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Krieg in der Ukraine
13.05.2024

Kampf an der Front bei Bachmut: Der Tod kommt aus der Luft

Selbst bei einer Zigarettenpause blickt Soldat Bogdan in den Himmel. Sind dort Drohnen? Oder Kampfflugzeuge?
Foto: Till Mayer

Bogdan kämpft an der Bachmut-Front. In einem Schützenpanzer. Doch längst findet in der Ukraine auch ein Hightech-Krieg über den Köpfen der Soldaten statt.

Nichts ist mehr ganz. Kein Haus, kein Stall. Links und rechts der staubigen Straße ragen nur Trümmer auf. Graue Holzlatten fingern in den Himmel. Früher trugen sie Dächer. Jetzt blickt man durch sie auf ausgebrannte Wände. Ruinen von meist einstöckigen Häusern stehen hinter Büschen und umgekippten Zäunen. Einschläge haben Risse in Mauern gezogen. Über all der Zerstörung wölbt sich ein strahlend blauer Himmel. Stille. Irgendwo singt ein Vogel in dem menschenverlassenen Ort. Bogdan hat den Helm in den Nacken geschoben. "Diese Stille macht einen verrückt", sagt der 43-Jährige. 

Bogdan blickt oft nach oben, selbst wenn er spricht. Sucht das Blau mit seinen braunen Augen ab. Der Soldat an der Bachmut-Front screent den Himmel regelrecht. "Keine Wolken, klare Sicht für die Drohnenpiloten", flucht er leise. In wenigen Kilometern Entfernung grummelt tief und schwer die Artillerie. "Taschassiw Jar", sagt Bogdan. Die nächste Stadt, die die russischen Truppen gerade sturmreif schießen.

"Derzeit hat der Feind taktischen Erfolg", heißt es im Lagebericht des ukrainischen Generalstabs

An der Front findet ein brutaler Wettlauf mit der Zeit statt. Monatelang hatte der US-Kongress milliardenschwere Hilfen für die ukrainische Armee blockiert. Die EU und westliche Partner liefern bis jetzt nicht im vollen Umfang, was sie versprochen haben. Die Aggressoren nutzen die entstandene Schwäche der Verteidiger, bevor die ukrainischen Verbände wieder ihre Waffendepots entlang der 1000 Kilometer langen Front auffüllen. "Russland weiß, dass sich die Lage gegen es wenden könnte, wenn wir in ein bis zwei Monaten genügend Waffen bekommen", sagte der Kommandeur des ukrainischen Heeres, Olexander Pawljuk, der britischen Zeitschrift Economist. So treibt Putin seine Offensive gnadenlos voran. In diesen Tagen vor allem im Nordosten der Ukraine, bei Charkiw.

"Derzeit hat der Feind taktischen Erfolg", zitieren am Montag deutsche Medien den Lagebericht des ukrainischen Generalstabs. Es heißt, mehrere Grenzdörfer seien eingenommen worden. Aktuell werde um Wowtschansk gekämpft, eine Stadt etwa fünf Kilometer von der russischen Grenze. Das russische Militär setze dort trotz hoher Verluste bedeutende Kräfte ein. Seit vergangenem Freitag läuft Russlands neue Angriffswelle in dieser Region. Ein Ablenkungsmanöver? So sieht es die Ukraine. Andrij Kowalenko, Leiter des Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation, sagte der ARD: "Sie versuchen, einen Teil unserer Armee zu binden und sie dort in die Verteidigung zu zwingen." Eigentlich gehe es den Russen um Pokrowsk, Kostjantyniwka – und Tschassiw Jar. Und man kann hinzufügen: Die neue Frontlinie wird den Verbrauch der ohnehin knappen Munition weiter beschleunigen.

Der ukrainische Soldat Bogdan kämpft an der Bachmut-Front. "Oft wünsche ich mir, zu Hause bei meiner Familie zu sein. Bin ich es, will ich wieder zurück", sagt er.
Foto: Till Mayer

Front-Soldat Bogdan lehnt mit dem Rücken an einer Hauswand. Die Siedlung hier ist ein Trümmerfeld, wie alle nahe den Schützengräben der ersten Linie. Die Stellungen ziehen sich in weniger als zwei Kilometer Entfernung. "Immer vermeiden, auf offenem Feld zu stehen. Am besten nahe an Mauern und unter Bäumen bleiben. Schatten suchen." Es sind Überlebensregeln, die er gibt. Denn hier ist Drohnenland. Der Tod aus der Luft kann jeden Augenblick kommen. Zack.

