtigen Außenpolitik“, sagt Röttgen. „Wenn der Druck von denen ausginge, die durch mangelnde Waffenlieferungen die Lage erst herbeigeführt haben, wäre es sogar zynisch.“ Die Folgen, so glaubt er, würden auf Deutschland, Europa und die Nato zurückschlagen. Es ist eine der am häufigsten genannten Warnungen – die aber immer weniger gehört zu werden scheint: „Wenn Krieg sich für den Aggressor lohnt, dann werden wir mehr Krieg bekommen, und er wird immer näher an uns heranrücken“, sagt Röttgen. „Die Ukrainer verteidigen eben auch unsere Sicherheit.“ Wenn sie darin scheitern, werde es für uns sehr viel teurer werden. 

Die personellen Ressourcen der Ukraine sind entscheidend

Und tatsächlich tut sich die Ukraine schwer. „Was wir jetzt sehen, ist das Ende der ukrainischen Sommeroffensive. Erreicht wurde lediglich ein taktischer Einbruch in die russischen Linien. Wir sprechen von wenigen Kilometern“, sagt der Militärexperte und ehemalige Oberst der Bundeswehr, Wolfgang Richter (Austria Institut für Europa- und Sicherheitspolitik). Für die Zunft sei es entscheidend, dass sich nur der durchsetzt, der über mehr materielle und personelle Ressourcen verfügt. Richter sieht hier Vorteile bei Russland, während die Ukraine von westlicher Hilfe abhänge. „In den USA, aber auch in Westeuropa, wachsen die Vorbehalte, die Unterstützung in einigen Ländern bröckelt.“ Zuletzt hatte der ungarische Präsident Viktor Orbán eine Grundsatzdebatte über die Ukraine-Politik der EU gefordert – sein Veto könnte eine geplante Milliardenunterstützung ausbremsen. 

Junge Menschen gehen in St. Petersburg an einer Werbetafel und einem Bildschirm vorbei, die für den Vertragsdienst in der russischen Armee werben.
Foto: Dmitri Lovetsky, dpa

Doch selbst, wenn die Ukraine auch in Zukunft ausreichend Geld und Waffen aus dem Westen erhalten würde, werde es ein wachsendes Problem für Kiew sein, genügend Personal für den Krieg zu finden. „Über die ukrainischen Verluste wird öffentlich wenig berichtet“, sagt der Militärexperte. Schätzungen gehen davon aus, dass bereits 70.000 ukrainische Soldaten gefallen sein könnten. Aktuelle Zahlen aus Kiew sprechen zudem von über 50.000 Menschen, die so schwere Verletzungen erlitten haben, dass sie nicht mehr an der Front eingesetzt werden können. „Das sind zusammen etwa 120.000 irreversible Verluste, die vor allem die professionellen Kampftruppen treffen. Hinzu kommt eine hohe Zahl an Verwundeten“, sagt Richter. 

Gibt es für diesen Krieg eine Exitstrategie?

Auch innerhalb der Ukraine zeigen sich Ermüdungserscheinungen. „Zwar ist eine Mehrheit der Ukrainer weiterhin bereit, sich gegen den russischen Angriff zu verteidigen, und die Solidarität mit der Armee ist weiterhin sehr hoch“, sagt Richter. „Aber es gibt auch eine wachsende Zahl von jungen Männern, die sich dem Kriegsdienst entziehen. Schlangen von Freiwilligen sieht man in den Städten nicht mehr. Viele haben sich ins westliche Ausland abgesetzt.“ Die europäische Statistikbehörde geht von rund 650.000 ukrainischen Männern im wehrfähigen Alter aus, die sich allein in den EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz befinden. 

