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  3. Russlandsanktionen: So kostspielig ist der Ukraine-Krieg für die deutsche Wirtschaft

Russlandsanktionen
22.02.2024

So kostspielig ist der Ukraine-Krieg für die deutsche Wirtschaft

Im Wirtschaftskrieg mit dem Westen hat sich Russland besser behauptet als erwartet. Deutschland zahlt einen hohen Preis.
Foto: Alexander Kazakov, Sputnik Kremlin/AP/dpa

Die deutsche Wirtschaft stagniert. Ein Grund ist die verteuerte Energie durch die russische Ukraine-Invasion. Wagenknecht fordert ein Sanktionsende.

Die deutsche Wirtschaft wird von den Folgen des Ukraine-Krieges kräftig nach unten gezogen. Im vergangenen Jahr schrumpfte die Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent, und das könnte sich dieses Jahr in vergleichbarer Größenordnung wiederholen. Ein Grund: Öl, Gas und Kohle sind deutlich teurer geworden, und damit auch Strom. 

Zwei renommierte deutsche Forschungsinstitute haben unabhängig voneinander beziffert, wie groß der Schaden ist. Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) waren es in den Jahren 2022 und 2023 jeweils 100 Milliarden Euro an Zusatzkosten für den Import für Energie. "Der Ukraine-Krieg hat hohe wirtschaftliche Kosten für Deutschland", sagte DIW-Chef Marcel Fratzscher. Ohne den Energieschock wäre die deutsche Wirtschaft ihm zufolge 2022 um 2,5 Prozentpunkte stärker gewachsen, 2023 ebenso. 

Scharfe Sanktionen als Antwort an Putin

Von Rezession und trüber Stimmung wäre also nichts zu spüren. Die Ökonomen des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) aus Köln kommen zu ähnlichen Werten. Demnach beträgt die Sonderbelastung in den zwei zurückliegenden Jahren zusammen 240 Milliarden Euro. 

Dem Kreml gelingt es immer besser, westliche Wirtschaftssanktionen zu umgehen, die zum Beispiel den Export von Erdöl betreffen.
Foto: AP, dpa

Auf die Erschütterung nach dem Einmarsch der russischen Armee vor zwei Jahren reagierte Deutschland im Verbund mit der EU mit scharfen Wirtschaftssanktionen, die gegen Moskau verhängt wurden. Deutschland und andere Partnerländer beschlossen, sich von russischen Energielieferungen abzukoppeln, um Wladimir Putin seiner wichtigsten Einnahmequelle zu berauben. 

Wegen der Panik auf den Rohstoffmärkten und den durch die Decke schießenden Preisen verdiente der Kremlherr trotz merklich fallender Importe Richtung Europa prächtig. Im Verlauf des vergangenen Jahres gingen die Preise zurück und die Strafmaßnahmen gegen Russland zeigten Wirkung. Laut der Finanznachrichtenagentur Bloomberg sanken die Einnahmen aus dem Verkauf von Öl und Gas im vergangenen Jahr um rund ein Viertel. Russland bezahlt also einen Preis, die Bundesrepublik jedoch auch. Denn der Gaspreis liegt rund ein Drittel über dem Vorkriegsniveau, der Industriestrompreis um etwas weniger als zehn Prozent. "Die Wirtschaft ist in schwerem Fahrwasser. Wir kommen langsamer aus der Krise als gehofft", sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck am Mittwoch. 

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Russland umgeht das Ölembargo über Indien

Die Russland aufgebürdeten Strafmaßnahmen haben nicht nur die erwartbare Schattenseite, dass sie auch Deutschland spürbare Schmerzen bereiten. Sie werden darüber hinaus auch zunehmend vom Kreml umgangen. Das schlagende Beispiel ist das Ölembargo. Statt das schwarze Gold direkt nach Westen zu exportieren, nimmt es jetzt zunächst den Umweg über Indien. Laut der EU-Statistikbehörde Eurostat haben sich die deutschen Einfuhren von Mineralölerzeugnissen vom Subkontinent im Vergleich zwischen 2022 und 2023 mehr als versiebenfacht. Interessant dabei: Noch im Jahr davor kaufte Deutschland fast kein Öl in Indien ein. Die Importe summierten sich 2023 auf 11 Milliarden Euro, wovon ein bedeutsamer Anteil in Russland gelandet ist. Mittlerweile steht Indien bei der Lieferung von Gasölen, einem wichtigen Vorprodukt für Kraftstoffe, für einen Anteil von sieben Prozent der Gesamteinfuhren. 

Kritik an der Embargopolitik kommt von prominenter Stelle. "Die Sanktionen auf russisches Öl sind Heuchelei pur. Wenn die Bundesregierung behauptet, Deutschland und die EU hätten sich von russischem Öl unabhängig gemacht, sagt sie schlicht die Unwahrheit", sagte die Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht unserer Redaktion. Die Chefin der neuen Partei Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) gehört zu den lautstärksten Gegnern der Strafmaßnahmen und der Waffenlieferungen an die Ukraine in Deutschland. 

Im Schlussquartal des alten Jahres zahlte Indien über 80 Dollar je Fass russischen Erdöls. Eigentlich hat der Westen einen Preisdeckel von 60 Dollar verhängt. Aktuell kostet das Fass der Sorte Ural 75 Dollar. "Fakt ist, dass russisches Öl jetzt über teure Umwege in deutschen Autos und Heizungen landet. Das ist eine unsägliche Doppelmoral auf Kosten der Verbraucher und unserer Wirtschaft", beklagte Wagenknecht. 

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Die Diskussion ist geschlossen.

23.02.2024

Was heisst hier Abhängigkeit von Russland. Über Jahrzehnte haben uns die UDSSR und deren Rechtsnachfolger Russland mit preisgünstigem Erdgas und Erdöl versorgt ohne polit. oder wirtschaftl. Repressionen . Diese "Abhängigkeit" sind wir jetzt ob der "klugen" Politik der Ampel los, dafür dürfen wir US Fracking Gas beziehen und haben uns in damit in Abhängigkeit von den USA gebracht sowohl vom Preis als auch von der Verfügbarkeit. Zusätztlich wird uns weiterhin über den Weltmarkt RU LNG Gas sowie Mineralölprodukte geliefert, die in Drittländern auf der Basis von RU Erdöl produziert - nur mit einem "klitzekleinen" Preisaufschlag. Aber wir dürfen uns jetzt moralisch gut fühlen nach dem Motto "Am deu Wesen soll die Welt genesen" . Ich für meinen Teil will am deu Moralgewissen nicht teilhaben.

23.02.2024

Jochen H., Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass eine unionsgeführte Bundesregierung an den Gaslieferungen Russlands festgehalten hätte. Fraglich ist eher, ob es die Dilettanten von der Union geschafft hätten, den Umstieg so professionell zu gestalten wie Habeck und Graichen.
Der Anteil des LNG an den gesamten Gasimporten macht übrigens kaum mehr als 6% aus und davon kommt nur ein sehr kleiner Teil aus Russland. Verbreiten Sie hier also bitte keine Märchen:
https://www.ndr.de/nachrichten/info/LNG-Wie-viel-Fluessigerdgas-kommt-derzeit-in-Deutschland-an,lng632.html

22.02.2024

..und das war ja auch das Ziel von Moskau...uns zukünftig weiterhin in der Abhängigkeit zu halten..
Auf Erdöl kann niemand auf Dauer verzichten, zuviele Produkte werden daraus hergestellt.