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Über den Köpfen der Soldaten findet ein Hightech-Krieg statt

Im Netz kursieren Filmschnipsel von Drohnen, die Drohnen beim Töten filmen. Da ist der Soldat, der sich noch einmal umdreht, bevor ihn eine Explosion zerreißt. "Es kann mir hier jeden Augenblick passieren. Daher immer auf der Hut sein. Augen auf", erklärt Bogdan. "Alles fliegt hier durch die Luft. Flugzeuge nehmen uns unter Beschuss. Dann die Kamikazedrohnen mit einer Granate oder größerem Sprengsatz. Aufklärungsdrohnen machen Ziele für die Artillerie ausfindig. Dazu kommt der schwere Beschuss der Artillerie", schildert der 43-Jährige die Situation. Seinen Kriegsalltag.

Über seinem Kopf findet ein Hightech-Krieg statt. Neue Drohnengenerationen sind in Entwicklung, die durch künstliche Intelligenz gesteuert werden. Die Technik wird immer ausgefeilter und tödlicher für Soldaten wie Bogdan. Auch das: ein Wettlauf zwischen beiden Seiten, der mit kriegsentscheidend sein wird. Die Abwehr von Drohnen durch Radiowellen ist ausschlaggebend.

An diesem Hightech-Krieg nimmt Bogdan mit einem Schützenpanzer aus Sowjetzeiten teil, zusammengeschweißt in den 1970er-Jahren. Eine seiner Aufgaben ist es, eben solche Radiowellen-Stationen der russischen Armee unter Beschuss zu nehmen, wenn sie an der Front auftauchen. Oder wenn es darum geht, Verwundete von der Front mit dem Schützenpanzer zu bergen. Gefährliche Einsätze. Es muss schnell gehen. Bogdan geriet schon unter Beschuss. Der nimmt seit Beginn der Offensive an Intensität zu.

Eben war er beim Schützenpanzer. Die tägliche vorgeschriebene Wartungsroutine. Das Ungetüm aus Stahl steht ein gutes Stück entfernt. Halb eingegraben zwischen zwei ausgebombten Bauernkaten. Darüber aus Holzsparren, schwarzen Plastikplanen und Tarnnetzen ein zusammengezimmertes Dach. Jetzt geht es wieder hinunter in einen der traditionellen Gemüsekeller. Dort haust er mit seinen Kameraden. In einer Ruine haben sie ein Landschaftsgemälde gefunden. Bäume im Sommer als gerahmter Kunstdruck. Der hängt unter weiß gestrichenen, grob gehauenen Balken. Ein Bullerofen spendet Trockenheit in dem feuchten Keller. Sie warten auf ihren Einsatzbefehl.

Ukrainischer Soldat: "Die Russen haben ausreichend Munition. Wir nicht"

An der Wand baumelt ein Funkgerät an einem Nagel. Eine Männerstimme warnt scheppernd vor Flugangriffen im Frontabschnitt. Es rauscht aus dem Gerät. Dann Stille. Von der Front her dumpf die mehrfachen Einschläge von Streumunition. "Sie schießen und schießen. Selbst von Gasgranaten hab ich schon gehört", sagt der Soldat. "Die Russen haben ausreichend Munition. Wir nicht." Und das ist auch kein Geheimnis. Auf einen abgegebenen Schuss der Verteidiger kommen sieben der Aggressoren, so die ukrainische Armeeführung.

Seit Monaten stemmt sich die ukrainische Armee gegen eine zunehmend brachiale russische Offensive mit drastisch rationierter Munition; dazu kommt die Mobilisierung nicht in Gang – während Russland seine Wirtschaft auf einen großen Krieg umstellt. Mindestens zwei Millionen Schuss Artilleriemunition braucht die Ukraine jährlich, um sich halbwegs verteidigen zu können, schätzt Datenjournalist Marcus Welsch. Die gesamte Europäische Union beispielsweise bringt es auf eine Produktion von derzeit 1,2 Millionen Schuss im Jahr. Drei Millionen Schuss produziert Russland bereits jährlich mit zunehmender Kapazität. Hinzu kommen Lieferungen aus Nordkorea und Belarus.

