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Bobingen

20.03.2015

Badbesucher geben gute Noten

Das Hallenbad im Aquamarin in Bobingen bekam von Besuchern gute Noten. Dennoch ist die Stadt im Zugzwang: Sanierung oder Neubau – das ist die Frage?
Bild: Peter Stöbich

Die meisten Gäste des Hallenbads sind gar keine Bobinger. Viele kommen aus Augsburg oder dem übrigen Umland. Aber wie wird es mit dem "Aquamarin" weitergehen?

Gute Noten geben die Besucher dem sanierungsbedürftigen Hallenbad „Aquamarin“. In der jüngsten Sitzung des Bobinger Werkausschusses erläuterte Kämmerer Alexander Ziegler die Ergebnisse einer mehrwöchigen Kundenbefragung. Dabei hatten insgesamt 612 Personen wie in der Schule Noten von 1 bis 6 verteilt. In der Durchschnittsbewertung bekam das „Badstüble“ eine 2,25, was in der Schule gut ist, hier aber die schlechteste Bewertung ergab. Alle übrigen Einrichtungen, wie Sanitäranlagen, Umkleiden und so weiter, bekamen eine Eins („sehr zufrieden“) vor dem Komma.

Auch mit Eintrittspreisen, Öffnungszeiten und Sauberkeit sind die befragten Besucher zufrieden: 216 von ihnen kamen aus Bobingen, 113 aus Augsburg, die übrigen aus umliegenden Orten wie Königsbrunn, Schwabmünchen, Großaitingen oder Mering.

Das durchschnittliche Alter der Befragten liegt bei 50,2 Jahren. 343 gaben an, dass sie jede Woche ein- bis zweimal ins „Aquamarin“ kommen. Vor allem am Wochenende werden längere Öffnungszeiten gewünscht; bemängelt wurde, dass an Warmbadetagen Wassertemperatur und Luft zu kalt seien und dass es für Kinder weder Rutsche noch Springturm gibt.

Das könnte sich ändern, falls die Mitglieder des Stadtrats noch in diesem Jahr die Weichen in Richtung Neubau stellen. In Zieglers Bericht an den Werkausschuss heißt es: „Die prognostizierten Kosten für Sanierung und Neubau liegen auf den ersten Blick relativ nah beieinander. Berücksichtigt man noch das höhere Kostensteigerungsrisiko gegenüber einem Neubau sowie die Möglichkeit, den Betrieb eines Neubaus wirtschaftlicher gestalten zu können, so sollte primär diese Lösung untersucht werden.“

Das bedeutet laut Ziegler aber noch keine Festlegung, sondern nur eine genauere Untersuchung der Kosten als Alternative zu einer Sanierung, die vom städtischen Bauamt auf rund sieben Millionen Euro geschätzt wird. Dazu kämen in den nächsten Jahren weitere Ausgaben für energetische Maßnahmen wie zum Beispiel den Austausch der Glasfassade. Ziegler: „Demgegenüber stehen Neubaukosten vergleichbarer Bäder in anderen Kommunen in der Größenordnung von acht bis zehn Millionen.“

Es gibt für die Mess- und Regeltechnik kaum noch Ersatzteile

Das Bauamt hat für die einzelnen Bauteile des Hallenbades eine Restnutzungsdauer errechnet. Sie liegt im Bereich der Technik bei fünf bis höchstens zehn Jahren. Schon heute gibt es für die Mess- und Regeltechnik kaum noch Ersatzteile; so könnte es passieren, das selbst bei kleinen Störungen ganze Anlageteile ersetzt werden müssen und Kosten im fünfstelligen Bereich entstehen. „Bei einem größeren Schaden kann auch die zeitweise Schließung des Hallenbads notwendig werden“, gab der Kämmerer zu bedenken.

Im Rahmen der Haushaltsberatung hatte CSU-Fraktionschef Hans-Peter Dangl kürzlich die entscheidende Frage gestellt, welche Belastung der städtische Haushalt künftig verkraften könne. Dangl sprach von einem „beispiellosen Kraftakt, dessen Verwirklichung wir im Moment nicht seriös zusichern können“.

Ähnlich wie beim Hallenbad am Königsbrunner Gymnasium geht man auch in Bobingen vom kompletten Abbruch und einer Erneuerung der Becken mit Umgängen und Bodenplatte aus sowie von einer Erneuerung der Kellerdecke im Bereich der Umkleiden und Toiletten.

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