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Sanierung

28.08.2020

Ab September ist die Kirche St. Martin eine Baustelle

Kirchenpfleger Wilhelm Knoll (links) sowie Pater Joji erklären, welche Sanierungsarbeiten in der Kirche St. Martin anstehen.
Bild: Karin Marz

Langenneufnachs Katholiken feiern ihre Messen in der Turnhalle. Was die Renovierung kosten soll

Nachdem die Außensanierung der Kirche St. Martin in Langenneufnach bis auf Restarbeiten abgeschlossen ist, soll nun auch die Sanierung im Inneren des Gotteshauses in Angriff genommen werden.

Durch eine zeitnahe Weiterführung der Arbeiten im Innenbereich können Kosten gespart werden. Denn aus Sicherheitsgründen war nicht nur außen, sondern auch bereits innen ein Gerüst aufgebaut worden. Somit entfallen die Kosten für ein erneutes Aufstellen des Gerüstes, erläutert Kirchenpfleger Wilhelm Knoll und erklärt weiter: „Die Innensanierung mussten wir allerdings erst von der bischöflichen Finanzkammer genehmigen lassen, bevor wir mit der Ausschreibung beginnen konnten. Kurzfristig hat nun bereits der Kirchenmaler zugesagt, mit den Arbeiten zu beginnen.“

Das bedeutet allerdings, dass ab September keine Gottesdienste mehr in der Kirche stattfinden können. Stattdessen sollen die Gottesdienste in der örtlichen Turnhalle abgehalten werden. „Das ist zwar ungewohnt, hat aber auch gleichzeitig einen großen Vorteil,“ meint Pater Joji. Da die Plätze nicht wie in der Kirche durch die Kirchenbänke vorgegeben sind, sondern die Stühle mit dem nötigen Abstand frei aufgestellt werden können, passen deutlich mehr Besucher in die Turnhalle, als es in der Kirche der Fall ist. Denn nicht nur aufgrund der Abstandsregeln, sondern auch durch das Gerüst gab es nur noch für 29 Besucher Platz in der Kirche.

Im Inneren der Kirche werden nun die glatten Wände sowie die Stuckverzierungen neu gestrichen, die Orgel wird gereinigt, das Kirchenschiff erhält eine neue Beleuchtung und eine neue Lautsprecheranlage wird installiert. Mit Kosten von 185000 Euro rechnet die Kirchenverwaltung. Von der Gemeinde erhält sie einen Zuschuss von maximal 18500 Euro und weitere Zuschüsse werden von der bischöflichen Finanzkammer und anderen Stellen angefordert. Einen großen Anteil der Sanierung muss die Kirchenverwaltung allerdings selbst aufbringen und ist daher auf Spendengelder angewiesen. Geplant ist, dass die Sanierung bis Weihnachten abgeschlossen ist, sodass die Weihnachtsgottesdienste wieder in der Kirche stattfinden sollen.

Die Außensanierung begann bereits im Mai vergangenen Jahres und es ergaben sich währenddessen unerwartete Probleme: Aufgrund angefaulter beziehungsweise teilweise gar nicht mehr vorhandener Spanten am Dach wies das Kirchengebäude damals Probleme mit der Statik auf, welche zwischenzeitlich aber wieder behoben wurden. Bereits im vergangenen Jahr konnten daher aus Sicherheitsgründen eine Zeit lang keine Gottesdienste mehr in der Kirche stattfinden. Diese fanden, da es noch kein Abstandsgebot gab, im benachbarten Pfarrheim statt.

Wie hoch die Kosten für die Außensanierung sind, kann Knoll noch nicht abschließend sagen, da noch keine Abrechnung vorliegt. „Aber wir gehen davon aus, dass die tatsächlichen Kosten niedriger sein werden als die veranschlagte Kalkulation.“ Die bisher letzte Sanierung der Kirche St. Martin wurde zwischen 1981 sowie 1983 durchgeführt.

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