Wie soll es also weitergehen in der Ukraine? „Es fehlt eine Exitstrategie zur Kriegsbeendigung unter Wahrung der ukrainischen Souveränität“, sagt Militärexperte Wolfgang Richter. „Dies wird kaum ohne schmerzliche Kompromisse möglich sein.“ CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen wird deutlicher: „Wir müssten hochgradig alarmiert sein“, sagt er. „Leider sehe ich das bei der Bundesregierung nicht.“ Noch nicht einmal mit Blick auf die eigene Sicherheitspolitik. Röttgen: „Dass sich in der Bundesregierung irgendeiner auf die mögliche Wiederwahl von Trump vorbereitet, kann ich nicht erkennen.“

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um die Umfrage von Civey anzuzeigen

Hier kann mit Ihrer Einwilligung ein externer Inhalt angezeigt werden, der den redaktionellen Text ergänzt. Indem Sie den Inhalt über „Akzeptieren und anzeigen“ aktivieren, kann die Civey GmbH Informationen auf Ihrem Gerät speichern oder abrufen und Ihre personenbezogenen Daten erheben und verarbeiten. Die Einwilligung kann jederzeit von Ihnen über den Schieberegler wieder entzogen werden. Datenschutzerklärung

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

24.11.2023

Der Westen und die Ukraine haben keinen Plan B entwickelt, wenn die Maximalforderungen bzw.- ziele der UA Führung nicht erreichbar. Au Grund der anfänglichen Erfolge bei der Abwehr des RU Angriffs hat sich Kiew und die westl. Unterstützer dazu verleiten lassen die Erfolgskriterien für einen Sieg ( völlige Vertreibung der RU Armee aus der UA einschl. Rückeroberung der Krim) in Kombination mit einem selbst auferlegten Verhandlungsverbot mit RU bevor nicht der vollständige Rückzug der RU Armee, erfolgt ist, in Zugzwang gebracht. Und jetzt ist eine Pattsituation auf dem Schlachtfeld entstanden aus der es kaum mehr Auswege gibt. Die personellen Reserven der UA schmelzen dahin und Materiallieferungen der westl Verbündeten fliessen nicht mehr im bisherigen Umfang; es schlichtweg keine Materialreserven im Westen mehr vorhanden und die Neuproduktion stockt. Zusätzlich mehren sich kritische Stimmen in EU und USA, die die Unterstützung der UA infrage stellen und Ausstiegsszenarien diskutieren. Einige Länder wollen die Unterstützung einstellen und stellen auch die Sanktionen gegen RU wegen deren Erfolgslosigkeit infrage. So gerät die Kiewer Führung immer mehr unter Druck obwohl nach aussen hin der Westen öffentlich seine Solidarität mit der UA ständig bekundet. Im Grunde droht dem UA Präsident eher die Niederlage als der proklamierte Sieg.

24.11.2023

Für das Völkerrecht und Menschenrechte gibt es keinen Plan B.
Rissland begeht einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg, besetzt und annektiert völkerrechtswidrig Gebiete bzw. muss diese zu einem großen teil erst noch erobern. Mordet, foltert, vergewaltigt in den besetzten Gebieten. Führt dort Zwangsrekrutierungen durch, verschleppt Kinder und kündigt noch ganz offiziell Deportationen der dort verbliebenen ukrainischen Bevölkerung an.

Und die Ukraine ist erst der Anfang. Haben Politiker in Putins-Russlands ganz offen auch mitgeteilt. Inklusiv dem Kreml-Chef persönlich.

Der Westen sollte endlich die Ukraine besser ausstatten. Auch mit Mittelstreckenraketen um die kriegeswichtige Infrastruktur in Russland ebenfalls treffen zu können. Und auch die Energieinfrastruktur. Gleichzeitig die Ukraine bei m Ausbau der Luftabwehr stärker unterstützen. Mit den Geparden und Skyranger stehen effektive Mittel zur Bekämpfung durch die neue Bedrohung aus der Luft zur Verfügung. Wenn Russland merkt, dass seine Luftschläge gegen die Energieinfrastruktur der Ukraine nicht erfolgreich ist und gleichzeitig mit entsprechenden Vergeltungsschlägen rechnen muss, wird es eher beriet sein, die ukrainische Bevölkerung zu terrorisieren.

Russland führt vorwiegend mit seine "Kolonialtruppen" aus ethnischen Minderheiten wie Jakuten usw. einen rücksichtslosen Krieg gegen die ukrainische Bevölkerung.

Je zögerlicher die Unterstützung des Westens für die Ukraine läuft, umso länger wird dieser Krieg dauern. Umso größer die Gefahr einer Ausweitung des Krieges. Umso größer die Gefahr weiterer Kriege nach diesem Muster. Umso größer die Gefahr weiterer massiver und kriegsbedingter Wirtschaftskrisen.

24.11.2023

„Für das Völkerrecht und Menschenrechte gibt es keinen Plan B.“

Das sind die realitätsfernen Plattitüden, mit denen wir von „Grün/links“ in Dauerschleife berieselt werden.

Das aktuelle Dilemma des Stellungskrieges ist vor allem der als „Staatskunst der ruhigen Hand“ verklärten Zögerlichkeit, Zauderei und militärischen Plan- und Orientierungslosigkeit der Ampelregierung zu verdanken. Zu einem Zeitpunkt, zu dem es Sinn gemacht hätte, hat man die Ukraine am langen Arm verhungern lassen. Heute bemerkt man, dass die Boykotte die russische Wirtschaft kalt lassen. Sie hat sich in den letzten Jahren vom Westen so weit emanzipiert, dass sie auf den weder angewiesen, noch primären Schaden durch dessen Boykotte erleiden wird. Frau Baerbock, die vom „Bankrott“ Russlands durch Boykotte fabuliert hat, lag in ihrer Einschätzung fulminant daneben.

Heute liefert der Westen so viel militärisches Gerät, dass die russische Armee die Ukraine nicht zu überwältigen in der Lage ist. Gleichzeitig ist Russland militärisch stark genug, dass eroberte Land zu halten.
Mann nennt das Patt.
Das ist die Realität und die richtet sich nun mal so gar nicht nach den Grün/Linken Wunschträume. Und in typisch linker Manier, sich bockig zu stellen, wenn die Wirklichkeit sich nicht beugen lassen will, kommen dann Forderungen wie die: „Der Westen sollte endlich die Ukraine besser ausstatten. Auch mit Mittelstreckenraketen um die kriegeswichtige Infrastruktur in Russland ebenfalls treffen zu können.“ Hat Harald V. irgendeine Vorstellung von der Dimension der „kriegswichtigen Infrastruktur in Russland“. Und glaubt Herr Harald V. ehrlich daran, mit Mittelstreckenraketen die Front wieder in Bewegung zu bringen?

Zur Realität gehört, anzuerkennen, dass wir auch nach zwei Jahren nicht fähig sind, unsere Rüstungsindustrie auf die Produktion der notwendigen Mengen anzupassen. Die militärische Verwaltung ist nach wie vor nicht fähig, das eigenen Militär, geschweige den die Ukraine zu versorgen. Wir können es nicht.

Gleichzeitig entziehen wir mit „Willkommenskultur“ und „Bürgergeld“ dem ukrainischen Militär Hunderttausende Wehrpflichtige. Wieviel realitätsferne Schizophrenie geht den noch?
Auch hier versagt die Ampel völlig.

Und nun stehen wir vor dem Problem, dass sich die fürs diplomatische verantwortlich Ministerin in den letzten zwei Jahren als Einpeitscherin hervorgetan hat. Wie soll Baerbock jetzt der Diplomatie zum Durchbruch verhelfen, ohne selbst den allerletzten Rest Glaubwürdigkeit zu verlieren? Auch hier Totalversagen der Ampel..

Man sollte hier Britten und Schweizer unterstützen, den Konflikt einzufrieren, damit wenigstens dass sinnlose Sterben aufhört. Die müssen dann die Scherben des Totalversagens der Ampel wegräumen

24.11.2023

Tja Harald V.. Das ist sehr schlecht wenn es keinen Plan B bzw. keine Alternative gibt. Meine Lebenserfahrung ist: es gibt immer eine Alternative, wenn die auch nicht gleichwertig zu Plan A ist und man kleinere oder größere Abstriche machen muß.

24.11.2023

Herr T.
Also ist für den Ukrainekrieg die Ampel verantwortlich und nicht Putin. Den Scherbenhaufen hat Putin verursacht.

Ich stimme Ihnen zu, dass der Westen die Ukraine am langen Arm verhungern lässt.

Durch gezielte Luftschläge gegen für Russland kriegswichtige Infrastruktur wie Eisenbahnbrücken, militärisch genutzten Luftwaffenstützpunkte usw. kann Russland stärker treffen wie die Sanktionen.
Ein gezieltes Zerstören der Strominfrastruktur in Russland bei Angriffen auf entsprechende ukrainische Infrastruktur, kann durchaus Wirkung in Russland erzielen.

