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Weltklimakonferenz
06.12.2023

Wie viel ist dran am grünen Glanz am Golf?

In Dubai findet seit einer Woche die Weltklimakonferenz statt. Doch wie grün ist das Emirat selbst?
Foto: Kamran Jebreili, dpa

Seit einer Woche läuft in Dubai die 28. Weltklimakonferenz. Die Austragung in dem Ölstaat wurde vielfach kritisiert. Wie ernst meinen die Emirate es mit dem Klimaschutz?

Dubais Energie der Zukunft kommt aus der Wüste. Bis zum Horizont erstrecken sich hier, 50 Kilometer südlich der Stadt, die Solarmodule, rund zehn Millionen sind es insgesamt. „Der größte Solarpark seiner Art“, sagt Fatma, die Touristen durch das Innovationszentrum des Mohammed Bin Rashid Al Maktoum Solarparks führt. Die Energie, die hier produziert werde, habe schon heute einen Anteil von mehr als 16 Prozent am Strommix von Dubai. 2030 sollen es sogar 25 Prozent sein, erklärt die junge Frau – und das, obwohl der Energiebedarf des schnell wachsenden Emirats stetig steigt. „Wir haben hier die Sonne und den Platz“, sagt Fatma.

Während am Golf Zehntausende zur jährlichen Weltklimakonferenz zusammenkommen, präsentieren sich Dubai und die anderen Teilstaaten der Vereinigten Emirate (VAE) grün. Wer Dubai besucht, sieht Solarmodule über Parkplätzen, eine fahrerlose Schnellbahn, die hoch über den breiten Autostraßen fährt, Parkhäuser mit begrünten Fassaden, Schnellladestationen für Elektroautos und riesige Baumplantagen. In Abu Dhabi, dem benachbarten Emirat, wurden gerade das erste große Windenergieprojekt vorgestellt und ein Solarkraftwerk eröffnet. 

Emirate wollen Milliarden in die Erneuerbaren investieren

Die Emirate machen Ernst mit Klimaschutz, das ist der Eindruck, der sich Besuchern vermittelt. In den kommenden Jahren wollen die VAE insgesamt 54 Milliarden Dollar in Erneuerbare investieren, bis 2030 sollen 30 Prozent des Gesamtbedarfs des Landes aus sauberen Energiequellen gedeckt werden. 

Ein paar Tage vor der Klimakonferenz findet in Dubai eine Solarmesse statt. Wer hierher kommt, so scheint es, ist optimistisch, dass die Energiewende am Golf gelingen wird. Vor einem Podium sitzt eine Gruppe junger Frauen. Sie tragen lange, schwarze Kleider, die traditionellen Abayas, locker sitzende Kopftücher und Sneaker. „Wir benutzen eine App, mit der wir sehen können, wie wir beim Energie- und Wasserverbrauch im Vergleich zu den Nachbarn abschneiden“, sagt Mariam, Mitte 20. Das Programm fürs Handy greift dabei auf Haushaltsdaten zu, die smarte Zählgeräte messen. Mariam lacht: „Wir sind schon viel besser geworden, seit wir uns vergleichen.“ 

Luxuriöses Leben am Golf ist energieintensiv

Technische Hilfsmittel sind für viele Emiratis zentral im Kampf gegen den Klimawandel –auch, um ihren Lebensstil zu wahren. Schließlich erfordert das luxuriöse Leben im Wüstenstaat riesige Mengen an Energie, etwa für Klimatisierung im Sommer, für Meerwasser-Entsalzungsanlagen, für die Begrünung der Städte. „Die großen Öl- und Gasfirmen investieren in Kohlendioxid-speicherung“, erklärt Hamdan, ein junger Emirati mit runder Brille und traditionellem weißen Gewand. Mithilfe solcher Projekte zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CO2) will etwa die nationale Ölfirma Adnoc bis 2045 klimaneutral sein. „Technologie eröffnet uns viele Möglichkeiten“, meint Hamdan.

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Doch daran zweifeln viele Forscherinnen und Forscher. Sie halten es für riskant bis unmöglich, im großen Stil auf Technologien zur Abscheidung von CO2 aus der Luft und dessen Speicherung zu setzen, das sogenannte Carbon Capture and Storage (CCS): Zu energieaufwändig, zu teuer und noch zu ungewiss sei das – und nur etwas zur Kompensation für auch in Zukunft unvermeidbare Emissionen. Klimaschützer fürchten indes, dass die Emirate die CCS-Technologie vorschieben, um nicht aus den fossilen Brennstoffen aussteigen zu müssen. Das kleine, reiche Land am Persischen Golf zählt zu den zehn größten Ölproduzenten der Welt, sein Erdgasvorkommen gilt global als das siebtgrößte. Kein Wunder, dass auch die CO2-Emissionen mit im Schnitt jährlich 22 Tonnen pro Kopf weltweit zu den höchsten zählen.

