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Untermeitingen

17.07.2020

30er-Zone soll Raser am Spielplatz in Untermeitingen stoppen

Der Ausschuss empfahl dem Gemeinderat, wegen der Verkehrssituation und der zum Teil hohen Geschwindigkeiten auf der Wettersteinstraße eine Tempo-30-Zone anzulegen.
Bild: Uwe Bolten

Plus In der Wettersteinstraße sind Autofahrer oft zu schnell. Unter welchen Voraussetzungen dort eine Geschwindigkeitsbeschränkung möglich wäre.

Der Bereich um den Spielplatz in der Wettersteinstraße in Untermeitingen soll ruhiger werden – zumindest wenn es nach dem Wunsch eines Bürgers geht. So beriet der neu geschaffene Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss in seiner ersten Sitzung über die Errichtung einer Tempo-30-Zone rund um den Spielplatz.

Nach Angaben der Polizei sei dort eine Geschwindigkeitsbeschränkung zulässig, jedoch müsste die breite Straße mit baulichen Maßnahmen verändert werden, um die 30er-Zone deutlich zu machen. Dass eine Verkehrsberuhigung in diesem Bereich notwendig ist, wurde von den Mitgliedern unterstrichen. Nahezu alle berichteten von den zu hohen Geschwindigkeiten, die dort gefahren würden.

Ausschussmitglieder sprechen sich gegen verkehrsberuhigte Zone aus

Schnell entwickelte sich die Diskussion weg von der reinen Geschwindigkeitsbegrenzung hin zur Schaffung von Radwegen, die ebenfalls bremsend wirken sollen. Den möglichen Wegfall von Parkplätzen für Besucher der Bewohner nahmen einige Ausschussmitgliedern in Kauf. Der Gemeinderat wird in einer der folgenden Sitzungen weiter über das Thema beraten.

Dem Ansinnen von Anwohnern des Augustawegs, eine verkehrsberuhigte Zone einzurichten, wollte der Ausschuss allerdings keine Empfehlung in Richtung Gemeinderat folgen lassen. Nach Ansicht der Mitglieder soll die Verkehrssituation dort so bleiben, wie sie ist.

Der neue Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss soll künftig nicht nur Baufragen, sondern auch die Entwicklung der Kommune in verkehrstechnischer und umweltpolitischer Sicht vorantreiben. „Dieser Ausschuss soll den früheren Bauausschuss ersetzen. Da dessen Beschlüsse vom Gemeinderat nicht immer übernommen wurden, wurde das neue Gremium zum beratenden Ausschuss umgewandelt“, erklärte Bürgermeister Simon Schropp. Dies gebe viel Raum, die Gedanken über Lösungen kreisen zu lassen. „Wir müssen keine Einigung erzielen“, betonte Schropp.

Unter seinem Vorsitz trafen sich die Ausschussmitglieder Franz Schormeier, Alexandra Mosler und Andrea Zeberl (CSU), Andreas Fronius und Ernst Pientschik (FWV), Theresa Probst (Grüne) sowie Stella Roseto (BL) im Ratssaal der Gemeinde, um anstehende Herausforderungen zu erörtern.

Untermeitingen diskutiert über Einführung von Fahrradfurten

Um die Sicherheit von Fahrradfahrern zu erhöhen, regte Mosler an, Fahrradfurten an den Hauptverkehrsadern anzubringen. „Das ist jedoch nur an reinen Radwegen oder kombinierten Rad- und Gehwegen möglich“, sagte Bürgermeister Schropp. Er schloss solche Übergänge an den zahlreichen Gehwegen, die für die Fahrradnutzung freigegeben sind, aus.

Dennoch will die Verwaltung die Realisierung prüfen und Angebote einholen. Das Thema kam schon bei einer Bürgerversammlung Ende vergangenen Jahres zur Sprache. Mehrere Teilnehmer hatten damals bemängelt, dass die Übergänge von Fahrbahnen zu Radwegen oft zu hoch seien.

Auch der Umweltschutz kam in der Sitzung zum Tragen. Die Ausschussmitglieder diskutierten über Blühwiesen und appellierten an den Bauhof, die innerstädtischen Grünflächen und das Straßenbegleitgrün nicht so oft zu mähen, um insektenfreundliche Umgebungen zu schaffen.

„Da muss auch mal der Löwenzahn toleriert werden“ sagte Schropp trocken, der von zahlreichen Anrufen betroffener Bürger beim Bauhof berichtete. Die Idee, eine Plattform zur Schaffung neuer Blühflächen unter Bürgerbeteiligung einzurichten, soll nach Ansicht der Mitglieder weiterentwickelt werden.

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