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29.12.2018

Boomende Entwicklung und einige Querelen

Die Kommunalpolitik im Gessertshauser Rathaus sorgt immer wieder für reichlich Schlagzeilen.
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Die Kommunalpolitik im Gessertshauser Rathaus sorgt immer wieder für reichlich Schlagzeilen.
Bild: Marcus Merk

Die Marktgemeinde Fischach ist kommunalpolitisch bestens aufgestellt. In Gessertshausen gab es dagegen Unmut

Sie gehören geografisch beide zu den Stauden und dennoch präsentierten sich die Gemeinden Fischach und Gessertshausen 2018 kommunalpolitisch kaum gegensätzlicher. Während Erstere auf dem Bausektor boomt und in der Steuerkraft-Rangliste der Kommunen im Augsburger Land den ersten Platz einnimmt, machte Gessertshausen in der Öffentlichkeit vor allem mit der Kritik an der Amts- und Personalführung seines Bürgermeisters Jürgen Mögele von sich reden.

Fakt ist, dass es im Gessertshauser Rathaus brodelte. Offenbar führten Querelen dazu, dass Mitarbeiter kündigten und die Gemeindeverwaltung aufgrund von unbesetzten Stellen kaum noch die anstehenden Aufgaben bewältigen konnten. Nichtsdestotrotz fanden in Gessertshausen wichtige kommunalpolitische Ereignissen statt. Es sei auch 2018 in der Gemeinde und ihren fünf Ortsteilen immer und dauerhaft viel los gewesen, resümiert Jürgen Mögele. Als Beispiel führt er im Wasserversorgungsbereich den Bau und die Inbetriebnahme des Hochbehälters in Margertshausen an. Noch längst nicht so weit ist es dagegen beim Haus für Kinder. Das auch als Bürgerhaus genutzte Gebäude sollte ursprünglich mit dem Start in das diesjährige Schul- und Kindergartenjahr im September bezogen werden. Doch über den technischen Innenausbau ist das mit 3,9 Millionen Euro veranschlagte Haus noch nicht hinausgekommen. Nun ist der Bezug für Mitte 2019 angepeilt.

Breiten Raum nahm auch die Ermittlung der aktuellen und tatsächlichen Grundstücks- und Geschossflächen in der Gemeinde ein. „Unsere rund 1800 Haushalte bekamen Besuch von einer beauftragten Firma, um den genauen Ist-Stand zu ermitteln“, sagt Mögele. Mit nur ganz wenigen Ausnahmen habe hier die Bevölkerung ein sehr kooperatives Mitwirken gezeigt. Im kulturellen Vereinsleben verweist der Bürgermeister insbesondere auf die 90-Jahr-Feier des Sportvereins Gessertshausen.

Boomende Entwicklung und einige Querelen

Kontinuierlich auf die 5000-Einwohner-Marke strebt Fischach zu. So gelang es der Marktgemeinde 2018 fast alle Grundstücke im Baugebiet Nähe Erlenstraße und im Gewerbegebiet Weite Eiche II zu verkaufen. Abgeschlossen wurden auch die Aufstellung des Bebauungsplans Strassäcker, in Wollmetshofen an der Hochfeldstraße, in Reitenbuch und das Baugenehmigungsverfahren für die Maßnahme der Wohnungsbaugesellschaft für den Landkreis (WBL) an der Anwandstraße.

Ebenfalls in trockenen Tüchern gelegt wurden heuer die Flurbereinigungsverfahren in Siegertshofen, Tronetshofen und Willmatshofen. Weitgehend beendet ist zudem das Dorferneuerungsverfahren in Reitenbuch, in das die Marktgemeinde über zwei Millionen Euro investierte.

Auch als Einkaufsschwerpunkt etabliert sich der Ort mehr und mehr. Nach einem Discounter in der Ortsmitte eröffnete jetzt auch der neue Netto-Markt.

Viel Geld nahm Fischach beim Ausbau des Schulstandorts in die Hände. Es war das Jahr der Einweihung der vollständig sanierten Außen- und Sportanlagen sowie der Errichtung eines Busbahnhofes und weiterer 83 Parkplätze.

Außerordentlich bedeutsam waren 2018 für die Marktgemeinde die Verhandlungen mit dem Unternehmen Müller-Milch. Das Ergebnis: Die Firma investiert am Standort Aretsried weit über 40 Millionen Euro in den Bau eines Hochregallagers. Ein positives Signal sowohl für Fischach als auch für die Region, resümiert Bürgermeister Peter Ziegelmeier.

Die schlechte Nachricht aus dem Rathaus: Im Laufe des Haushaltsjahres ergab sich eine Einnahmereduzierung. Dadurch wurde im Oktober ein Nachtragsetat aufgestellt. Die geringeren Steuereinnahmen würden aber aller Voraussicht nach durch Erlöse aus Grundstücksverkäufen ausgeglichen, so Ziegelmeier. Ein Rekordjahr vermeldete übrigens der Fischacher Obst- und Gartenbauverein. Die Mostsaison hatte wegen der immens großen Obsternte allen Beteiligten viel abverlangt. Teilweise mussten Feuerwehrleute den Verkehr regeln, so viel Obst wurde angeliefert.

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