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Mallorca
06.06.2024

Auf Mallorca mit dem Radl da

Auf der Via Verda, einer aufgelassenen Eisenbahnstrecke, geht es auf 29 Kilometern durch das Hinterland im Osten Mallorcas.
Foto: Birgit Müller-Bardorff

Rennradfahrer schätzen auf Mallorca steile Anstiege und schnelle Abfahrten. Aber wer sagt denn, dass man sich immer quälen muss? Immer mehr Radler durchqueren mit dem E-Bike das ursprüngliche Hinterland.

Als Radler hat man es gut auf Mallorca und das liegt nicht nur an rasanten Bergstrecken oder traumhaften Ausblicken auf Land und Meer, sondern auch an den Autofahrern. Wer hier auf zwei Rädern unterwegs ist, muss nicht fürchten, angehupt oder haarscharf umfahren zu werden. Gelassen zuckeln die Autofahrer hinter den Pulks aus Radlern hinterher, bis sich eine gute Gelegenheit ergibt, sie in weitem Bogen zu umrunden. Sie haben es sich im Laufe der Jahre wohl so anerzogen, denn die Insel gilt als Radlerparadies. Jedes Jahr im Frühjahr fallen rund 300.000 funktionsbekleidete Rennradler ein, von den Einheimischen spöttisch "Heuschrecken" genannt, um bei mildem Klima schon vor der heimischen Saison zu trainieren. Aber nicht nur die Sportfahrer finden ideale Bedingungen auf Mallorca, immer mehr sind es auch die Genuss- und Freizeitradler, die sich die Insel erobern und die hügelige Landschaft neuerdings auch gern mit dem E-Bike durchstreifen.

E-Bike-Verleiher auf Mallorca freuen sich über zweistellige Zuwächse

Über zweistellige Zuwächse freuen sich die Fahrradverleiher und längst nicht nur ältere Menschen genießen es, ohne allzu schweißtreibendes Strampeln mit einem leichten Surren im Ohr Kilometer um Kilometer zurückzulegen. Darauf haben sich auch Fahrradvermieter wie Adrian Gaviria von Spring Cycling in Alcúdia eingestellt. Die Flotte von 1500 Leihrädern hat er um 60 E-Bikes erweitert. Es hat sich gelohnt. "Im Frühjahr und Herbst, wenn auf Mallorca Radsaison ist, sind wir meist ausgebucht", sagt der 48-Jährige und versichert gleich: "Aber es hat noch jeder ein Fahrrad bekommen, der eines wollte." Adrian ist selbst gern radelnd unterwegs, sein "Dienstfahrzeug" ist aber ein Kombi, in dem er leicht zehn Räder gleichzeitig unterbringen und an jeden beliebigen Ausgangspunkt einer Radtour bringen kann.

"Mit dem Fahrrad nehme ich die Gegend ganz anders wahr als auf Wandertour", weiß Frank Mittelbach, prüft schnell noch einmal den Akku an den E-Bikes und weist auf die Helmpflicht auf Mallorca hin. Der gebürtige Düsseldorfer lebt seit 30 Jahren auf der Insel und arbeitet vorwiegend als Wanderführer, immer mehr zieht es ihn nun aber auch aufs Rad. Während sich die Rennradler gern im Nordwesten der Insel auf Serpentinen die steilen Berge hochschlängeln und sich auf schnelle Abfahrten freuen, ist es im Osten gemütlicher. In Canyamel, einem Badeort an einer kleinen Bucht mit wenigen Hotels, startet Frank seine Radtouren. 

Frank Mittelbach lebt seit 30 Jahren auf der Insel und unternimmt Radtouren mit Touristen.
Foto: Birgit Müller-Bardorff

Auf Nebenstraßen und über Kieswege geht es durch eine sanfthügelige Landschaft, die die Kondition, zumal mit Motor-Unterstützung, nicht überfordert und reichlich Schönheiten für Augen und Seele bietet: weidende Schafe, Oliven- und Zitronenbäume sowie bunt blühende Wiesen, wohin man auch schaut. Weiße Kamilleblüten, wilde lilafarbene Gladiolen, Sommerwurz in zartem Rosa wachsen im Überfluss, dazu wilder Fenchel und wilde Möhren. Frank steigt vom Rad und ermuntert dazu, eine der orangefarbenen Früchte zu probieren, die überall an den Bäumen hängen und wie kleine Aprikosen aussehen – süße japanische Mispeln, deren Kerne bernsteinfarben glänzen und zwischen den Fingern flutschen. Auf der anderen Straßenseite zeigt er auf einen Paternosterbaum. Der heißt so, weil seine kugelförmigen Früchte in Rosenkränzen verarbeitet werden. Und weiter geht es, aber erst noch warnt Frank davor, nicht zu nah an die Steinmäuerchen fahren, die sich rechts und links entlangziehen. "In den Haufen aus Blättern und Staub davor befinden sich viele Dornen von Brombeeren, die machen den Reifen platt."

Mallorca mit dem E-Bike: In der Cala Agulla ist das Wasser tiefblau

Immer wieder erheben sich auf den Hügeln Atalayas, Wachtürme, die zum Schutz vor den Piraten erbaut wurden und in denen heute oft ein Museum oder Restaurant untergebracht ist. "Diese Art von Türmen gibt es nur im Osten", erzählt Frank und schließt eine kleine Lektion in mallorquinischer Geschichte über die Vertreibung der Mauren durch König Jaume I. an. 40 bis 50 Kilometer führen Franks Touren durch das noch ursprüngliche Hinterland zu schönen Buchten wie der Cala Mesquida oder der Cala Agulla, in der angeblich das Wasser so tiefblau ist wie nirgends sonst auf Mallorca.