Im Sommer haben die VAE ihre nationalen Klimaziele zwar nachgeschärft, bis 2030 sollen die Emissionen im Vergleich zu einem „Weiter-so“-Szenario demnach um 40 Prozent sinken – das wären 13 Prozent weniger als aktuell. Bis 2050 soll Klimaneutralität erreicht werden. Doch den Plänen nach würde dann noch immer rund die Hälfte des heimischen Energiemixes aus Gas und Kohle stammen. Die Öl- und Gasförderung soll sogar noch ausgebaut werden – auch für den Export. Schließlich ist das Geschäft lukrativ, die Gewinne für die Fossilen lagen im vergangenen Jahr auf Rekordniveau. 

Sultan al-Dschaber ist Präsident der Weltklimakonferenz in Dubai (COP28).
Foto: Kamran Jebreili, dpa

Es scheint, als wollten die Emirate beides: Ernst machen in Sachen Erneuerbare, die Fossilen aber nicht aufgeben. Das zeigt sich auch am Präsidenten der diesjährigen Weltklimakonferenz: Sultan Ahmed al-Dschaber ist nicht nur Vorstand des staatlichen Erneuerbare-Energie-Unternehmens Masdar, sondern war bis wenige Tage vor Beginn der Klimakonferenz zudem Geschäftsführer der emiratischen Ölfirma Adnoc – und deshalb umstritten. 

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Die Diskussion ist geschlossen.

12.12.2023

>> Im Sommer haben die VAE ihre nationalen Klimaziele zwar nachgeschärft, bis 2030 sollen die Emissionen im Vergleich zu einem „Weiter-so“-Szenario demnach um 40 Prozent sinken – das wären 13 Prozent weniger als aktuell. <<

Mathe-Pisa oder grüne Spezialwissenschaft?

11.12.2023

Ich finde, man sollte jedes Land machen lassen was es für richtig hält. Ich hab gerade auf X/Twitter eine gute Antwort auf einen Tweet vom Auswärtigen Amt gelesen: "Wer zwischen Klimaschutz und neuen Schuhen wählen muss, wird sich eher für Letzteres entscheiden. Das ist nun mal so.... Guten Rückflug allerseits."

12.12.2023

Das ist eine klimaschädliche Unlogik.

Die übermäßigen CO2-Emissionen von uns reichen Ländern rechtfertigen Sie mit der Ausrede 'wir haben halt einen höheren Lebensstandard'. Den Nichtklimaschutz der armen Länder nehmen Sie wie hier von Ihnen geschrieben hin.

Beides ist falsch!

Die reichen Länder müssen beim Klimaschutz vorangehen und ihre Technik und ihren Reichtum nutzen, um gut zu leben ohne die Lebensgrundlagen zu zerstören. Die armen Länder brauchen unsere Unterstützung, um gut zu leben ohne mit Erdgas, Erdöl und Kohle das Klima zu ruinieren.

Falsch ist natürlich auch, dass jedes Land machen soll, was es will. Wir dulden ja auch nicht, dass jeder in seinem Ofen verbrennen kann, was er will und damit die Luft für die Nachbarn verpestet.
Es ist die große zivilisatorische Aufgabe unserer Zeit, zu erkennen, dass wir gemeinsam in einer Umwelt leben und gemeinsam diese bewahren müssen.

Brunnenvergifter wurden früher hart bestraft. Klimavergifter müssen wir heute hart angehen.

Raimund Kamm

12.12.2023

Höherer Lebensstandard ist aber keine Ausrede, da gehört viel gutes dazu. Allein unser Gesundheitssystem produziert 0,5 to CO₂ pro Einwohner und Jahr. Aber wenn ich mal ins Krankenhaus muss, dann will ich dass es um meine Gesundheit geht und nicht ums Klima.

12.12.2023

Christina M >>Höherer Lebensstandard ist aber keine Ausrede, da gehört viel gutes dazu. Allein unser Gesundheitssystem produziert 0,5 to CO₂ pro Einwohner und Jahr.<<

Sicherlich können auch Sie sich ausmalen, wie man ein Krankenhaus gut und zugleich klimaneutral betreiben kann.

Raimund Kamm

11.12.2023

90.000 Menschen zu einer Weltklimakonferenz nach Dubai zu fliegen ist wohl die falsche Maßnahme um die Welt zu retten.

11.12.2023

Dann machen Sie mal einen realistischen Vorschlag, wie man die Vertreter*innen von etwa 200 Staaten dazu bringen kann, global existenziell wichtige Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen.

Raimund Kamm

12.12.2023

Erstens: 200 Staaten unter einen Hut zu bringen ist eigentlich unmöglich, es sei denn man ist mit einem äußerst kleinen Nenner zufrieden. Zweitens: Ich könnte mir vorstellen, daß bei einer halbwegs intakten Organisation so in etwa 10-20 Teilnehmer / Land ausreichend sein sollten.