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Griechenland
26.01.2022

Bitte, mehr Nachhaltigkeit! Die Tui startet ein Pilotprojekt auf Rhodos

Auf der griechischen Ferieninsel Rhodos soll nachhaltiger Tourismus entwickelt werden.
Foto: dpa/Tobias Schormann

Fünf Jahre lang will Europas größter Reiseveranstalter auf Rhodos nachhaltigen Tourismus fördern. Die Ergebnisse sollen dann auch in anderen Ländern umgesetzt werden.

Nachhaltigkeit ist in Zeiten des Klimaschutzes das Gebot der Stunde. Die Vereinten Nationen haben mit der Agenda 2030 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung definiert, darunter die Bekämpfung der Armut, Maßnahmen zum Klimaschutz und zu mehr Energieeffizienz. Die EU will bis 2050 klimaneutral sein. Auch der Tourismus spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Probleme sind bekannt: Overtourismus in den Hotspots, Vermüllung von Stränden, Wasserknappheit, Artensterben, Verdrängung der einheimischen Bevölkerung…Nun ist die TUI als größter Veranstalter Europas aktiv geworden und hat auf der griechischen Ferieninsel Rhodos einen auf fünf Jahre terminierten Lernprozess für nachhaltige Tourismusentwicklung angestoßen.

Unter der Schirmherrschaft des griechischen Premierministers Kyriakos Mitsotakis haben die TUI Group, die TUI Care Foundation und die Region Südliche Ägäis ein „Labor für den nachhaltigen Tourismus der Zukunft“ auf Rhodos ins Leben gerufen. Das Co-Lab setzt bei seiner Arbeit auf Zusammenarbeit und Austausch – nicht nur mit der Tourismusindustrie vor Ort, sondern mit der gesamten Branche.

Die Saison soll auf Rhodos verlängert werden

Für den griechischen Premier ist die Verlängerung der Saison eine der Prioritäten in der langfristigen Tourismusstrategie. Griechenland wolle ein neues Kapitel aufschlagen, sagte Mitsotakis, und „ein Jahrzehnt der Krisen und des Schmerzes“ hinter sich lassen. Fritz Joussen, CEO der Tui Group, wies darauf hin, dass Tourismus eine „Force for Good“ sei, eine Kraft für das Gute. Es werde keine ökologische Nachhaltigkeit geben, „wenn wir nicht auch die soziale und wirtschaftliche Dimension in den Fokus nehmen“.

Als größter Wirtschaftssektor in den Destinationen trage der Tourismus auch zu mehr sozialer Teilhabe bei. Das Co-Lab könne als Labor für den nachhaltigen Tourismus der Zukunft dienen und solle in den nächsten fünf Jahren Blaupausen für andere Destinationen schaffen. „In diesem Jahrzehnt der nachhaltigen Transformation soll das Co-Lab zeigen, wie ein ganzheitlicher Ansatz für mehr Nachhaltigkeit funktionieren kann – für die Menschen, die in den Reisezielen leben, für die Reisenden, die Umwelt und für die Unternehmen der Tourismusindustrie,“ so Joussen.

„Wir brauchen die Unterstützung aller Partner“, ergänzte Thomas Ellerbeck, Vorstandsvorsitzender der TUI Care Foundation. Eine nachhaltige Entwicklung liege „in unser aller Verantwortung“. Dem stimmte der Gouverneur der Region Südliche Ägäis George Chatzimarkos zu: „Wir investieren in Nachhaltigkeit, um unseren Respekt für die künftige Generation zu zeigen – aber auch um unsere Wirtschaft zu stärken.“ Ein erstes Projekt ist laut Chatzimarkos gestartet – zum Wasser-Management und Abfall-Recycling auf Rhodos. Die dafür benötigten mehr als 100 Millionen Euro würden von Griechenland auch aus Mitteln des EU-Wiederaufbaufonds finanziert.

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Rhodos, das 60 Jahre Tourismus-Geschichte hat, bietet nach Einschätzung der TUI „als weltweite Top-Destination beste Voraussetzungen, um Innovationen für mehr Nachhaltigkeit im Tourismus zu testen und ihr Zusammenspiel zu verstehen“ Es gehe um den Schutz von Natur und Biodiversität, umriss Melvin Mak vom Co-Lab die ehrgeizigen Ziele, um Aus- und Weiterbildungsangebote für die Menschen vor Ort, um Energie-, Wasser- und Müllmanagement und generell darum, den ökologischen Fußabdruck der Touristen zu verringern, ohne das touristische Wachstum zu hemmen. TUI will in diesem Jahr drei Millionen Kunden nach Griechenland bringen – doppelt so viele wie 2020 und etwas mehr als 2019.

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