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Traumhafte Buchten wie die Cala Agulla sind mit dem E-Bike gut erreichbar.
Foto: Birgit Müller-Bardorff

Nicht weit davon entfernt ist der Touristen-Hotspot Cala Rajada mit belebter Geschäftsstraße und Restaurants und Bars an der Hafenpromenade. Durch den fährt Frank zügig durch. Lieber macht er Rast in Capdepera, einem Örtchen auf einer Anhöhe. Nicht nur das E-Bike gibt hier Antrieb, sondern auch die Aussicht auf Tapas in der Bar auf dem Markplatz. Teller und Schalen mit Oliven, mit Spinat und Käse gefüllten Teigtaschen, gegrillten Auberginen und Datteln im Speckmantel stellt der Kellner auf die Tische im Freien, mallorquinisches Straßentheater gibt es frei Haus dazu: Auf einer Bank im Sonnenschein sitzen drei alte Männer, neben sich den Rollator und lebhaft im Gespräch mit einem Mann in Radlerkluft, der wohl gerade von seinem Mountainbike gestiegen ist. Ob sie in einen Wettstreit über ihre Fortbewegungsmittel geraten sind? Nicht nur die Touristen sind auf Mallorca gern mit Rädern unterwegs. 

Oft packt Frank auf seinen Touren auch ein Picknick aus seinen Satteltaschen, serviert dann Käse, Schinken und frisches Brot, das er unterwegs noch gekauft hat, um es in kräftiges, heimisches Olivenöl zu tunken. Wie das hergestellt wird, kann man in Felanitx auf der größten Olivenplantage der Insel, Son Mesquidassa , erfahren. 150.000 Olivenbäume stehen auf 20 Quadratkilometern in Spalier-Reihen, wie man es sonst von Obstplantagen oder Weinbergen kennt. Mittendrin eine hochmoderne Ölmühle, die die Früchte innerhalb von zwei Stunden, nachdem sie von den Bäumen gepflückt wurden, zu samtigem Öl verarbeitet hat – ein Lebensmittel, das immer mehr zur Kostbarkeit wird. 

Ölverkostung in der Olivenplantage Son Mesquidassa.
Foto: Birgit Müller-Bardorff

"Der Preis hat sich in den letzten Jahren verdoppelt, weil Dürre und Hitze die Ernte verschlechtert haben", erklärt Aina, Mitarbeiterin von Son Mesquidassa, und gießt dreierlei Öl zur Verkostung in bauchige blaue Gläser ein. Die müssen erst einmal mit beiden Händen angewärmt werden, ehe man das Öl in kleinen Schlucken durch die Kehle laufen lässt und Aina darauf hinweist: "Wenn es kratzt, ist das ein Qualitätsmerkmal."

Auch ins Landesinnere führen Franks Radtouren, etwa auf die Via Verda, die auf 29 Kilometern von Manacor nach Artà auf einer aufgelassenen Bahntrasse verläuft. Garantiert eben auf Schotter und Kies verläuft diese Strecke, auf der zwei Tunnels und mehrere kleine Bahnhöfe noch von ihrem ursprünglichen Zweck erzählen. Immer wieder gibt es Plätze mit Bänken und Tischen, an denen man Rast machen kann. Beim Radeln geht der Blick in die schön angelegten Gärten privater Fincas, zu Kirchen, deren Türme sich aus dem Häusergewirr kleiner Städtchen emporstrecken, und natürlich auf die Küste mit ihren Buchten und dem glitzernden Meer. Der mallorquinische Massentourismus ist hier ganz weit entfernt, auch die Rennradler-Horden, die lieber auf asphaltierten Straßen unterwegs sind. Und Autos natürlich ebenso, auch wenn man die ja nicht fürchten müsste.

Info

  • Radsaison ist von April bis Juni und im September und Oktober; schon ab Mitte Januar mit Beginn der Mandelblüte lässt es sich auf Mallorca gut radeln, allerdings haben dann erst wenige Hotels geöffnet.
  • Weiterer Tourenvorschlag (75 Kilometer) vom Bergort Randa über Porreres und Manacor auf der Via Verda nach Artà; immer dienstags ist in Artà ein schöner Wochenmarkt.
  • Einkehr in kleinen Orten auf der Strecke, etwa im Tapas-Restaurant "Nou Segle 12" in Capdepera oder in der Bar "VB" in in San Llorenc mit Bocadillos (Broten) mit Schinken, Käse und Thunfisch und köstlichem Käsekuchen; Tipp: unbedingt Frito mallorquin probieren, ein traditionelles Gericht mit Lammleber, Zwiebeln, Kartoffeln und Paprika.
  • Fahrradverleih z. B. bei Spring Cycling in Alcúdia, www.springcycling.com.
  • Geführte Gruppen-Radtouren auf Mallorca bietet Wikinger Reisen, etwa "Mallorcas unbekannter Osten", acht Tage mit Flug, E-Bike, Hotel und Halbpension ab 1575 Euro, www.wikinger.de.
  • Informationen beim Spanischen Fremdenverkehrsamt www.spain.info.

Unsere Autorin reiste auf Einladung von Wikinger Reisen.

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