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Graben

12.07.2019

100 Gäste besuchen den Auftritt der Formation "Hammondstrat"

Das diesjährige Benefiz-Konzert von „Hammondstrat“ lockte rund 100 Zuhörer in den Gräbinger Bürgersaal.
Bild: Uwe Bolten

Eine Mischung aus Stücken der Rock- und Pop-Geschichte kennzeichnet das Konzert von „Hammondstrat“ in Graben.

Die Bühne im Bürgersaal schien fast zu klein für die sechsköpfige Band. Ebenso war der Saal mit rund 100 Gästen gut gefüllt, als die vier Musiker, zu denen sich später die drei Vokalisten gesellten, mit dem Instrumental-Titel „Sylvia“ der niederländischen Progressive-Rock-Band „Focus“ den Konzert-Abend eröffneten.

Im zwölften Jahr ihres Bestehens hatte die Formation „Hammondstrat“ zum traditionellen Benefiz-Konzert zugunsten des Sozialfonds Graben geladen. Der Titel spiegelte eindeutig den musikalischen Grundsatz wider, nachdem die Titel nahezu alle vom Klang der der dominierenden Instrumente der Pop- und Rockmusik 1960er- und 1970er-Jahre getragen wurden: Hammondorgel und Stratocaster-Gitarre.

Das knapp dreistündige Konzert, unterbrochen von zwei Pausen, präsentierte eine bunte Mischung von Abba über Eric Clapton, Bon Jovi, Santana bis Procul Harum, von Flowers Power bis Kuschelrock.

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An der Hammondorgel zaubert Georg Voglrider

Georg Voglrider, Bandgründer und Tastenzauberer an der Hammondorgel, ließ dieses Instrument in allen Facetten der Klangerzeugung durch den Saal erschallen. Bassist Thomas Thanner, seit 2010 fester Tieftonmusiker der Band, legte gekonnt den erforderlichen Klangteppich unter die zahlreichen Melodien. Schlagzeuger Peter Wittmeier ließ verlässlich wie ein Uhrwerk seine Sticks über die Drum-Felle stolzieren. Gitarrist Bertram Hafner war seine Ausbildung in klassischer Gitarre deutlich anzumerken. Solostücke wie „Classical Gas“ meisterte er bravourös, die gezupfte Begleitung beim „Dream a Little Dream of Me“ tonangebend.

Werner Habereder, der als Moderator die Stücke ausgiebig beschrieb und verband, bewies ebenso als Sänger seine Qualitäten. Der Beatles-Titel „I Feel Fine“ brachte die Sängerinnen der Formation auf die Bühne. Michaela Bobinger und Julia Griesbauer starten mit diesem Titel eine Reihe von Einsätzen, die durch klaren, akzentuierten Gesang und Mehrstimmigkeit geprägt waren. Die Gesangsvorträge der beiden Künstlerinnen gefielen dem, aus überwiegend der Altersgruppe Ü50 angehörigen, Publikum. Kräftiger Beifall belohnte die Musiker nach jedem Stück.

Rock-Puristen erschienen die Stimmen der Damen zu rein und konzertant. Dieses Merkmal konnten die anderen Musiker ebenso für sich verbuchen. „Für die wilden Zeiten damals war das alles schon recht brav“, sagte ein Gast aus Schwabmünchen, der sich selbst als Alt-Rocker bezeichnete. Der anhaltende Applaus am Ende, dem zwei Zugaben folgten, drückte das positive Echo der Mehrheit des Publikums auf die Darbietungen eindrucksvoll aus.

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