Ein ehemaliger Gemüsekeller ist der Behelfsbunker von Bogdan und seinen Kameraden.
Foto: Till Mayer

Der Munitionsmangel der Ukrainer führte schon zu mehreren Fronteinbrüchen im Donbass. An der Frontlinie bei Awdijiwka, das die russische Armee über Monate sturmreif schoss und einnahm, wird Druck gemacht. Wie eben auch an der Charkiw-Front, an der die russischen Verbände im Grenzbereich eine neue Frontlinie eröffnet haben. Russische Drohnen und Gleitbomben zerstören gezielt die Energie-Infrastruktur im ganzen Land. Die Ukrainer fangen ab, was möglich ist. Doch nach weit mehr als zwei Jahren Krieg haben sie keine ausreichende Luftabwehr erhalten. Mittlerweile ist ein empfindlicher Teil der Energie-Infrastruktur der Ukraine durch Angriffe aus der Luft zerstört.

"Mein Leben hier ist der Bunker und der kurze Weg zum Schützenpanzer", sagt Soldat Bogdan

An der Bachmut-Front, an der Bogdan kämpft, hämmert die russische Artillerie an diesem Tag auf die verlassene Kleinstadt Tschassiw Jar ein. Die Siedlung liegt auf einer Anhöhe. Fällt sie, kann die russische Artillerie das nächste Ziel ins Visier nehmen: Die Stadt Kostjantyniwka ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. "Die Zeiten sind schwer", seufzt der Soldat. Dann ist es Zeit, Abschied zu nehmen. Bogdan steckt sich eine Zigarette an. "Mein Leben hier ist der Bunker und der kurze Weg zum Schützenpanzer. Oft wünsche ich mir, zu Hause bei meiner Familie zu sein. Bin ich es, will ich wieder zurück. Ich weiß, dass ich hier sein muss, um die Stellung zu halten. Es geht um alles", sagt er. Beim letzten Heimaturlaub fragten ihn Freunde: "Wie sieht es an der Front aus?" – "Kommt doch und seht es selbst. Wir brauchen hier jeden Mann, habe ich ihnen gesagt", erzählt er noch. Jetzt ist die Zigarette ausgeraucht, er geht wieder zurück in den Bunker. Besser nicht unnötig lang ein Ziel abgeben.

Keine 20 Minuten mit dem Auto entfernt über holprige Straßen liegt Kostjantyniwka. Das Kulturhaus ist ein langgezogenes Gebäude aus der Sowjetzeit. Die Fenster sind mit Sperrholzplatten vernagelt. Auf einem Grünstreifen an der Straße pflanzen städtische Gärtner mit Blumen das ukrainische Wappen in das Erdreich. "Wir müssen die Menschen, die noch hier sind, ja ein wenig aufbauen", sagt Emir, ihr Chef. Seine Familie habe er schon nach Dnipro in Sicherheit gebracht.

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14.05.2024

Ein eindringlicher Bericht. Er zeigt auch, wie schlimm es ist, dass wir im Westen die Ukraine nicht schon seit Jahren konsequent mit Waffen unterstützen. Mit mehr Flugabwehr und mit rechtzeitig gelieferten Kampfflugzeugen hätten die Ukrainer die mörderischen Angreifer vermutlich nicht so weit eindringen lassen.

Raimund Kamm

15.05.2024

@ Thomas G.
Kriegsherr ist Russland. Wer das nicht sieht, ist uneinsichtig oder wird von Putin bezahlt.

R.K.

15.05.2024

(edit/mod/NUB 7.2)

14.05.2024

Am besten sperrt man Putin und Selensky in ein Zimmer und die tragen das mit Fäusten aus. Wäre schnell, effektiv und würde das Leben Dritter schonen.

14.05.2024

@Andreas B.
Antwort von Gunther Kropp, Basel

SRF 27.02.2022, 08:57: "Kremlchef Putin ist selbst Träger des Schwarzen Gürtels. Im Judo ist der Einfluss Russlands enorm."

Präsident Selenskyj bräuchte wohl etwas Training bevor er mit seinem russischen Amtskollegen eine Zimmer-Judo-Diplomatie praktizieren möchte.

14.05.2024

Putin hat den Angriff befohlen und so schon über 100.000 Menschen getötet und vermutlich sogar mehrere hunderttausend Menschen verwundet und Millionen Menschen vertrieben.
Und Sie, B., können immer noch nicht zwischen Mörder und Opfer unterscheiden. Scheußlich!

