1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Auszeichnung für jungen Klarinettisten

Kulturpreis

10.12.2011

Auszeichnung für jungen Klarinettisten

David Schöndorfer freut sich über den Anerkennungspreis zum Kulturpreis 2011, mit dem ihn die Stadt auszeichnet.
Bild: Foto: Hermann Schmid

David Schöndorfer erhält den Anerkennungspreis zum Kulturpreis 2011 der Stadt. Heuer gibt es keinen Hauptpreisträger

Königsbrunn Den Anerkennungspreis zum Kulturpreis 2011 der Stadt Königsbrunn erhält der junge Königsbrunner Klarinettist David Schöndorfer. Einen Kulturpreis für 2011 wird die Stadt jedoch nicht vergeben, informierte jetzt Kulturbüroleiter Franz Moritz.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

„David Schöndorfers bisherige Erfolge sprechen für sich“, erläutert Moritz die Entscheidung der Jury, die vom Stadtrat bestätigt wurde. „Er bringt alle Voraussetzungen mit für eine steile Karriere als Klarinettist.“ Mit dem Anerkennungspreis würdige das jetzt auch Schöndorfers Heimatstadt.

Diese Auszeichnung habe er überhaupt nicht erwartet, bekannte David Schöndorfer gestern im Gespräch mit unserer Zeitung, „weil ich in Königsbrunn nur bei Schulkonzerten im Gymnasium aufgetreten bin“. Er lebe aber sehr gern in der Stadt, versichert er – und bestätigt eine Anekdote aus dem Familienkreis: Gegenüber Eltern und Geschwistern habe er immer wieder betont, der sei – weil in der Stadt geboren – als Einziger von ihnen ein „echter Königsbrunner“.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Hier geht er bis 1996 zur Schule, hier spielt er Volleyball im Verein und Fußball zum Spaß – und hier erhält er erste musikalische Impulse, die er nicht vergisst: Mit acht Jahren lernt er das Spiel auf der Blockflöte bei Giampiero Lucchini. „Der ist ein Vollblutmusiker, der hat total die Freude an der Musik vermittelt, dass sie nicht nur aus Üben besteht“, erzählt Schöndorfer.

Schon nach wenigen Monaten ist für ihn klar: Er will weiter auf einem Blasinstrument spielen. Er geht zu einem Lehrer nach Augsburg – und erweist sich als ebenso talentiert wie strebsam. Mit elf spielt er im Orchester der Musikschule, mit 13 im Sinfonischen Blasorchester der Musikhochschule (siehe Infokasten).

Als Jungstudent erst mal „krass herabgestuft“

Er taucht ein in die Welt der klassischen Musik, die, so betont er, nicht nur aus Mozart, Beethoven und einigen anderen besteht, „ein riesiger Fächer“. Mit dem Wechsel auf das musische Gymnasium St. Stephan wächst der Kontakt zu Musikern und Ensembles – das Ziel, Berufsmusiker zu werden, wird immer klarer.

Aber es gibt auch Hürden: Als Jungstudent an der Musikhochschule ist der 15-Jährige anfangs der Schlechteste unter viel älteren Studenten. „Krass herabgestuft“ fühlt er sich da – doch das ist für ihn keine Entmutigung, sondern Ansporn.

Bei jedem Konzert, bei jedem Wettbewerb sammelt er Erfahrungen. Das ist wichtig für ihn, nicht der Preis an sich. „Bei Jugend musiziert geht es gar nicht darum, Erster unter allen, die antreten, zu werden“, stellt er klar, „sondern von einer kritischen Fachjury beurteilt zu werden“. Deshalb gebe es auch oft mehrere erste Preise.

Dennoch: Höhepunkt seiner Laufbahn war sicher, heuer Jugend musiziert mit dem höchsten Ergebnis auf Bundesebene abzuschließen und dann in Münster nochmals einen ersten Preis zu erhalten.

Besondere Momente, erzählt er, seien auch seine Auftritte als Stipendiat von Live Music Now. Da spielt er vor Senioren und Psychiatriepatienten, stellt dabei sich selbst und die Stücke vor. „Hier erhält man vom Publikum sehr viel zurück.“

David Schöndorfer wird den Anerkennungspreis am Freitag, 27. Januar, um 19 Uhr im Rathaus erhalten. Dann werde er – allein und mit Dozenten der städtischen Musikschule – Beispiele seines Könnens geben, kündigt er an und stellt leicht verwundert fest: „Das ist dann mein erstes Konzert in Königsbrunn.“

Freikarten für den Festakt gibt es in begrenzter Zahl ab Montag, 16. Januar, 8 Uhr im Kulturbüro beim Rathaus.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren