Politische Stabilität, Frieden, freier Welthandel, internationale Arbeitsteilung und damit Planbarkeit für Unternehmer wie Verbraucher sind der ideale Nährboden für Wirtschaftswachstum. Der Geschäftsmann Trump hat diese Lehre nur teilweise verstanden, sonst hätte er keine Zollkriege angezettelt.
Was der US-Präsident allerdings zumindest grundsätzlich zu kapieren scheint, ist die Bedeutung von Frieden für das ökonomische Wohlergehen der Nationen. Deswegen will er, dass der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine möglichst schnell aufhört. All seine Versprechen, er könne als globale Chef-Friedenstaube das Morden beenden, sind bisher krachend gescheitert. Trump versteht nicht, dass Putin den Krieg für sein politisches Überleben wie Wasser und Brot braucht. Er schätzt den Russen kolossal falsch ein.
US-Präsident Trump wird wie Bush zum Kriegsherren
Mit der Attacke der USA auf die iranischen Atomanlagen ist Trump zwar ein wichtiger Schlag gegen das gefährliche iranische Atom-Programm gelungen, damit schürt er aber Verunsicherung, was Gift für die Wirtschaft ist. Der amerikanische Präsident wird wie einst George W. Bush zum Kriegsherren. Sollte die iranische Führung die Straße, also die Meerenge, von Hormus blockieren und damit das Passieren von Öl- und Gastankern aus anderen arabischen Ländern massiv erschweren, droht ein deutlicher Preisanstieg für die Schmiermittel der Weltwirtschaft.
Das wiederum könnte die Inflation anheizen, Zinssenkungen erschweren, die Aktienmärkte beben lassen, was am Ende zu Konsum-Zurückhaltung führt und Wachstum kostet. Ein Teufelskreis, der Trump-Teufelskreis, käme in Gang.
Trumps Unbedachtheit kostet Wohlstand – besonders Deutschland leidet darunter
Der Business-Mann im Präsidenten-Amt wäre wirtschaftlich und am Ende auch politisch gescheitert. Sein Traum, ein Friedens-Präsident zu werden und Amerika zu alter ökonomischer Stärke zurückzuführen, würde jäh wie die iranischen Atomanlagen nach der Attacke durch die US-Monster-Bomben zerbrechen. Trump wäre eine tragische Figur mit unabsehbaren Folgen für die Welt-Wirtschaft.
Ein stark vom Export abhängiges Land wie Deutschland würde darunter besonders leiden. Die Mega-Unsicherheits-Faktoren Putin und Trump könnten Kanzler Merz letztlich um die Früchte seiner angestrebten wirtschaftspolitischen Reformen bringen. Für mehr Wachstum braucht Deutschland politische Entspannung und damit diplomatische Leisetreter-Kunst. Trump ist ein Lautsprecher, der fast immer auf Sendung ist und Meinungen rasch ändert. Seine Wankelmütigkeit und Unbedachtheit kosten Wohlstand. Das Stabilste an Trump sind seine roten und zu lang gebundenen Krawatten.
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