Übrigens sind es nicht hundertausende Ukrainer im Alter zwischen 18 und 66 Jahren, die nach Deutschland geflohen sind.
Und schon gar nicht, dass diese vom Bürgergeld leben.
Eine Ausweisung von Wehrpflichtigen ist juristisch nur schwer durchsetzbar. Und hier in Deutschland gilt immer noch der Rechtsstaat.

Einfrieren des Krieges? Russland hat daran offenbar kein Interesse. Russland setzt darauf, dass es den längeren Atem hat und dann die Ukraine zusammenbricht. Das Menschenmaterial von ethnischen Nichtrussen im Osten, Häftlingen, zwangsrekrutierten Ukrainern und ausländischen Söldnern ist ja noch nicht aufgebraucht. Russland plant ja noch zusätzliche Besetzungen bzw. Annektionen von ukrainischen Gebiet.

Russland bzw. der Kreml wird den Krieg weiterführen. Weil es eben sich Gewinne erhofft.
Und solange der Kreml sich Hoffnungen machen darf, den Konflikt militärisch zu gewinnen - weil u.a. der Westen vielleicht einbricht - solange wird der Kriege weiter gehen.

Solange der Westen die Ukraine nur mit dem unterstützt, damit es den Krieg nicht verliert und nicht mit dem um den Krieg zu gewinnen, solange wird der Krieg weiter gehen. Solange wird Russland in absehbarer Zeit keine Verhandlungen in Betracht ziehen. Solange wird das sinnlose Sterben weiter gehen.

24.11.2023

@ Thomas T.:

>> Zur Realität gehört, anzuerkennen, dass wir auch nach zwei Jahren nicht fähig sind, unsere Rüstungsindustrie auf die Produktion der notwendigen Mengen anzupassen. <<

Das geht aber garnicht. Im TV kam neulich ein Bericht, dass zur Herstellung einer Granate über 30 Produktionsschritte erforderlich sind. Verschossen ist sie mit einem einzigen Knopfdruck. Wir können nichts dafür, wenn die Ukrainer so schnell aufs Knöpfchen drücken. Ohne dass es was bewirkt. Unsere 100 Taurusraketen hätten sie auch nur gewollt, damit sie an einem Tag zusätzlich 100x aufs Knöpfchen drücken können. Dann hätten sie die nächsten gewollt. Die es aber garnicht mehr gibt.

24.11.2023

Antwort an Harald V: Nach Ihrer kann es keinen Plan B den Konflikt RU-UA zu lösen geben. Aber Sie ignorieren leider die Fakten.
In den Geschichte hat sich immer wieder gezeigt, dass Prinzipientreue - d.h. im vorliegenden Fall sozusagen Kampf bis zum letzten Mann den Umfang der Niederlage nur vergrößert. Eines ist sicher, die Nato wird nicht eingreifen , wenn die UA endgültig jegliche Offensivfähigkeit verliert und schlimmstenfalls weiter zurückweichen muss.

24.11.2023

@Wolfgang B.
Plan B ging 1938 / 1939 ziemlich in die Hose.

Aggressoren lassen sich nur durch striktes und entschlossenes Handeln abschrecken. Andere Mittel haben bisher alle versagt.


@Christian M.
Nicht nur eine Granate braucht mehrere Schritte und länger in der Produktion als im Einsatz. Das ist aber nicht nur dort der Fall.
So auf die Schnelle gibt es da ganz viele Beispiele. Die Produktion von Treibstoff braucht auch zahlreiche Schritte und ist zeitaufwendig. Und verbraucht im Bruchteil einer Sekunde.

Übrigens, Sie glauben gar nicht was eine Granate so bewirken kann.

Auch haben zumindest die ganzen Lieferungen an Waffen und Munition eines bewirkt. Das Russland die Ukraine nicht überrennen hat können und zumindest aktuell nicht in der Lage ist, andere Staaten konventionell anzugreifen.

Die Taurusflugkörper könnten wichtige Infrastruktur wie Eisenbahnbrücken (auch in Russland) zerstören oder stark beschädigen und würden eine Versorgung der russischen Truppen massivst erschweren. Da könnten 20 Taurus mehr bewirken wie 10.000 Granaten.