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Sebastiani-Schießen

28.01.2020

Böllerschützen lassen es krachen

Beim Sebastiani-Schießen feuerten die Böllerschützen aus allen Rohren. Ganz rechts Johann Götz mit seinen Langerringer Böllerschützen.
Foto: Hieronymus Schneider

Der Schützengau Lech-Wertach hält den Brauch aufrecht

Etwa 60 Böllerschützen aus dem Gau Lech-Wertach trafen am Samstag, zwei Tage vor dem Namenstag des heiligen Sebastian, in ihren schmucken Trachten zum traditionellen Schießen zu Ehren ihres Schutzpatrons an der Langerringer Sportanlage ein. Die Schützenreihe nahm die ganze Länge des Fußballfeldes in Anspruch und reichte noch um die Ecke bis zur Strafraumlinie.

Dort hatten sich die veranstaltenden Langerringer Böllerschützen mit ihrem Vorsitzenden Johann Götz als Schlussmann postiert. Das Flutlicht des Trainingsplatzes spendete den Schützen aus Großaitingen, Graben, Kleinaitingen, Hurlach, Schwabegg, Walkertshofen und Kreuzanger ausreichend Licht zum sicheren Laden ihrer Büchsen, wenn Schussmeister Dieter Scharfen zum „gemeinsamen Verdämmen“ des Schwarzpulvers mit den Holzschlegeln aufforderte. Auf sein Kommando vom Mittelkreis des Spielfeldes aus feuerten die Schützen zuerst einen gemeinsamen Salut, der sich mit ohrenbetäubendem Lärm in dichten Rauchwolken auflöste. Einige Zuschauer beobachteten das Geschehen aus sicherer Entfernung neben der Tribüne. Beim langsamen und schnellen Reihenfeuer sowie beim „Reißverschluss“, der sich von außen nach innen verzahnte, blitzten die Feuerstöße nacheinander aus jeder einzelnen Büchse. Zum Abschluss gab es wieder einen gemeinsamen Salut, der beinahe gleichzeitig aus allen Rohren abgefeuert wurde. Nach dem sicheren Abfeuern einiger weniger Versager marschierten die Schützen geordnet zurück zum Sportheim.

Schussmeister Dieter Scharfen war mit der präzisen Abfolge der Feuerstöße, die bei der großen Teilnehmerzahl eine straffe Disziplin erfordern, sehr zufrieden. Die Tradition des Sebastiani-Schießens wird jedes Jahr in einer anderen Ortschaft des Schützengaus Lech-Wertach durchgeführt.

Dieses Jahr war es das zwanzigste Mal in Folge. „Diese Schützentradition wollen wir auf jeden Fall bewahren“, waren sich alle Teilnehmer einig.

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