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Bauern-Proteste: Jetzt mehr Stalltüren öffnen

Bauern-Proteste: Jetzt mehr Stalltüren öffnen
Kommentar Von Maximilian Czysz
27.11.2019

Um für ihr Anliegen zu werben, sollten Landwirte Verbraucher einladen und sich über die Schulter schauen lassen.

Es ist gut und richtig, dass die Landwirte auf die Straße gehen und ihrem Unmut Luft machen. Vielen steht das Wasser bis zum Hals. Viele sind frustriert. Auf der einen Seite immer mehr Auflagen, auf der anderen Seite öffentliche Anfeindungen. Viele Bauern fühlen sich als Buhmänner der Nation.

Woran liegt’s, dass die Landwirte im Augenblick so wenig Wertschätzung erhalten? Sicherlich spielen Vorfälle wie der Allgäuer Tierskandal eine Rolle. Mehr noch fehlt den Verbrauchern zunehmend das Wissen, was Landwirtschaft eigentlich ist. Und wie sie funktioniert. Um weg von der lila Kuh und hin zur Wirklichkeit auf den Höfen zu kommen, müssen sich die Landwirte jetzt öffnen.

Sie müssen jeden interessierten Verbraucher einladen und sich über die Schulter schauen lassen. Sie müssen ihre Lebenswelt zeigen und erklären. Das wird vermutlich ein längerer Prozess. Aber klar ist: Nur Wissen führt zu Akzeptanz und Verständnis. Schlimmstenfalls passiert das, was doch keiner will: Landwirte, die seit Jahrzehnten für unsere Ernährung gesorgt haben, werden in den Ruin getrieben. Und wir kaufen noch mehr im Ausland, wo niemand überblicken kann, wie ökologisch korrekt dort gearbeitet wird.

Der Artikel zum Kommentar:  Wie die Landwirte aus der Region die Bauern-Proteste erleben

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