Raimund Kamm

14.05.2024

@Raimund Kamm
Antwort von Gunther Kropp, Basel

Blick Cédric Hengy 27.04.2024 um 19:39 "«Das war der beste Deal, den wir hätten haben können» Russland und Ukraine entwarfen kurz nach Kriegsausbruch einen Friedensvertrag Bereits wenige Tage nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine starteten beide Länder einen intensiven Verhandlungsmarathon. Daraus resultierte schliesslich ein Vertrag, der den Krieg hätte beenden können. Zur Anwendung kam er jedoch nie."

Die Historiker werden wohl eines Tages die Frage beantworten können, warum es kurz nach dem russischen Einmarsch mit dem Friedensvertrag nicht klappe und warum sinnlos Hunderttausende von Menschen sterben mussten.

14.05.2024

Gunther K., bitte nennen Sie vernünftige Quellen für Ihre Verschwörungstheorien.

"Laut Reuters gab es möglicherweise vor oder kurz nach Ausbruch des Krieges Ende Februar 2022 einen Vertragsentwurf, der zur Abwendung bzw. Beendigung des Krieges einen Verzicht der Ukraine auf eine Mitgliedschaft in der NATO vorsah, allerdings ohne nachprüfbare Quellen zu nennen[23]. Diese möglicherweise unter Beteiligung von Dmitri Kosak ausgehandelte mögliche Vereinbarung mit der ukrainischen Regierung sei laut Reuters von Putin abgelehnt worden.[24] Mychajlo Podoljak, ukrainischer Teilnehmer an den Verhandlungen mit Russland sagte, die Russische Föderation habe mit den Verhandlungen die Vorbereitung der Invasion vertuscht. Podolyak antwortete nicht auf Fragen von Reuters zum Inhalt der Gespräche und bestätigte nicht, dass ein Vertragsentwurf erzielt worden war. „Heute [Oktober 2022] verstehen wir klar, dass die russische Seite nie an einer friedlichen Lösung interessiert war“, so Podoljak.[25]"
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Russisch-ukrainische_Friedensverhandlungen_seit_2022

14.05.2024

VonGunther K. >>warum es kurz nach dem russischen Einmarsch mit dem Friedensvertrag nicht klappe und warum sinnlos Hunderttausende von Menschen sterben mussten<<

Haben Sie für Ihre Behauptung auch eine seriöse Quelle? Oder ist es nur Boulevard-Geplapper?

Raimund Kamm

14.05.2024

In rechten Kreisen wird an der Legende gestrickt, dass die bösen Amerikaner und die Nato nach dem russischen Überfall einen Friedensschluss zwischen Russland und der Ukraine verhindert haben, weil sie ihr Einflussgebiet unbedingt richtig Osten ausweiten wollen.
Es war wohl eher so, dass die Russen unannehmbare Bdingungen gestellt haben, die einer Kapitulation der Ukraine gleichkamen.

14.05.2024

@Wolfgang L. und @Raimund Kamm
Antwort von Gunther Kropp, Basel

Man wird sehen, hören und lesen können, wenn eines Tages die Historiker die Hintergründe des Ukraine-Konflikts und ein möglicher verpasster Frieden an das Tageslicht bringen werden.

14.05.2024

Stern 15.09.2021, 16:01 "Rex Mk II: Rüstungskonzern aus Israel präsentiert fahrende Kampfdrohne"

Man kann wohl davon ausgehen, dass die russische Armee eines Tages fahrende Kampfdrohnen in der Ukraine einsetzen wird kombiniert mit fliegenden Drohnen. Hightech verändert radikal die Kriegsführung.

14.05.2024

Danke für diesen eindringlichen Bericht.
Die Rüstungsindustrie Putins ist deutlich stärker als die des Westens, zumindest was die Quantität angeht und darauf kommt es an. Zudem liefert der Westen auch nur sehr eingeschränkt von dem was er überhaupt produzieren kann. Wie das noch zu einem gutem Ende kommen kann, ist mir ein Rätsel. Sich als Ukrainer an die Front zu melden mit der Aussicht mit wenig Munition kämpfen zu müssen und nur darauf zu hoffen, dass einem Drohnen oder Artillerie nicht erwischen, ist natürlich depremierend.
Was sind hier die Aussichten? Putin wird weiter machen, da er sieht, dass er gewinnt. Die Infrastruktur wird weiter zerstört. Vermutlich gibt es spätestens im Winter eine weitere Flüchtlingswelle, da die Energieversorgung der Menschen zu einem großen Teil kaputt ist. Die Frage ist dann noch, ob es weiter schrittweise für die Russen vorangeht, oder ob die ukrainische Front mangels Munition und Soldaten irgendwann kollabiert.