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Krieg in Nahost
27.10.2023

Die verzögerte Bodenoffensive: Israels riskantes Manöver

Israelische Kampffahrzeuge und Panzer sind in der Nähe der Grenze zwischen Israel und Gaza im Einsatz.
Foto: Ilia Yefimovich, dpa

Drei Wochen nach dem Hamas-Angriff sollen nun verstärkt Bodentruppen nach Gaza. Doch der Druck auf Netanjahu ist groß.

Die Rauchwolke verfärbt den Himmel in ein dunkles Grau. Mehrere Explosionen lassen erahnen, wie heftig dieser Schlag gewesen sein muss. Die Luftbilder, die das israelische Militär über seinen Twitter-Kanal verbreitet, zeigen den Militäreinsatz im Gazastreifen. Feuersäulen steigen empor. Täglich meldet das Militär Erfolge. Meist sind es Schläge aus der Luft, nun soll auch die Bodenoffensive ausgeweitet werden. Das teilte Militärsprecher Daniel Hagari am Freitagabend auf der Plattform X mit. In den letzten Stunden habe das Militär seine Angriffe im Gazastreifen bereits verstärkt. „Die Luftwaffe greift in erheblichem Umfang unterirdische Ziele und terroristische Infrastrukturen an“, schrieb Hagari. Es blieb zunächst unklar, ob die Ankündigung den Beginn der weithin erwarteten Bodenoffensive darstellte. Nichts weniger als die Auslöschung der Hamas hat Premierminister Benjamin Netanjahu als Losung ausgegeben. Und doch zögerte er.

Warum? „Ich glaube, es gibt drei Gründe“, sagt Peter Neumann. Der Terrorismusforscher vom King’s College in London lenkt den Blick vor allem auf die israelischen Geiseln, die sich in der Hand der Hamas befinden – sie sind das mit großem Abstand gewichtigste Faustpfand der Extremisten. 229 Frauen, Männer und Kinder sind es, die verschleppt wurden. Das Emirat Katar, das als wichtigster Partner der Hamas gilt, zugleich aber auch politische Beziehungen zum Westen pflegt, ist als Verhandler herangezogen worden. Vier Frauen hat die Terrororganisation in den vergangenen Tagen in die Freiheit entlassen. Es war ein kleiner, aber immerhin erster Erfolg der Krisendiplomatie.

Hamas verschanzt sich unter einer Klinik

Zweitens, so der Experte, kam die Massenevakuierung vom Norden in den Süden des Gazastreifens nur langsam voran. Für Israel aber sind zivile Opfer immer ein Dilemma: Zum einen sind sie im dicht besiedelten Gazastreifen nur schwer zu vermeiden – zum anderen baut die Hamas genau auf die Wucht moralischer Erschütterungen, die Israel treffen, sobald die Bilder toter oder verletzter Kinder um die Welt gehen. Erkenntnissen israelischer Geheimdienste zufolge missbraucht die Hamas zum Beispiel die größte Klinik in dem Küstengebiet als Kommando- und Kontrollzentrum. Auch andere Kliniken würden für die Zwecke der Islamisten missbraucht. Schon jetzt sollen im Gazastreifen mehr als 7000 Menschen getötet worden sein. Im Fall einer Bodenoffensive dürften die Zahlen nochmal deutlich nach oben gehen. Das führt Neumann zu seinem dritten Punkt: die USA. Präsident Joe Biden habe wohl dafür gesorgt, „dass Israel seine Pläne mehrfach geändert hat, mit mehr Rücksicht auf zivile Opfer und einen konkreteren Plan für den ‘Tag danach’“.

Washington ist die politische Schutzmacht Israels – aber auch wichtiger Geldgeber. Milliardensummen werden im amerikanischen Haushalt für das israelische Militär bereitgestellt. Und doch ist es gerade Biden, der den Blick immer wieder auf die Lage der Bewohnerinnen und Bewohner des Gazastreifens lenkt. Israel solle nicht die Fehler machen, die die USA nach den Terroranschlägen vom 11. September gemacht hätten: „Ich warne: Während Sie die Wut fühlen, lassen Sie sich nicht von ihr verzehren.“ Ganz selbstlos ist dieser Rat nicht. „Die Amerikaner sind ein enger Alliierter Israels, aber sie sehen auch ihre eigenen nationalen Interessen“, sagt Stephan Stetter, Konfliktforscher und Nahost-Experte der Universität der Bundeswehr in München. Ein Flächenbrand in der Region soll mit aller Macht verhindert werden.

Präsident Macron drängt Israel zu Zurückhaltung

Der US-Präsident drängt deshalb genau wie sein französischer Amtskollege Emmanuel Macron besonders stark auf Pläne, die über den aktuellen Militäreinsatz und vor allem über eine schnelle Offensive hinausgehen. „Konsens ist: Es muss eine politische Perspektive für die Palästinenser geben nach diesem Krieg“, sagt Stetter. In dieser Perspektive dürfe die Hamas keine politische Rolle im Gazastreifen mehr spielen. Ein Ziel, dessen Umsetzung Zeit kostet. „Ich würde eher von einem längeren Kriegsverlauf ausgehen, Israel wird es schrittweise angehen“, sagt Stetter. Auch, um die Kriegsziele der Hamas nicht in Erfüllung gehen zu lassen. „Sie will den Friedensprozess für immer verhindern, sie will Hass säen, der nicht mehr verschwindet“, so die Einschätzung des Experten.

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Unterstützung könnte Israel sogar von arabischer Seite erhalten. Die USA drängen Katar, die Hamas aus dem Emirat zu verbannen – dort, in der Hauptstadt Doha, hat die Organisation seit Jahren ihren Sitz. Auch Saudi-Arabien und Ägypten könnten mit ins Boot geholt werden, wenngleich das mit Rücksicht auf die aufgeheizte öffentliche Stimmung in den arabischen Gesellschaften eher hinter den Kulissen geschehen dürfte. Eine ausgeweitete Bodenoffensive könnte den Rückhalt für Israel daher eher schwächen.

Palästinenser brauchen eine politische Perspektive

Ein entscheidender Faktor in der Rechnung sind zudem die im Gazastreifen lebenden Palästinenser selbst. Die humanitäre Lage ist angespannt. Vor Ausbruch des Krieges deuteten Meinungsumfragen auf einen hohen Rückhalt für die Hamas hin. „Hätte es Wahlen gegeben, hätte ein Hamas-Kandidat sehr gute Chancen gehabt“, sagt Konfliktforscher Stetter. Allerdings deute vieles darauf hin, dass es einen nicht zu vernachlässigenden Teil der Bevölkerung gebe, der die Hamas aus Protest unterstützt. „Die meisten Leute wären sicher froh, wenn es eine andere politische und damit auch andere wirtschaftliche Perspektive für sie gäbe“, sagt er.

Der radikale Geist könne kurzfristig nicht ganz vertrieben werden – aber womöglich zumindest in Schach gehalten. Wer das politische Vakuum, das die Hamas im Gazastreifen hinterlassen würde, füllen kann, ist aktuell offen. Ein Akteur könnte die Palästinensische Autonomiebehörde sein. Die ist zwar selbst unter Palästinensern umstritten, könnte durch ihre internationale Anerkennung aber sicherstellen, dass auch die Menschen aus Gaza in eine Nachkriegsordnung eingebunden werden.

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Die Diskussion ist geschlossen.

28.10.2023

Die "Palästinenser" beanspruchten den Gaza-Streifen für sich, 2005 wurde diesem Wunsch von Israel entsprochen, er wurde geräumt und ist seitdem "judenfrei". Im Gegenteil zu Israel übrigens, dort leben rund 20% israelische Araber. Unter weitaus besseren Bedingungen als die Araber in Gaza. Als den "Palästinensern" ihr Wunsch erfüllt wurde, sprachen sie zum Dank sofort vom "Freiluftgefängnis", steckten alle Entwicklungsgelder (die insbesondere aus Europa reichlich flossen) in Tunnels und Waffen, immer beseelt von der Vorstellung, Israel auszulöschen.

Angesichts dieser Historie ist es von Israel richtig und angebracht, das Thema Hamas ein für allemal zu lösen. Die Unterscheidung Hamas/Zivilbevölkerung ist nicht zuletzt in sofern schwierig, da beide ein glühender Hass auf Israel eint. In arabischen Milieus herrscht nicht nur ein flächendeckender Antisemitismus, 85% träumen gar von der Auslöschung der Juden (https://www.nzz.ch/feuilleton/willkommensunkultur-ld.95084). Zur Erinnerung: Die Zivilbevölkerung sind die, die nach den bestialischen Anschlägen auf jüdische Familien, in denen Schwangeren die Kinder aus den Bäuchen geschnitten wurden, vor Freude auf den Straßen tanzten und Süßigkeiten verteilten.

Deshalb hat Israel jedes Recht seine Existenz zu verteidigen und die Zivilbevölkerung in Gaza sollte überlegen, ob es eine gute Idee war, eine Terrororganisation in die Regierung zu wählen.

28.10.2023

Marc Cohen, Sie verwenden mir etwas zu oft das Wort " judenfrei". Wen wollen Sie damit provozieren?
Was mir bei Ihrer "Analyse" fehlt, ist die Perspektive für die Zeit nach der "Neutralisierung" der Hamas. Was soll dann geschehen?
Wieviele Zivilisten im Gaza-Streifen werden ihre falsche Wahlentscheidung mit dem Leben bezahlen müssen? Sehen Sie da eine Obergrenze oder spielt das in Ihren Überlegungen keine Rolle?

28.10.2023

Sehe flach Ihr Kommentar Marc Cohen. Ihre Verallgemeinerungen und pauschale Verurteilung aller Palästinenser ist schon beeindruckend. Eigentlich einer Antwort nicht wert. Es scheint bei manchem der Wert des Lebens von Zivilisten von der Herkunft abhängig zu sein. Solche Art Menschen gibt es wohl leider auf allen Seiten.

28.10.2023

„Die meisten Leute wären sicher froh, wenn es eine andere politische und damit auch andere wirtschaftliche Perspektive für sie gäbe“

Es geht nicht um Wohlstand und Perspektive. Das Land wurde mit Hilfsgeldern zugeschüttet. Es ist etwas anderes das den Wohlstand verhindert. Es geht um den radikalen Islam. Die Juden sprechen nicht umsonst davon, dass Hamas gleich IS ist. Getragen von einer Mehrheit im Gaza, im Iran, im Irak, in Syrien, Saudi Arabien, Afghanistan und leider auch in weiten Teilen der Türkei (siehe Özil). Im Kampf gegen die Juden sind sie alle vereint, auch wenn sich Sunniten und Schiiten sonst bis aufs Blut, wie im Jemen, bekämpfen. Guterres von der UN hat ebenfalls antisemitische Ressentiments geäußert. Und auch Links- und Rechtsextreme sind sich darin einig, wenn es gegen Juden geht. "Der Antisemitismus gehört zur europäischen DNA", sagt Herr Broder auf Welt Online. Recht hat er (leider) und man kann sich nur fremdschämen!

https://www.welt.de/politik/ausland/video248222938/Broder-ueber-Guterres-Der-Mann-ist-ein-lupenreiner-Antisemit.html